Die Katze (1971)

 F/I 1971

Le chat

Drama 86 min.
7.50
Die Katze (1971)

Nach 20 Jahren Ehe hasst der 60-jährige Julien (Jean Gabin) seine Frau Clémence (Simone Signoret) fast so sehr, wie er sie einst geliebt hat.

Es ist rund 20 Jahre her, dass die Akrobatin Clémence (Simone Signoret) die Zirkuswelt aufgab, um den Buchdrucker Julien (Jean Gabin) zu heiraten. Es war die große Liebe. Inzwischen ist Julien 60 geworden, Clémence 50. Nicht nur das Viertel, in dem sie leben, hat sich in dieser Zeit verändert. So hässlich, wie es um sie herum aussieht, geht es auch in ihrer Ehe zu. Denn von der großen Liebe ist nichts übrig geblieben. Clémence, die nach einem Sturz ein steifes Bein zurückbehalten hat, sucht Trost im Alkohol. Julien spricht kaum noch mit seiner Frau, geht seine eigenen Wege und widmet alle Zuneigung und Fürsorge seiner Katze. Clémence hasst das Tier dafür, denn sie liebt Julien noch immer, auch wenn es sie Überwindung kostet, ihm das zu sagen. Er jedoch lässt sie fühlen, dass sie ihm nichts mehr bedeutet. Nach einer der üblichen hässlichen Streitereien wegen der Katze erschießt die verzweifelte Clémence das Tier. Julien verlässt daraufhin das Haus und zieht zu der jungen Prostituierten Nelly (Annie Cordy). Es soll der endgültige Bruch sein, aber Julien hält nicht lange durch. Selbst sein Hass bindet ihn irgendwie an Clémence, und so kehrt er zu ihr zurück.

Details

Jean Gabin, Simone Signoret, Annie Cordy, Jacques Rispal, Nicole Desailly, u.a.
Pierre Granier-Deferre
Philippe Sarde
Walter Wottitz
Pierre Granier-Deferre, Pascal Jardin nach Simenon

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ende einer großen Liebe
    Ein subtiles Psychoduell eines alten Ehepaares dessen Liebe erkaltet ist. Wortlos leben sie neben einander her – Zettel statt Worte. Er (Jean Gabin) hängt an einer Katze, sie (Simone Signoret) hasst die Nebenbuhlerin. . . .
    Um sie herum werden alle Häuser abgerissen- die Welt zerbricht - und ihnen droht die Zwangsräumung an ihrem Lebensende. . . Hier steht das Minespiel der beiden großartigen Hauptdarsteller im Mittelpunkt. Sie, die ihn immer noch liebt, leidet unter der Situation. Er will nur seine Ruhe haben und wehrt jede Annäherung vehement ab. In liebevollen Rückblenden wird die Geschichte ihrer großen Liebe nacherzählt. Ein Tiefpunkt in einer menschlichen Beziehung. Miteinander geht’s nicht, aber ohne einander auch nicht. Das ist eben das Aus schlechthin. . .