Die letzte Festung

 USA 2001

The Last Castle

Drama, Action 131 min.
6.90
Die letzte Festung

Drei-Sterne-General Robert Redford lehnt sich gegen die menschenverachtenden Methoden von Militär-Gefängnisdirektor James Gandolfini auf.

Aus Respekt wird Hass: Als der Drei-Sterne-General Irwin (Robert Redford) in einem Hochsicherheitsgefängnis landet, genießt er zunächst noch die Achtung des brutalen Gefängnisdirektors (James Gandolfini). Aber als er beginnt, sich gegen dessen menschenverachtende Methoden zu wehren und die Gefangenen zu organisieren, bricht ein offener Krieg aus. Packendes Drama um Recht und Gerechtigkeit.

Details

Robert Redford, James Gandolfini, Mark Ruffalo, Steve Burton, George Scott, Addison Pate, Nick Kokich, u.a.
Rod Lurie
Jerry Goldsmith
Shelly Johnson
David Scarpa, Graham Yost
UIP

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Wow
    Die Letzte Festung




    In Tennessee in einem Militärgefängnis fängt die ganze Geschichte an. Eine wahre Festung, ein Palast der Sicherheit, uneinnehmbar. In diesem Gefängnis sitzen ca. 1200 Gefangene. Alles Soldaten, alles Leute die sich eines schlimmen Verbrechens gegen die Nationalität und dem Marine Chor versündigt haben, Schlägerein, Drogenhandel, und Verrat alles sitzt hier ein. COLONEL WINTER ( James Gandolfini ) führt das ganze mit strenger Hand. Hie und da kann es schon passieren das der eine oder andere mal einen Unfall hat, den keiner nachvollziehen kann. Alles funktioniert bestens, bei jeder Sirene legen sich alle Gefangene auf den Boden, wird einer Aufsäßig gibt es Scharfschützen mit recht schmerzhaften Gummigeschossen.
    Eines Tages kommt der hochdekorierte Kriegsveteran und General EUGENE IRWIN ( Robert Redford ) in das Gefängnis. Er hat wohl was schlimmes ausgefressen, das er hier her in den Knast kommt. Der letzte Abschaum sitzt eigentlich hier, nur die schweren Fälle. Alles voller Militär. WINTER ist ganz fasziniert von ihm. EUGENE hat nicht nur im Golfkrieg, nein auch in Bosnien gekämpft. Von Vietnam über Kuwait, alles was irgendwie gefährlich war, hat er durchgestanden, er hat unzähligen Leuten das Leben gerettet, und nun sitzt er hier.
    Nach einer kurzen Erklärung und einem Disput darf er seine Zelle besuchen. 345, sein Zu Hause für die nächsten 8 Jahre. Die Insassen bekommen schnell mit um wen es sich handelt. Sie sind nicht nur fasziniert, sondern zollen ihm auch den nötigen Respekt. Nicht wenige existieren die Väter gehabt haben, die EUGENE aus Kriegsgefangenen Gebieten rausboxte. Er war selber 6 Jahre in einem Knast. Als Kriegsgefangener, unter dem Vietcong, sie haben ihn gefoltert. Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt für einige seiner Mannen. Das bringt ihm noch mehr Ehre der anderen entgegen. CLIFFORD YATES ( Mark Ruffalo ) ist von Anfang an negativ eingestellt, er hat zwar auch seinen Vater gerettet, aber für ihn war das alles nichts wert, denn sein Vater starb damals in den 80 er Jahren. Nach kurzer Zeit setzt sich YATES mit andren und EUGENE zusammen, um einen möglichen Ausbruch zu besprechen. EUGENE ist schon X ¿ Mal geflohen. Das Gefängnis sei gefährlich, WINTER ist etwas durchgeknallt, und es gab auch schon Todesfälle. Ein falscher Abschuss mit dem Gummigeschoß auf die Schläfe und es gibt keine Rettung mehr für dich. EUGENE will nichts wissen, nur seine Ruhe haben. Den ganzen Tag über arbeiten die Gefangenen an einer alten Mauer im Gefängnishof, eine Arbeit die sie zusammenschweißt, WINTER hat so seine Ruhe. Eine Mauer die den alten Trakt des Gefängnisses darstellt. CORPORAL RAMON AGUILAR ist einer der Leute in dem Knast den jeder auslacht, da er sprachbehindert ist. EUGENE freundet sich automatisch mit ihm an, er wird sein Mündel. Doch einen Fehler gab¿s dabei, Salutieren ist in dem Knast bei Strafe verboten, EUGENE bringt ihm den Sinn des Salutierens wieder bei, etwas mehr vom unzerstörbaren Geist ist in dem ganzen Gespräch zu fühlen. WINTER kommt dahinter, und läßt AGUILAR die ganze Nacht und den halben Tag im Regen und in der Kälte stehend salutieren, bis er fast umfällt. Am nächsten Tag als ihn EUGENE befreien wollte, kriegt er auch seine Strafe. WINTER läßt ihn 12 Std. lange Hunderte von Steinen von einem Platz auf den anderen schleppen. Bis er fast zusammenfällt, als Geschenk gibt¿s Einzelhaft. EUGENE ändert sich gegenüber dem Knast, er wird verständnisvoller, warum alle unzufrieden sind. WINTER hält sich nicht an die Regeln einer Führungsposition, er nützt sie aus, hat es öfters getan und ist immer durchgerutscht. Ein Oberst rutscht halt oft durch. Kurze Zeit darauf später wird AGUILAR von WINTER´s Soldaten ermordet, er wollte ein wichtiges Zeichen setzen. Von da an weiß EUGENE nur eines, alle müßen an einem Plan arbeiten, die Festung soll in Ihren Besitz gehen. WINTER soll fallen,

    Re: Wow
    WINTER soll fallen, wie eine unnötige Schachfigur, und jetzt fängt der ganze Horror erst richtig an.
    Wow kann ich nur sagen. Nicht nur die Schauspieler sind perfekt, sondern die ganze Story. Einfach ein Wahnsinn. Was kann ein Mann alles machen aus seinem Leben ? Er kann ein General werden. Manche sind Generäle und Schweine, Redford spielt einen General der nie ein Schwein war, der ein Held ist, und dem man das ansieht. Er spielt die Rolle nicht, er ist die Rolle, man sieht ihn nur einmal an, und weiß das er das ist, was er vorzugeben scheint das er ist. Nicht umsonst ist er einer der besten Schauspieler der Welt und aller Zeiten.
    130 Min. Spannung, 130 Min. Abenteuer. Schätze das halbe Kino hat sich in ihn verliebt. So einen Nachbar hätte jeder gerne. Alleine schon sein Auftritt ¿ einfach ein Wahnsinn. Wenn man das ganze Filmwerk genauer betrachtet könnte man natürlich sagen das die Story eine Habt Acht Militärschnulze ist, die etwas unwirklich und unrealistisch ist. ¿ Three Kings ¿, ¿ Das Dreckige Dutzend ¿, ¿ Der Unbeugsame ¿ ¿ Im Teufelscamp ¿,
    ¿ Lock up ¿ Überleben ist alles ¿ ¿ Men of Honor ¿ ¿ Die Verurteilten ¿, das alles sind ähnliche Filme, und sie dürften alle irgendwie Pate gestanden haben. Nie verliert er den Blick für das Wesentliche, nie läßt er sich provozieren, Gewalt ist für ihn ein Fremdwort obwohl er als General und Führer früher, Leute aus den ummöglichsten Kriegsgebieten gerettet hat. Ein Mensch der sich sogar an unwichtige Leute erinnert. Ein Mensch, ein General der sich sogar an die Leute erinnert die er in den 70 er und 80 er Jahren in Hanoi traf, oder in Bosnien, ein Mensch der auf andere Menschen nicht herabsieht, der Ihnen versucht zu helfen. So eine Rolle stellt Redford dar. Alleine schon das Wort und Machtgefecht zwischen Redford und Gandolfini ist einfach nur sehenswert, einfach nur super. Etwas Pathos, etwas Patriotismus ist dabei, aber so das es einen nicht stört, im Gegenteil es paßt vorzüglich. Ein Fehler in dem Film war meiner Meinung nach das etwas zu viel erzählt wurde, das die ganze Story eines Militärgefängnisses zu sehr übertrieben war, wenn man es streng beobachtet. Die Ausstattung, die Wachen, sie leben alle für den Dienst, da ist keiner dabei der mal einen Ausrutscher macht, jeder liebt den Boss Gandolfini, jeder achtet ihn. Dieser wieder versucht sich die Hörigkeit der Untergebenen zu erschleimen, manchmal zu erprügeln. Seine Untertanten sind willenlose Geschöpfe. Das ganze ist ein Machtkampf der Militärstrategen. Nur ein König kann existieren. Was mich gewundert hat, ist das alle Gefangenen Insassen so nett zu einander waren, höflich und zuvorkommend, auch wenn es Soldaten waren alle durch die Bank durch, es ist etwas unlogisch gewesen. Keine richtigen Schlägereien wie man sie gewohnt ist, keine Abstechversuche, und alles geht in ruhigen Bahnen seinen Weg. Eine gute Lektion in Angriff und Verteidigung, in Besiegung einer Festung. Etwas mehr an Authentizität und Tragfähigkeit hätte dem ganzen keinen Abbruch getan. Sonst ist er einfach gut gewesen der Film. Hie und da hat auch meine Freundin ein lautes OH, ein kleines Ah, und ein Wow losgelassen, und wenn Ihr mal ein Film gefällt, war er wirklich gut.


    Einfach gut und spannend, einfach sinnbildgebend, einfach irre.

    85 von 100

  • Capture the flag
    Amerika braucht wieder einmal einen Helden, der 'Eine Frage der Ehre' - mäßig gegen das eigene System antreten muß. Der Redford Bertl (der ist vielleicht alt geworden) ist ein gerechtigkeitsliebender Ex - General, der mit einer Armee aus Knackis ein Gefängnis von dem tyrannischen Gefändnisdirektor befreit. Was die schauspielerisch Leistung anbelangt, können Serien wie 'Reich und Schön' mühelos mithalten. Es gibt in diesem Film keine Figur, die auch nur einen Hauch von Charakter besitzt. Den ganzen Film über geht es um Ehre, Helden und die Amerikanische Flagge, die ganz zum Schluß stolz im Wind flattert, während der Held mit vier Einschußlöchern säuerlich grinsend am Fahnenmast lehnt. Ein paar Actionszenen sind ja ganz nett gemacht, aber die können den Film auch nicht retten. Das Prädikat 'wertlos' ist ganz klar die richtige Bewertung für diesen Film.

    Re: Capture the flag
    Möchte mir den Film auch anschauen und mir meine eigene Meinung bilden. Aber wenigstens kenne ich jetzt den Schluß und kann mich daher seelisch besser drauf vorbereiten. VIELEN HERZLICHEN DANK DAFÜR!!! ......Erst denken, dann schreiben!

    Re: Re: Capture the flag
    ich finde nicht das er das ende so verraten hat, daß kann ich auch in jeder programmzeitschrift lesen.

  • Fun Movie mit dramatischem Beginn
    So alt kann Robert Redford gar nicht werden (und man sieht ihm jeden seiner 68 Jahre ganz deutlich an) als das in einem Actionfilm keine gute Figur machen würde und auch wenn "Die letzte Festung" lange Zeit braucht um in die Gänge zu kommen, so ist er doch nichts anderes als ein reinrassiger Actionfilm, der durch und durch mit amerikanischem Patriotismus vollgetränkt ist.

    Bevor es richtig zur Sache geht, muss Lt. Gen Irwin noch einen etwas langen Gewissenskonflikt (ca. eine Stunde) auskämpfen. Soll er sich gegen das diktatorische System von Winter auflehnen oder aber einfach seine Zeit absitzen und weg schauen? Lange Zeit wählt er den zweiten Weg und erst als er Winters Tyrannei persönlich zu spüren bekommt und einer Exekution beiwohnt, beginnt er umzudenken. Mit kleinen Sticheleien gegen die Autorität des Direktors beginnt man und diese enden schließlich in dem Versuch das Gefängnis einzunehmen. Und genau hier beginnt dann auch der Fun-Faktor des Films.

    Als hätte sich McGyver höchstpersönlich in das Militärgefängnis verirrt, bekämpft man die bis auf die Zähne bewaffneten Wärter mit ausgefallenen Methoden und zusammengebastelten Waffen. Von scheinbar sicherer Position aus verfolgt Winter wie sein Lebenswerk Schritt für Schritt eingenommen wird und so grausam er zuvor sein Amt ausgeübt hat, desto unverständlicher ist sein Handeln während der geplanten Übernahme. Ohne allzu viel von der Handlung vorweg zu nehmen, aber in Wirklichkeit wäre es wohl ein leichtes gewesen den Aufstand schon gleich zu Beginn im Keim zu ersticken. Denkt man also nicht allzu lange über einige unlogische Stellen nach und macht sich keine Gedanken über die Konsequenzen (die über den Film hinaus führen) für die Häftlinge, so tritt bei manchen Action-Szenen der von mir oft zitierte "Boah ey"-Effekt ein und wenn die Kamera auf Winters verzweifelten Gesicht landet lacht man sich lautstark ins Fäustchen.

    Was nicht ganz so gut geklappt hat ist die Besetzung der Rolle des Colonel Winter durch James Gandolfini. Nicht, dass ich ihn für einen schlechten Schauspieler halten würde (im Gegenteil), aber sogar wenn er die Hinrichtung eines Häftlings befiehlt wirkt er noch immer wie ein großer Teddy, den man ihn liebsten knuddeln möchte. Wie man einen Gefängnisdirektor richtig fies, sadistisch und gemein darstellt hat Donald Sutherland bereits 1989 in "Lock up" gezeigt und ein Comeback in dieser Rolle wäre mit Sicherheit nicht das Schlechteste gewesen. Gandolfini aber ist ein "Nice Guy", dem man eine solch böse Rolle nicht so ohne weiteres abnimmt.

    Bis zur Spitze treibt man es dem Ende zu dann wieder einmal mit der amerikanischen Flagge, ohne die laut den Häftlingen der Sieg kein richtiger Sieg wäre. Winters Flagge muss geklaut werden um ihn endgültig zu demütigen. Dieser selbst wird auch erst so richtig böse als man ihm sein Heiligtum stielt und er darauf hin auch selbst in das Geschehen eingreift. Aber was soll's: Lassen wir den Amis doch ihre Liaison mit ihrer Flagge.

    Auch wenn die erste Stunde des Films ziemlich viel Dramatik in sich birgt, so ist er dennoch ein reines Fun-Movie. Lässt man die Logik und Handlung des Films großzügig gewähren hat man mit Sicherheit eine jede Menge Spaß wenn Irwin und seine Mitstreiter Schritt für Schritt die letzte Festung ihres Lebens einnehmen.

    Fazit: "Die letzte Festung" ist zwar nicht allzu sehr durchdacht, aber ob seiner atemberaubenden Actionszenen dennoch das Geld für die Kinokarte mehr als wert

    Re: Fun Movie mit dramatischem Beginn
    ich wollte mir den film auch anschauen,hab mir dann aber natürlich blond angschaut, und habs eigentlich a bissl bereut,weil ich ma eigentlich einen nivauvolleren und ernsteren film anschauen wollt.aber dank der kritik der seher kann ich glaub ich genau so gut auch darauf verzichten.