Die Russen kommen

 DDR 1968
Drama 96 min.
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Psychogramm einer zerstörten Kindheit anno 1945.

Günter, ein 15-jähriger Junge in einem kleinen Ostseebad, glaubt noch an den Endsieg. Bei der Jagd auf einen entflohenen Fremdarbeiter ist er der Schnellste. Er stellt den Flüchtling, der dann vom Dorfpolizisten erschossen wird. Stolz nimmt Günter das EK II entgegen und meldet sich freiwillig zum Fronteinsatz, obwohl sein Vater bereits gefallen ist. Bei seinem ersten Einsatz wird er von sowjetischen Soldaten angegriffen, kann aber nach Hause fliehen. Kurz nachdem die Rote Armee den Ort besetzt, wird Günter wegen Mordes an dem Fremdarbeiter verhaftet ...

Beeindruckend suggestive Bildfolgen machen die Hysterie einer Atmosphäre deutlich, in der die Erziehung zu Fanatismus und Rassendünkel physisch spürbar wird.

Der Umstand, dass dieser Film der Öffentlichkeit fast 20 Jahre lang vorenthalten wurde, offenbart die Irrwege einer selbstzerstörerischen Zensurbürokratie. Die Uraufführung der einzig erhaltenen, von Evelyn Carow geretteten Kopie erfolgte am 3. Dezember 1987 im Berliner Kino International.

Details

Gert Krause-Melzer, Hans Hardt-Hardtloff, Rolf Ludwig, Lissy Tempelhof, Wiktor Perewalov u.a.
Heiner Carow
Peter Gotthardt
Jürgen Brauer
Heiner Carow, Claus Küchenmeister

Kritiken

Kinoprogramm

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