Die Stunde des Jägers

 USA 2002

The Hunted

Drama, Thriller, Action 94 min.
6.00
Die Stunde des Jägers

Ex-Soldatenausbilder L.T. Bonham und sein ehemaliger Schüler Aaron sind durch die tragischen Ereignisse im Kosovo wie von einem unsichtbaren Band miteinander verbunden.

Nach Jahren im Dienste des amerikanischen Militärs zieht sich der Ex-Soldatenausbilder L.T. Bonham (Tommy Lee Jones) in den wohlverdienten Ruhestand zurück. Kurz darauf kontaktiert ihn jedoch das FBI und bittet ihn um Hilfe: Wie es scheint, hat sein ehemaliger Schüler Aaron Hallam (Benicio Del Toro) einen Doppelmord begangen und ist nun in den dichten Wäldern Oregons untergetaucht.

Bonham weiß, dass das FBI keine Chance hat, Hallam zu finden. Immerhin hat er ihn selbst jahrelang darauf trainiert, so gut wie unsichtbar in der Wildnis ohne Strom, Wasser und Nahrung zu überleben. Um diesen Elitesoldaten zu fassen, reicht es bei weitem nicht, ihn zu suchen. Wer Hallam kriegen will, der muss ihn jagen, oder er ist chancenlos...

Details

Tommy Lee Jones, Benicio Del Toro, Connie Nielsen, Robert Blanche, Jenna Boyd, Aaron Brounstein, u.a.
William Friedkin
Brian Tyler
Caleb Deschanel
David Griffiths, Peter Griffiths, Art Monterastelli

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Pures Kino (mit Johnny Cash Songs)
    Seltsam, dass der Film beinahe durchgehend vernichtende Reviews bekommen hat. Vielleicht schreckt die Gewalt ab, vielleicht ist es die simple Story. Was vergessen worden ist, ist das dies ein purer Actionthriller ist, der vor nichts zurück schreckt. Das Casting ist perfekt, da man bei Benicio Del Toro sowieso nie weiß, wie gut es ihm noch gut und Tommy Lee Jones als Jäger aus anderen Filmen ein Begriff ist. Dass Jones hier eine komplett andere Rolle als in ¿Auf der Flucht¿ spielt, merkt wieder mal keiner.

    Der Film ist ein Triumph für die Regie. William Friedkin hat nicht umsonst ¿The French Connection¿ und ¿To Live and Die in L.A.¿ gemacht. Beides bessere Filme, ja, aber die pure kinetische Energie ist in ¿The Hunted¿ in Masse vorhanden. Die Geschichte gewinnt durch diese meisterliche Führung von Kamera und Schauspielern soviel dazu und der Schnitt ist ebenso brutal wie die Kämpfe. Ich bin mehrmals zusammen gezuckt, weil die Messerduelle so schonungslos und hart sind, wie ich es noch nie gesehen habe. Dass Friedkin zwischen der Action persönliche Momente raus holt ist ihm noch mehr anzurechnen. Einer der besten Actionfilme des Jahres, ich wiederhole ACTION

  • schrott
    man wartet die ganze zeit auf eine aufklärung, aber es gibt nur gemätzel

    schad ums geld und um die zeit

  • nett :-)
    Manchmal seh ich mir realitätslose, unrealistische actionfilme extrem gerne an, da muss das blut nur so spritzen und der hero kann trotz schwerster wunden noch kämpfen,
    "Die Stunde es Jägerss" seht da bei mir ganz oben.
    Ich wünsche viel spaß!

  • uje!
    ein ziemlich missglückter versuch, an die erfolge von "auf der flucht" anzuschliessen.

    die story ist ohne rechte höhepunkte, die messer- und gewaltverherrlichung ziemlich seltsam (bei der 6-stich-tötungstechnik-szene kommt es wohl nur den eingefleischtesten messerfans), und obendrein scheint mitten im film das geld ausgegangen zu sein, denn gegen das ende hin werden zahlreiche storylines einfach nicht weitergeführt. dazu kommen einige inhaltliche schlampereien und ungereimtheiten. auch die hauptdarsteller wirken eher lustlos, und tommy lee jones als alter haudegen hat nicht an die glaubwürdigkeit eines clint eastwood.

    mein rat: spart euch das geld. und solltet ihr doch hingehen, sagt nicht, man hätte euch nicht gewarnt ...

  • EIN MÄNNLEIN STEHT IM WALDE...
    Ein dicht wachsender Forst irgendwo in den Vereinigten Staaten. Zwei Jäger hechten einem Hirschen hinterher, die Augen immer am Zielfernrohr. Bis sich herausstellt, dass sie eigentlich gar nicht auf der Hatz nach dem Tier sind, sind die beiden schon so gut wie tot. Ein getarnter und sich in den Wäldern bestens auskennender Jemand dreht den Spieß innerhalb von Sekunden um und macht aus den Jägern die Gejagten. Und am Ende hat er die beiden (fast) mit den bloßen Händen zur Strecke gebracht, aufgeschlitzt und zerstückelt.

    Es ist also etwas Schreckliches passiert, und das FBI scheint ratlos. Doch zum Glück gibt es immer wieder die Männer im Hintergrund. Männer mit besonderen Fähigkeiten. Und einer dieser Männer ist L.T. Bonham (Tommy Lee Jones), ein exzellenter Fährtenleser und ehemaliger Ausbilder einer Spezialeinheit der Army. Er lebt zurückgezogen in einer Blockhütte inmitten verschneiter Berge und Wälder. Er wird reaktiviert, der FBI-Agentin Durrell (Connie Nielsen) zur Seite gestellt und macht nun nach seinen eigenen Methoden Jagd auf den Täter.

    Soviel zum Inhalt des Films, der nach gut 2 Stunden Laufzeit nichts vom Mix aus AUF DER FLUCHT, AUF DER JAGD und ähnlichen Genre-Filmen verloren hat. Das bei beiden ersteren auch Tommy Lee Jones die Hände am Steuer hatte, mag hierbei weniger kurios erscheinen, ist er doch wegen seines charismatischen Auftretens des alternden Grantlers geradezu prädestiniert für diesen Rollen-Typus. Bei DIE STUNDE DES JÄGERS hilft das Charisma seiner Figur jedoch nicht über mangelnden Einfallsreichtum der Drehbuchautoren hinweg.

    "Wenn ich in zwei Stunden nicht zurück bin, bin ich tot", sagt L.T. zu Beginn seiner eigenen unmöglichen Mission, verschwindet im Dickicht und hat auch schon bald Kontakt zu seinem Ziel aufgenommen: Aaron Hallam, einem hochdekorierten Mitglied jener Spezialeinheit, die L.T. Jahre zuvor ausbilden durfte. Von nun an geht's nur noch Mann gegen Mann, doch bis zum finalen Aufeinandertreffen durchläuft der Film jedes Klischee des Genres, das auch nur annähernd zur Geschichte passt.

    Bereits lange vor dem erlösenden Abspann und einem zur Hauptfigur passenden Country-Song hat der neueste Streifen von Regiealtmeister William Friedkin jeden Reiz verloren. Vielfach denke ich mir, nach einem furiosen Frühwerk (DER EXORZIST, 1973) und seinem 1985er Insidertipp LEBEN UND STERBEN IN L.A. kann er keine besseren Filme mehr machen. Allzu gerne nehme ich meine Aussage zurück, doch für diesen "billigen Schund"-Actionstreifen verdient er keine Lorbeeren.

    Ebenfalls völlig unverständlich sind die Entscheidungen der Oscarpreisträger Jones und Del Toro, sich in diesem Film wegen einer "amerikanischen Nichtigkeit" zu bekämpfen. Da frage ich mich, ob die Amis die einzigen sind, denen durch Kriegsgreuel seelisches (und körperliches) Leid zugefügt wurde? Verfolgt man die filmischen Aufarbeitungen von Kriegserlebnissen in der Filmgeschichte, kommt es einem beinahe so vor.

    Krieg ist auch das zentrale Thema des Films. Der Krieg gegen andere und vor allem jener, gegen einen selbst. Wie sagt L.T. so schön: "Ich habe noch nie jemanden getötet. Doch ich lehrte sie, es zu tun!" Gut für ihn, dass er sein Handwerk als Ausbilder verstanden hat. Regisseur Friedkin scheint seines nämlich verlernt zu haben.