Die verrückten Reichen

 F/I/D 1975

Folies bourgeoises

100 min.
4.30
film.at poster

Die illustre Gesellschaft von Paris findet sich bei dem Verleger Jacques Lalouet (Jean-Pierre Cassel) ein und wartet gespannt auf die Verleihung des begehrten Zola-Preises. Große Hoffnungen auf den Preis macht sich der amerikanische Schriftsteller William Brandeis (Bruce Dern), der mit seiner Frau Claire (Stéphane Audran) erschienen ist. Die Auszeichnung geht zwar nicht an William, aber Claire weiß sich darüber sehr schnell in Lalouets Armen hinwegzutrösten.

Doch eines Tages glaubt sie zu entdecken, dass ihr Liebhaber noch eine andere Geliebte hat: die attraktive Übersetzerin Charlie (Ann-Margret). Claire beauftragt einen Privatdetektiv, um Gewissheit zu erhalten. Als sie kurz darauf Charlies Wohnung beschattet, sieht sie allerdings nicht den Verleger, sondern ihren eigenen Ehemann in den Armen der Nebenbuhlerin. Nun versucht Claire mit allen Mitteln, William wieder zurückzugewinnen...

Details

Stéphane Audran, Bruce Dern, Sydne Rome, Jean-Pierre Cassel, Curd Jürgens, Maria Schell, Charles Aznavour, Ann-Margre ua
Claude Chabrol

Kritiken

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User Kritiken

  • Bürgerliche Narreteien
    Bereits der Titel ist Programm für Claude Chabrol. Diesmal ist er nicht bissig, und nur ein bisschen blutig. Die Handlung umfasst fünf Personen. Ehepaar mit Tochter (Sydne Rome), eine Geliebte (Ann Margaret) und ein Casanova (Jean-Pierre Cassel).
    Schriftsteller William (Bruce Dern) hat eine Schreibblockade und Ehefrau Claire (Stéphane Audran) ist Nymphomanin.
    Die dahinplätschernde Handlung erhält von Zeit zu Zeit aufreizende optische Einschübe. Es sind Tagträume, boshaften Wunschvorstellungen, morbide Fantastereien und erschreckende Albträume der Reichen, die hier Chabrol sichtbar macht. Dies könnte allerdings ebenso für normal Sterbliche gelten wie Eifersucht, Zickenalarm und Seitensprünge, Lust, Frust sowie sexuelle Obsessionen und Ängste (Penisverlust). Schmuck als Anstecknadel wird zur blutenden Trophäe auf nackter Haut. Die Einschübe sind grotesk, überraschend, aber nachvollziehbar.
    Wenn schon nicht bissig, dann wenigstens ein Hauch von Komik (Charles Aznavour fährt als Blinder Auto!). Auch das Personal ist durchgeknallt. Hier besonders nett der Kurzauftritt von Maria Schell. Kurt Jürgens ist nicht weiter erwähnenswert.
    Ein abwechslungsreiches Gesellschaftsbild, mit langen Dialogen und einem sexy Pep zwischendurch.