Die Wahrheit

 Frankreich 1960

La vérité

Drama 130 min.
7.60
film.at poster

Die schöne Dominique flüchtet aus der Enge der Provinz nach Paris und wird dort zur Mörderin.

Paris war ihr Traum, die provinzielle Enge ihres Familienlebens in Rennes ihr Schrecken: Die schöne junge Dominique (Brigitte Bardot) hat alles daran gesetzt, endlich ein eigenes Leben außerhalbdes Elternhauses führen zu können. Monate später ist ihr Traum zu einem Alptraum geworden, der vor dem Pariser Schwurgericht in seine letzte Phase tritt: Dominiques Liebe zu dem begabten jungen Musiker Gilbert (Sami Frey) begann euphorisch, wurde durch seine Eifersucht und ihre Provokationen zur Qual und endete mit Mord. Als Mörderin im Affekt steht Dominique nach einem gescheiterten Selbstmordversuch vor den Geschworenen, wo sie den Attacken eines ehrgeizigen Staatsanwalts und den Strategien ihres zynischen Verteidigers ausgeliefert ist. In einem demütigenden Prozess wird Dominiques Charakter seziert, ihre lockere Moral bemängelt und anhand ihres unbürgerlichen Lebenswandels eine Vorverurteilung begonnen, der sie nichts entgegensetzen kann. Nachdem ihre tragische Liebesgeschichte mit Gilbert vor Gericht rekonstruiert worden ist, steht das Mädchen vor den Trümmern seines Lebens. Noch vor der Urteilsverkündigung bringt es sich in ihrer Zelle um.

Details

Brigitte Bardot, Marie-José Nat, Charles Vanel, Sami Frey, Louis Seigner, u.a.
Henri-Georges Clouzot
Armand Thirard
Henri-Georges Clouzot , Véra Clouzot, Simone Drieu, Jérôme Géronimi, u.a.

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Circe oder Penelope
    Einer der wenigen Filme, in denen die Bardot zeigen konnte, dass sie mehr zu bieten hatte als Schmollmund und üppige Oberweite. Sie zeigt eine beachtenswerte, schauspielerische Leistung. Die Handlung ist ihr allerdings auch auf den Leib geschrieben. Und Regisseur Clouzot hat sie als männerverschlingender Vamp ganz toll in Szene gesetzt. Sie verliert den Kampf zwischen der einzig großen, wahren Liebe (Sami Frey) und wechselnden One-night-stands. Vielleicht die wahre Tragik ihres eigenen Lebens. Dabei wird die Wahrheit immer unwichtiger, ob sie vorsätzlich gemordet hat oder im Affekt, ob sie von ihrem Geliebten dazu getrieben wurde, als er sie zurückwies oder ob sie sich an der verhassten aber erfolgreichen Schwester rächen wollte. Immer mehr rücken die spitzfindigen Rededuelle von Verteidiger und Staatsanwalt in den Mittelpunkt und lassen den eigentlichen Fall vergessen. Was in Erinnerung bleibt ist nur eine tolle Brigitte Bardot.