Die zweigeteilte Frau

 F/D 2007

La Fille Coupée en Deux

Thriller 11.01.2008 115 min.
6.40
Die zweigeteilte Frau

Gabrielle, die zwei sehr unterschiedliche Männer liebt, wird mit einem Mord konfrontiert: Claude Chabrol widmet sich erneut dem falschen Schein der Bourgeoisie.

Seit fünfzig Jahren widmet sich Claude Chabrol dem falschen Schein der Bourgeoisie, und daran hat sich auch in seinem jüngsten Film nichts geändert. Schauplatz ist diesmal Lyon, wo die beim Lokalsender für das Wetter zuständige Gabrielle zwischen zwei Männern steht. Da gibt es einerseits den attraktiven Erben Paul, andererseits tritt der lebenssatte Schriftsteller Charles in ihr Leben. Dieser ist dreißig Jahre älter als Gabrielle und führt mit seiner langjährigen Ehefrau Dona eine ebenso komplizierte Beziehung wie mit seiner sinnlichen Verlegerin Capucine. Je intensiver Gabrielle die beiden Männer kennen lernt, desto massiver werden ihre Ängste und Zweifel: Charles' Leben scheint nur von vordergründigem Genuss bestimmt zu sein, während Pauls Leben dunkle Geheimnisse offenbart. Claude Chabrol hat sich für La Fille coupée en deux eine für seine Verhältnisse eher artifizielle Gemeinde vorgenommen, nämlich die vornehme Gesellschaft von Lyon, in der die aufstrebende Wetterfee Gabrielle von zwei Männern umworben wird. Es geht bei Chabrol, wie immer, darum, dass der Mensch von Haus aus irgendwie böse ist; er hat bloß unterschiedliche Arten, es auszudrücken oder zu unterdrücken. Eine hübsche Geschichte, bei der Chabrols Sympathien voll und ganz bei dem Mädchen liegen, auch wenn sie ihrerseits nicht ganz sauber ist - aber moralische Menschen fand er schon immer langweilig. (Susan Vahabzadeh)

(Text: Viennale 2007)

Details

Ludivine Sagnier, Benoît Magimel , François Berléand, Valeria Cavalli, Mathilda May u.a.
Claude Chabrol
Matthieu Chabrol
Eduardo Serra
Cécile Maistre, Claude Chabrol
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Kritiken

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User Kritiken

  • Liebe und (k)ein Ende
    Es waren schon größere Werke zu sehen vom französischen Meister. Dennoch wissen die Figuren in ihren Bann zu ziehen. Ist Liebe grundsätzlich mit Leid verwoben, läßt einen diese Aufarbeitung beinahe unvermittelt fragen.
    Für uns unbeteiligte bleibt das Liebesmotiv der triangulierenden Figuren weitgehend verborgen. Die Konsequenzen sind dennoch tragisch.

  • kann mir bitte jemand sagen,
    warum chabrol so einen film macht. so fad, uninteressante charakteren, ihre grosse bedingungslose liebe zu ds altem perversen mann für mich nicht nachvollziehbar. dann heiratet sie diesen gefährlich labilen adeligen.... die verfilmung selber war okay, aber nicht so, dass man sagen kann, das machts den film wert. versteh ich da was nicht? habe ich was verschlafen? immerhin gab fm 4 8 punkte von 10 - heisst das auch nichts mehr (war bis jetzt immer ein guter anhaltspunkt).