Drei von Vielen

 DDR 1961
Dokumentation 
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Drei von vielen war einer der ersten DEFA-Dokumentarfilme, die nicht aufgeführt wurden. Drei Freunde stellt Böttcher vor, junge Arbeiter, die bei ihm Kunstunterricht nehmen und in ihrer Freizeit malen, zeichnen, Skulpturen aus Stein hauen. Der Arbeiter, der zugleich Künstler wird, war ein altes marxistisches Ideal und entsprach ganz den Forderungen der Bitterfelder Konferenz. Trotzdem erregte der Film Misstrauen, das nicht nur der allgemeinen Verunsicherung der Zeit geschuldet war. Ein eigener, neuer Ton liegt über diesem Film. In einer Zeit der pathetischen Erklärungen fallen seine Sachlichkeit und subtile Einfachheit auf, Jazz statt Beethoven, eine Ahnung von Künstlerleben anstelle hehrer Arbeitergestalten. Es gibt keine führende Partei und keinen Zirkel malender Arbeiter. Böttchers Freunde sind Individualisten, junge Künstler, die fröhlich und unabhängig von offiziellen Vorstellungen nach ihren eigenen Normen leben. Was die Abnahmekommission misstrauisch werden ließ, macht den Film noch heute zu einem Erlebnis. Und was sie übersah, die Hoffnung auf das Neue einer sozialistischen Welt, macht ihn zu einem wichtigen Zeitdokument.

Details

Rolf Römer (Alfred, genannt Ab| Monika Hildebrand (Lisa, genannt Li), Paul Eichbaum (Mogub| Holger Mahlich (Hans), Renate Reinecke (Rita), Ruth Kommerell (Mutter), Walter Stolp (Kaderleiter), Werner Kanitz (Napoleon), Ingo Koster (Heinz), Anita Okon (Sylvi), Ralf Winkler (Freund)
JÜRGEN BÖTTCHER
Gerhard Rosenfeld, Die Jazz-Optimisten
Christian Lehmann
Jürgen Böttcher
Progress Filmverleih

Kritiken

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