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24.01.2017

Ein Blick auf Jodorowskys "Dune"

Wir alle kennen David Lynchs Filmversion des SciFi-Klassikers "Dune" - doch es gab bereits in den 70er Jahren einen anderen Regisseur, der ein unglaubliches Projekt realisieren wollte.

Wenn das geklappt hätte, wäre es nicht nur ein Fest für die Augen, sondern für alle Sinne geworden. Der visionäre Autor und Regisseur Alejandro Jodorowsky ("El Topo", "The Holy Mountain", "Santa Sangre") erwarb Mitte der 70er Jahre die Filmrechte für Frank Herberts Kult-SciFi-Roman "Der Wüstenplanet" und entwickelte daraus ein gewaltiges Projekt: sein Film wäre an die vierzehn Stunden lang gewesen, als Darsteller waren u.a. Orson Welles, Salvador Dalí, Mick Jagger und Gloria Swanson vorgesehen, die Ausstattung sollte H.G.Giger (der spätere "Alien"-Schöpfer) übernehmen und die Musik hätten Pink Floyd und Magma beigesteuert.

Kein Wunder, aber ewig schade, dass das Unternehmen schließlich an Geldproblemen gescheitert ist. DenFilm von David Lynchaus dem Jahr 1984 kann man dann ja wohl nur als unzureichenden Ersatz betrachten. Einige der entwickelten Konzepte konnte Jodorowsky später zumindest in seiner gemeinsam mit Moebius geschaffenen Comicreihe "The Incal" unterbringen.

2013 drehte Frank Pavic eine Doku über das Riesenprojekt und gewährt uns Einblicke in Jodorowskys kreative Werkstatt. So wird erst richtig deutlich, was wir da verpasst haben.