Ein Huhn im Wind

 J 1948

Kaze no naka no mendori

Drama 84 min.
7.70
film.at poster

Eine Frau wartet vergeblich darauf, dass ihr Mann aus dem Krieg zurückkehrt. Als ihr Kind krank wird, ist Prostitution der einzige Weg, um die Krankenhausrechnung zu bezahlen. Unerwartet kehrt der Gatte heim und sieht sich ­außerstande, ihr den "Verlust der Reinheit" zu vergeben. Einer der unterschätztesten Ozu-­Filme, scheinbar untypisch in seinem "Besatzungszeit"-Thema und einer Frauenleidens­geschichte, wie man sie eher mit Mizoguchi verbindet. Dabei hat Kaze no naka no mendori erstmals jenes schärfere Schwarzweiß, das Ozu noch nuanciertere Kompositionen und Bewegungsabläufe erlaubt, auch in seinem minimalistischen Arrangement weniger Räume weist er auf das Spätwerk voraus. Vor allem brodeln hier, nicht nur in der Aufarbeitung der Kriegserfahrung, Dinge hoch, die bei Ozu sonst nur unter der ruhigen Oberfläche schimmern: wie in der unerwarteten, schockierenden Szene eines Treppensturzes und seines schmerzlichen Nachbebens. (C.H.)

Details

Kinuyo Tanaka, Shûji Sano, Chieko Murata, Chishû Ryû
Ozu Yasujirô
Yasujirô Ozu, Ryôsuke Saitô

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