Ein Mann von Welt

 Norwegen 2010

En ganske snill mann

Komödie 04.02.2011 105 min.
7.00
Ein Mann von Welt

Ulrik ist gerade den schwedischen Gardinen entronnen, da stellt sich ihm die Frage ­ neues Leben oder altes? Eigentlich möchte er schleunigst die ungnädige Vergangenheit so weit wie möglich hinter sich lassen. Seinen Sohn will er wiedersehen und sich an dessen Nachwuchs erfreuen.

Der haftentlassene Ulrik möchte ein ganz normales Leben führen, wie es sich für einen in die Jahre gekommenen Gangster gehört. Er findet einen Job in einer Autowerkstatt, bekommt eine Topfpflanze geschenkt und verliebt sich in die Tochter vom sehr redseligen Chef. Eine verschrobene alte Dame gibt ihm Kost und Quartier und will als Gegenleistung lediglich auch ihren erotischen Appetit gestillt wissen. Einem ganz normalen Leben steht also eigentlich nichts mehr im Weg...

Wenn da nicht die offen gebliebenen Rechnungen wären. Sein Gangsterfreund Jensen bedrängt ihn, dort weiterzumachen, wo er einst aufgehört hat. Doch ganz so einfach gehen Familie und Verbrechen eben nicht zusammen.

Subtiler Humor, entwaffnendes Understatement, skurriler Charme ­ - die norwegische Komödie steht in der besten Tradition skandinavischen Kinos. Regisseur Hans Petter Moland gelang eine unwiderstehlich lässige und eloquente Komödie über ein Leben im Imperfekt in einer durch und durch rationalisierten Welt.

Details

Stellan Skarsgård, Bjørn Floberg, Gard B. Eidsvold, Jorunn Kjellsby, Jannike Kruse
Hans Petter Moland
Halfdan E
Philip Øgaard
Kim Fupz Aakeson
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ein recht netter Mann
    Ungewöhnliches Kino aus Norwegen. Ein Drama mit komödiantischen Facetten, die aber so unterkühlt daherkommen, dass man das Lachen vergisst, oft verpackt in zynische Bemerkungen. Inhaltlich ganz schön vollgestopft: ein Vater-Sohn Drama, ein Ex-Knacki zwischen zwei Frauen und ein Racheplan am Verursacher der Gefängnisstrafe. Hinzu kommen noch überraschende Wendungen, Großvaterfreuden und eine Abrechnung mit einem Kleinganoven. Das reglos, traurige Gesicht von Ulrik (Stellan Skarsgard) prägt die Atmosphäre des Films, der in einer trostlosen Welt spielt, in der es nur wortkarge ‘Ekelpakete‘ gibt oder wie es Ulriks Ex formuliert ‘Wir sind zwei alte Arschlöcher, die hoffen, dass sie nicht zum Pflegefall werden.‘ Und es geht mitunter hart zu in dieser Welt: ein Quicky ist ebenso emotionslos wie ein Kopfstoß oder Knochenbrechen.
    Am Ende kommt sogar noch etwas Spannung auf, trotz der ruhigen Bilderfolge mit langen wortlosen Passagen. Man wird wieder an den Titel erinnert, denn eigentlich ist Ulrik doch ein recht netter Mann – nicht einer von Welt.
    Nachdem er die Spuren seiner Tat verwischt hat, schaut er in den Himmel und sagt ‘Jetzt kommt er endlich, der Frühling.‘ Alles klar?! Hochwertige Unterhaltung.

  • ja geht so -1
    So unbekannte Filme, über Männer dieser Welt, der Film heißt ja „Ein Mann von Welt“ sind meistens so Arthouse Filme, Also Filme die ruhig sind, wo gute Schauspieler mitspielen, und die meistens langweilig sind. Filme über Frauen dieser Welt, Also über Lebensgeschichten von berühmten Frauen, sind meistens spannender, weil Frauen viel schlimmere Dinge erleben als Männer, was wirklich schade ist.

    Da war so 'ne Szene im Film wo Ulrik der Hauptdarsteller mit so einer alten Lady Sex hat, sie unten, er oben, so richtig natürlich, Frau mit Schamhaare wie der Schwarzwald, ein Bett dass aussieht wie in einem Obdachlosenhaus, sie reitet um schreit wie 'ne Kuh im Schlachthof, er liegt beteiligungslos oben, ja so richtig wie es in Millionen Haushalten ist wenn man mit seiner Freundin zusammen ist, oder mit seine Frau, noch ärger, wenn alles dann schon Routine wird. Die Szene erwähne ich deswegen weil sie so richtig glaubhaft, unhollywoodmässig ist, so richtig einfach ist, wie der ganze Film.

    Dieser ist wiederum nicht gerade sehr spektakulär, aber gut gespielt. Dass liegt Vielleicht an Stellan Skarsgård, der ist ja ein Mann wie ein Baum. Der norwegische Film aus 2010, der 4 Filme vor „Thor“ ins Kino eigentlich kommen sollte, aber heuer kam, in dem Film spielt der 1951 in Göteborg geborene Schauspieler der 1,91 Meter groß ist, einen Ex Knacki. Stellan hat in echt 2 Frauen, 7 Kinder, seine Ex Frau ist Ärztin. Sein bester Freund ist Peter Stormare, auch ein Schauspieler, von Natur aus ist Stellan so ein richtiger Naturbursche und er spielt oft in Thriller Filmen mit.

    Tja, ich glaube ich werde mal mit der Handlung vom Film beginnen. Also da spielt ja ULRIK, ein richtiger Bär, lange Haare, zu einem Zopf gebunden, Lederjacke, sehr authentisch, 60 Jahre alt. Er ist ein ruhiger Kerl, er redet wenig, er ist ein angenehmer Zeitgenosse und wer ihn reizt braucht auch keine Angst zu haben weil er kein Aggressiver Mensch ist der durchdreht, so eine Art Passiver ruhiger Kerl.

    Sein Boss ist JENSEN, ein Gangster leider. Und für den ist er in den Knast damals gegangen. Na Ja, hätte er ihn verraten wäre es nicht so gut für ULRIK gewesen. Doch ULRIK ist endlich aus dem Knast nach 12 Jahren draußen und wer meldet sich? JENSEN natürlich, der will noch einen kleinen Wunsch von ULRIK, der soll doch so nett sein und einen Typen umbringen. Dann lässt JENSEN ihn in Ruhe. Und zwar der Typ, der damals den Banküberfall von ULRIK und JENSEN verraten hat.

    ULRIK überlegt sich das Ganze und sagt zu, und nebenbei möchte er noch endlich ein normaler Mensch werden der nicht in Angst lebt, der ruhig bleibt, der nicht an den Knast denken muss und der einen neuen Weg einschlagen will, aber erst nach dem Mord. Er nimmt sich ein kleines Zimmer bei der Schwester von JENSEN, die ein bisschen bissig ist, aber das stört ihn nicht, denn sie kocht für ihn, und als Dank will sie Sex von ihm. Ein Gefallen den er nicht unbedingt erfüllen will aber es stört ihn nicht. KAREN MARGARETE ist so die richtige Proletenfrau, aber sie ist nett.

    etwas ruhig - 3
    Eines gefällt mir an Stellan, JENSEN bedroht ULRIK fast den Mord zu begehen oder so ähnlich, ja wenn ein Gangster was will da musst du halt dass machen sonst bist du einen Kopf kürzer, und irgendwie denke ich, wieso haut er den nicht zu Brei? Ja da vermisse ich die alten Bud Spencer Filme irgendwie. Der Schauspieler der JENSEN spielt hat mir gut gefallen, der wirkt sehr gefährlich und nicht so wie ein Gangster in Hollywood Filmen, nicht unnötig aggressiv sondern eher klug und gelassen aber doch gefährlich. Nein ich mag Schauspieler aus Norwegen.

    Wie gesagt, der Film ist nicht sonderlich spannend aber er bietet gute Darsteller und nach der Halbzeit so ungefähr einen guten Film. Ja er ist anspruchsvoll, nein er ist nicht irre spannend, er hat wenig Action, er hat sehr gute Darsteller, er ist ein kleiner Geheimtipp, er hat ein langweiliges Drehbuch manchmal, ist aber auch spannend es sind gute Leute dabei, der Film zeigt Menschen wie sie sind, er ist nicht übel und ein Film den man selten so noch gesehen hat. Ja er ist gut aber mir hat er nicht sonderlich gefallen.

    77 von 100 Punkten.

    gut gespielt - 2
    In der Zwischenzeit findet ULRIK einen Job in einer Autowerkstatt, aber nur unter der Bedingung wenn er keinen Sex mit irgendeiner Frau dort hat. Aber dass ist gar nicht so einfach, denn MARETE die Tochter vom Boss der Autowerkstatt findet ihn irgendwie schnuckelig. So stark wie er ist, so ruhig, so väterlich. So erfahren. Blöd ist nur dass sie sich in ihn verliebt.

    Und zu allem Überfluss kommt noch die Ex Frau von ULRIK zu ihm, denn sie hat sich ja scheiden lassen als er im Knast war, doch ist sie jetzt irgendwie zu der Einsicht gekommen dass sie einen Fehler gemacht hat und verliebt sich erneut in ihn. Und das führt zu dem Schluss dass er auch Sex mit der Ex hat. Tja, wäre gar nicht so übel, nur hat er jetzt 3 Frauen die voneinander nichts wissen sollten.

    Zu allem Überfluss platzt noch JENSEN in sein Leben, der will endlich nen Toten sehen. Und da muss sich ULRIK entscheiden und das ist nicht so einfach denn er kommt immer mehr zu dem Schluss dass er eigentlich seine Ruhe haben möchte. Ich schätze am liebsten wäre ihm dass er in einem Wald Leben würde, wo er nichts hat außer Natur.

    Der Regisseur Hans Petter Moland hat sich für den Film entschieden weil er eben Norweger ist, weil dort oben in Norwegen Filme gemacht werden die eben ruhig sind, die eben Charaktere liefern wie man sie in Hollywood nicht sieht, so richtig ohne Kitsch, ohne Pomp, ohne viel Action, hauptsächlich mit einer Prise Schauspielkunst.

    Anfangs denkt man sich, he was ist dass für ein Käse, ein langweiliger Film, aber im Laufe der Handlung wird klar, dass hier eigentlich ein künstlerisches Projekt vorliegt. Ulrik spielt seine Rolle sehr gut, Also Stellan als Ulrik, er ist meiner Meinung nach sehr authentisch. Man merkt, hier ist einer der aus dem Knast kommt und eine Ruhe haben möchte. Keiner der am Racheweg ist, keiner der am Kriegspfad ist, der 'ne Pumpgun mit Laserzielfernrohr hat, mein einfach ein Mensch der seine Ruhe haben möchte.

    Ich weiß zwar nicht wo der Film eine Komödie war, ja er hat nette Szenen aber von Komödie wie man hörte und las ist da nichts zu sehen. Der Film ist übrigens der 3. Film mit dem gleichen Regisseur. Was den Film meiner Meinung nach - und ich sage dass nicht um den Film schlecht zu machen - fehlt ist einfach dass lustige Drehbuch dass der Autor Kim Fupz Aakeson meiner Meinung nach eher zu bierernst und ruhig geschrieben hat.

    Wer meiner Meinung nach im Film sehr gut wegkommt ist die Schauspielerin Jorunn Kjellsby, die dass Sexhäßchen spielt, die Vermieterin, die ist hässlich, sie ist einfach, sie ist alt, so 'ne richtige Norwegerin halt. Einsame Gegend, einsame Frauen, und ein Land wo es keine Parfümerien oder H & M Häuser gibt. Ja Norwegen ist halt so richtig öde, trist, nass, kalt, verschneit und ein Land voller ruhiger Männer die irgendwie wohl einen komischen Humor haben. Ich habe ihn nicht entdeckt.

    Ob ich jetzt den Film so empfehlen kann? Ja sicher, wer auf ruhige einfache Filme steht mit guter Handlung, die nicht sonderlich spannend ist aber auch nicht so übel ist, wer gute Schauspieler mag und sich wirklich in den Film einfühlen möchte, wer auf Filme ohne viel Action steht und ohne große Rollen, große Darsteller und viel Haudraufaction oder sonstige Komik, Schenkel Klopfer Spaß oder sonst was, ja der ist hier bestens beraten. Meiner Meinung nach wird der Film erst interessant als er dem Ex Boss JENSEN sagt, dass er den Mord nicht begeht und ihm das Geld zurückgibt.