Eine dunkle Begierde

 USA 2010

A Dangerous Method

Drama 11.11.2011 93 min.
6.50
Eine dunkle Begierde

Der Film gewährt Einblicke in die konfliktreiche Beziehung zwischen dem jungen Psychiater C. G. Jung, seinem Mentor Sigmund Freud und der psychisch instabilen Sabina Spielrein.

Unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges bilden die Städte Zürich und Wien die Szenerie für eine düstere Geschichte sexueller und intellektueller Erkenntnisse. Abgeleitet von wahren Begebenheiten, gewährt der Film einen Einblick in die turbulente Beziehung zwischen dem jungen Psychiater Carl Gustav Jung (Michael Fassbender), seinem Mentor Sigmund Freud (Viggo Mortensen) und Sabina Spielrein (Keira Knightley), der psychisch gestörten aber wunderschönen jungen Frau, die zwischen den beiden Männern steht. Zu dieser explosiven Mischung gesellt sich Otto Gross (Vincent Casseb| ein Patient mit dunklem Charakter, der entschlossen ist Grenzen zu überschreiten. In dieser Entdeckung der Sinneslust bilden Ehrgeiz und Betrug den Rahmen für einen tiefgreifenden Wandel, bei dem Jung, Freud und Sabina zueinander finden, sich wieder trennen und das moderne Denken sich für immer verändert

Details

Viggo Mortensen, Michael Fassbender, Keira Knightley, Vincent Cassel u.a.
David Cronenberg
Howard Shore
Peter Suschitzky
Christopher Hampton
UPI

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ein Wunder, ein Wunder
    Regisseur Cronenberg strapaziert die Zuschauer mit langen Fachsimpeleien. Aber was kann man schon beim Thema Freud - C.G. Jung erwarten. Wenn sich zwei Koryphäen dem Thema der Psychoanalyse von verschiedenen Seiten nähern, geht es um ‘Übertragung‘, ‘Unterdrückung der Lust‘ oder um die Behandlung von sexuellen Zwangsneurosen. Dieser Gedankenaustausch findet hier nun mal in Dialogen statt. Damit es nicht gar zu theoretisch wird, ist noch Jungs Privatleben mit Ehefrau Emma (Sarah Gadon) und der Geliebten, Fräulein Spielrein (Keira Knightley) eingebaut, die hier ihre reifste schauspielerische Leistung abliefert. Die Darstellung ihrer Zwangsneurose geht bis an die Schmerzgrenze. So einen verzerrten Gesichtsausdruck kennt man von ihr sonst nicht. Als Kontrast dazu ist Emma ständig schwanger und ungewöhnlich liberal.
    Neben Traumdeutungen geht es in den Gesprächen mit Siegmund Freud (Viggo Mortensen) auch um den Zusammenhang von Sexualtrieb und Todestrieb. Der Heilungsprozess von Fräulein Spielrein zur ebenbürtigen Kollegin von C.G. Jung ist nicht leicht nachvollziehbar. Es wird der Eindruck erweckt, als ob der Psychoanalytiker den Rat des Kollegen Groß (Vincent Cassel) beherzigt hätte ‘Gehe nie an einer Oase vorbei, ohne zu trinken.‘ Alle Neurosen seien sexuellen Ursprungs bzw. deren Unterdrückung. Kein Wunder also, dass Fräulein Spielrein von C.G. Jung (Michael Fassbender ) geheilt wird, weil er die Matratzen-Praxis anwendet. Später promoviert sie sogar darüber und bleibt zeit Lebens seine einzige große Liebe.
    Die Psychoanalyse bleibt hier ein oberflächliches Konstrukt bezüglich ‘einer dunklen Begierde‘. Der Originaltitel spricht von einer ‘gefährlichen Methode‘. Davon spürt man wenig. Hier fährt der Zug eher in Richtung ‘Lourdes‘.

  • schwerere Kost!
    Packender Film vom Anfang bis zum Schluß. Keira Knightley spielt ausgezeichnet -sehr ausdrucksstark und hat mir am besten gefallen. Gesichtsausdruck tolle schauspielerische Leistung. Ihre Tailie ! - magersüchtig?
    Wer sich interessiert für Psychiater und deren Umfeld ein spannender Film. Freud ist nach meinem Geschmack etwas zu zurückhaltend und zu wenig schwierig dargestellt.

  • unglaublich schlecht
    selten so einen schlechten film gesehen.
    kann gewinnt den eindruck, als hätten sich weder schauspieler noch regisseur für den film interessiert. der österreichbezug typisch amerikanisch (schlecht) und wirkt aufgesetzt.

    schade für die 93 minuten.

    ambivalent
    der film basiert auf einem theaterstück und das merkt man allzu deutlich. es gibt wenig bildsprache, alles scheint einer hörspielhaften dramaturgie zu folgen. die kamera ist nüchtern und beschränkt sich darauf, leute beim sprechen abzulichten. von einem kinofilm kann man wirklich mehr verlangen!

    auf der anderen seite ist es aber der stoff selbst, der die geschichte trägt. das schicksal der vier personen ist schlicht und einfach rasend interessant, ungeachtet jeder erzählweise. und die darstellerische leistung ist bis in die kleinste nebenrolle einfach großartig (vincent cassel als dr. groß!). ein film für leute, die keinen schnickschnack brauchen und einfach nur in die gesichter der schauspieler versinken wollen.