Eine ganze Nacht

 F/Belgien 1982

Toute une nuit

Drama 90 min.
7.00
film.at poster

Eine Enzyklopädie der Sehnsüchte, eine Recherche über die Gesten des Begehrens und Verwehrens, v. a. aber ein Versuch, gegen das Gefühl der Entfremdung und Verein-samung anzufilmen.

Eine Frau überlegt, ob sie ihren Liebhaber anrufen soll, fährt aber lieber gleich zu ihm. Eine jüngere Frau sitzt mit zwei Männern im Bistro, raucht vor sich hin und soll sich für einen entscheiden. Ein Mann und eine Frau fallen sich plötzlich in die Arme, während sie auf ihren Liebhaber, er auf seine Geliebte wartet. Eine Frau packt heimlich ihren Koffer, flieht vor der Ehe in die Nacht, kehrt still heim, bevor der Gatte erwacht. Erzählt wird keine dieser Geschichten, da sie nicht wichtig sind. Akerman geht es allein um diese Augenblicke, (Kipp-)Momente, Entscheidungen - Möglichkeiten zu Brüchen mit dem Dasein, also darum, dass alles auch anders sein kann. Toute une nuit ist eine Enzyklopädie der Sehnsüchte, eine Recherche über die Gesten des Begehrens und Verwehrens, v. a. aber ein Versuch, gegen das Gefühl der Entfremdung und Verein-samung anzufilmen, das Akermans Schaffen bis dato so drastisch dominierte. (R.H. - Filmmuseum)

Details

Aurore Clément, Natalia Akerman, Paul Allio, Jacques Bauduin, Tchéky Karyo
Chantal Akerman
Gustav Mahler
Caroline Champetier, François Hernandez, Mathieu Schiffman
Chantal Akerman

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