Eine französische Hochzeit

 Frankreich 2004

Mariages!

Komödie 97 min.
film.at poster

Noch ehe sie sich ihr Ja-Wort geben können, sind Braut und Bräutigam bereits wieder geschieden .

Johanna (Mathilde Seigner) und Benjamin (Alexis Loret) wollen auf dem Weingut ihrer Mutter Gabrielle (Miou-Miou) heiraten. Doch das Fest steht unter keinem guten Stern. Die Brauteltern streiten sich über die Finanzierung der Feier, und Trauzeuge Alex (Jean Dujardin), Benjamins bester Freund, hat die Trauringe verloren. Außerdem ertappt Alex seine Frau dabei, wie sie ihn mit einem Arzt betrügt - worauf der Eklat gerade noch abgewendet werden kann.

Doch als die Braut erfahren muss, dass ihr Zukünftiger in der Nacht zuvor von einem Transvestiten verführt wurde, ist das Maß voll. Noch ehe sie sich ihr Ja-Wort geben können, sind Braut und Bräutigam bereits wieder geschieden ...

Details

Mathilde Seigner, Jean Dujardin, Miou-Miou, Didier Bezace, Lio, Antoine Duléry, Alexis Loret u.a.
Valérie Guignabodet
Valérie Guignabodet

Kritiken

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  • Eine französische Hochzeit

    Es beginnt mit vielen Sinnsprüchen, die eigentlich gegen die Ehe sprechen wie zum Beispiel ¿Eine Ehe ist wie eine belagert Festung: die, die drin sind wollen raus und die, die draußen sind, wollen rein¿oder ¿Die Frau weint vor der Ehe, der Mann danach.¿
    Die Hochzeitsgäste, d.h. die engsten Familienangehörigen treffen ein, die letzten Vorbereitungen werden getroffen und schnell wird klar, wer mit wem in der Verwandtschaft wen betrügt. Hier im Hintergrund ist eine Olympiade der Seitensprünge abgelaufen. Das geschieht aber mit so viel Witz und mediterraner Leichtigkeit, dass die Stimmung darunter nicht leidet.
    Alles, was gesagt werden muss, kommt zur Sprache: die Elternpaare ¿ besonders locker Miou Miou als Mutter der Braut ¿ besprechen z.B. den Finanzrahmen: als der Blick der Schwiegermutter auf die Ausgaben für Blumen fällt, kommt die Frage an Miou Miou ¿Habt ihr gleich euren ganzen Garten mitrenovieren lassen?¿ Natürlich geht auch einiges schief: erst in der Kirche stellt der Bräutigam fest, dass die Eheringe fehlen¿ Beim Hochzeitsschmaus nimmt die Tragikomödie erst richtig Fahrt auf: es gibt blutige Nasen, eine Bedrohung mit einem Jagdgewehr soll der Wahrheitsfindung dienen, ein lauter, und ein stürmischer Liebesakt wird per Babyphon übertragen. Schließlich tanzt am frühen Morgen der Bräutigam mit einem Transvestiten, der ihn angeblich bei seinem Junggesellenabschied am Tag zu vor noch sexuell erleichtert hat. Und als es endlich zu dem wundervollen Happy End kommt, wissen fast alle, was sie falsch gemacht haben und werden wohl versuchen ¿ zwar noch mit etwas Katzenjammer ¿ die alten Fehler zu vermeiden.
    Also doch kein Anti-Ehefilm. Die Kinder der 68er sind bürgerlich geworden, organisieren Hochzeitsparties und beruhigen damit ihr Gewissen, denn ¿die Freiheit vertilgt die schlechten Ehen, aber nährt die große Liebe.¿