Eine Frau in der Gefahrenzone

Hijôsen no onna

1933

Drama

Min.100

Eine Frau arbeitet als Bürokraft, lebt aber mit dem Anführer einer Bande von Kleinkriminellen zusammen. Als der sich für die Schwester eines Studenten interessiert, der sich der Bande angeschlossen hat, greift die Frau ein und beschließt, ihren Freund auf den rechten Weg zurückzuführen - um jeden Preis. Ein Ozu-Gangsterfilm, sichtlich inspiriert von der damaligen Hollywood-Hochblüte des Genres, zugleich eine virtuose Verfeinerung seines Stils, nicht zuletzt im idiosynkratischen Umgang mit Objekten: Wie in Die Frau jener Nacht zeigt sich dabei der Einfluss des Piktorialisten Josef von Sternberg im dichten Arrangement von Dekor und Figuren, der Ton ist dunkler als in Fröhlicher Spaziergang. Der Umgang mit visuellen Mustern, die Verwendung von Licht und Glasflächen - Ozu dreht in stilisierten Studiobauten und an echten Schauplätzen - ist ebenso brillant wie das Timing des Schnitts: Im packenden langen Finale liefert Ozu ein imposantes Kabinettstück der Kombination dieser Elemente. (C.H.)

Am Klavier: Elaine Brennan am 30.1.

IMDb: 7.2

  • Schauspieler:Tanaka Kinuyo, Oka Jôji, Mizukubo Sumiko, Mitsui Hideo, Ryû Chishû

  • Regie:Ozu Yasujirô

  • Kamera:Mohara Hideo

  • Autor:Tadao Ikeda nach einer Erzählung von James Maki (i.e. Ozu)

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