El Bonaerense

 Argentinien/Chile 2002
Independent 
film.at poster

Zapa arbeitet als Schlosser in einem argentinischen Dorf. Sein zwielichtiger Chef überredet ihn zu einem schlecht geplanten Coup, der prompt schiefgeht. Zapa muss in den Slums von Buenos Aires untertauchen und schließt sich, auf den Rat seines Onkels, eines ehemaligen Polizisten, hin, der berüchtigtsten Polizeitruppe Argentiniens an. Zapa wird ein Bonaerense. Er ist plötzlich konfrontiert mit einem Machtgefüge aus Vetternwirtschaft, Ungerechtigkeit und Korruption und lernt viel zu schnell, wie man selbst von den Umständen profitiert. El Bonaerense will weder Thriller noch Moralstück sein, will weder verurteilen noch bewerten. Er ist vielmehr ein eindringlicher Film über einen Mann, der verzwiefelt einen Ausweg sucht. Man stelle sich Training Day ohne das Blutvergießen vor und mit dem Schauplatz B.A. (Buenos Aires) statt L.A.: Das ist der Ausgangspunkt für El Bonaerense, den zweiten Film des talentierten argentinischen Regisseurs Pablo Trapero, der vor einigen Jahren mit seinem Low-Budget-Debüt Mundo grúa bei den Festivals der Welt Aufsehen erregte. Nun beweist er, dass dieser Erfolg keine Eintagsfliege war. El Bonaerense ist noch besser. Trapero wirft einen sehr kritischen Blick auf einen naiven jungen Mann aus einer Provinzkleinstadt, der sich der notorischen Bonaerense, der Polizeitruppe von Buenos Aires, anschließt. Der Film ist aber weniger ein Thriller über Polizeikorruption als vielmehr eine Studie über betrogene Unschuld, obwohl seine Einsichten in das argentinische Polizeisystem ziemlich erschreckend sind. Gedreht in harschen, brutalen Farben, zeichnet El Bonaerense ein wenig schmeichelhaftes Bild von Buenos Aires und seiner Polizei, die tief verstrickt ist in Trunksucht, Brutalität, Gewaltexzesse und Korruption. Trotzdem ist es nicht Ziel des Films, etwas auzfzudecken; er zeichnet ausschließlich die Reise seines sehr glaubhaften Helden durch eine entfremdete und feindselige Welt nach. (David Stratton)

Details

Jorge Roman (Zapa), Darío Levy (Gallo), Mimí Ardúh (Mabeb| Hugo Anganuzzi (Polaco), Víctor Hugo Carrizo (Molinari), Graciana Chironi (Zapas Mutter)
PABLO TRAPERO
Damas Gratis
Guillermo Bill Nieto
Pablo Trapero
Wild Bunch 47, rue Dumont dUrville 75116 Paris, Frankreich T 1 71 76 10 00 vmaraval@studiocanal.com

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