Elling

 Norwegen 2001
Independent, Tragikomödie 90 min.
7.60
Elling

Die Geschichter zweier liebenswerter Typen, die voller Skurillität in das Abenteuer "Normalität" starten.

Elling (Per Christian Ellefsen) und Kjell Bjarne (Sven Nordin) sind die Helden - Blutsbrüder eben, wie der Titel der Romanvorlage von Ingvar Ambjørnsen sie treffend bezeichnet - in dieser liebenswert-skurrilen Geschichte über das große Abenteuer "Normalität".

Als Zimmergenossen lernen sie sich in der psychatrischen Einrichtung von Brøynes zuerst kennen - und später dann auch schätzen. Elling, Muttersöhnchen - wie er selber sagt - und heimlicher Verehrer der norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Bruntland und Kjell Bjarne, der eigentlich nur zwei Ziele verfolgt - und das durchaus mit stoischer Konsequenz: Essen und endlich, endlich Sex mit einer Frau haben. In der Psychatrie sind geeignete Frauen schwer aufzutreiben und so verkürzt Elling ihm die Wartezeit mit höchst phantasievollen, wüsten, orgiastischen Geschichten aus seiner eigenen "reichhaltigen Erfahrung"...

Nach zwei Jahren ist es plötzlich soweit! Elling und Kjell Bjarne sollen ins sogenannte "reale" Leben entlassen werden. Nach Oslo! Dort bekommen sie eine Wohnung und den Sozialarbeiter Frank Åsli (Jørgen Langhelle) zur Seite gestellt. Nun sollen sie sich des in sie gesetzten Vertrauens als würdig erweisen. Ansonsten warte da schon eine lange Schlange von anderen Leuten, sagt Frank Åsli, der klare Absprachen verlangt. Gar nicht so einfach, das mit den Absprachen und dem normalen Leben, zumal wenn schon das Telefonieren, das Einkaufen und überhaupt das Verlassen der Wohnung für Elling unüberwindbare Hindernisse darstellen. Es gibt eben die einen, die wandern auf Skiern zum Südpol und die andern, die schaffen nicht einmal den Weg quer durchs Restaurant aufs Klo...

Doch dann liegt am Weihnachtsabend eine Frau im Treppenhaus. Für Kjell Bjarne die Chance seines Lebens und Elling entdeckt unversehens seine Berufung zum anonymen Sauerkraut-Poeten ,E'. Nun müssen die beiden alles geben, was sie können... und vielleicht noch ein bisschen mehr. Und mit einem Mal ist das "reale" Leben nicht mehr ein Hindernis, sondern ein mächtig gewaltiges Abenteuer.

Details

Per Christian Ellefsen, Sven Nordin, Marit Pia Jacobsen ua.
Petter Næss
Lars Lillo Stenberg
Svein Krøvel
Axel Hellstenius / Ingvar Ambjørnsen
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • simpelthen fantastisk!!!
    war ohne scheiß ein echt bezaubernder film!!! außerdem hab ich noch nie zuvor bewusst norwegisch gelauscht....zuckersüße sprache!!!!!
    stimmt der is ab 16......find ich keinen plausiblen grund dafür!

  • warum ab 16?
    ich hätte eine frage: mich interessiert es, warum dieser film erst für 16 jahre freigegeben ist?! würde den film gerne sehen, bin aber erst 14...sind da "schlimme" szenen oda wie isn das?
    kommt bei der kurzen vorstellung nicht so heraus.
    best wishes ANna

  • ...sehenswert
    ...wiederum ein Film, wo's deutlich menschelt,
    und es nicht schwer fällt, die "Helden" von Anbeginn ins Herz zu schliessen.

  • Etwas langweilig
    Elling



    Also da gibt¿s mal einen Roman, der ist aus Norwegen von einem Norwegischen Schriftstellerschreiberling.
    ELLING und KJELL BARNE sind Freunde. Sie sind beide in einer psychiatrischen Klinik, und die liegt am Arsch der Welt, in Brøynes dort wo die Doofen Ihr Leben fristen. ELLING ist ein Muttermauerblümchensöhnchen wie bei ¿ Tanguy ¿ und steht auf den norwegischen Ministerpräsidententypen
    Gro Harlem Bruntland und sein ganzes Leben ist danach ausgerichtet. KJELL ist wiederum der Denker, er denkt an die wichtigen Dinge des Lebens. An Fressen, an Ficken, an Bumsen, und an Vögeln, und er will endlich ne Alte flachlegen. Puff gibt¿s keinen in dem Kaff, aber seine Träume sind da. Endlich sein U ¿ Boot versenken das wäre doch was. Nun ist es halt schwer in der Psychiatrie ne Alte aufzugabeln, die nicht blöd ist, oder sich von Aliens verfolgt fühlt die Ihr ne Grille in den Anus schieben, um sie dann von Innen mit nem U ¿ Boot zu erforschen, und die was frei sind, sind entweder 80 Jahre alt und haben keine Zähne, für Oralsex also recht gut geeignet wenn man blind ist, oder sie sind einfach irre, und haben zu gute Zähne halt, auch für einige Dinge nicht so gut geeignet. Aber eine wirklich normale Frau zu finden, die nett ist, die sich um KJELL sorgt, die ihn auch liebt, denn das 1. x soll für ihn schon ne Feier sein, das ist halt ziemlich schwer. Also erzählt ELLING im dauernd von seinen Sex Erlebnissen. Die Folge ? Ein verschlossenes Klosett, 200 x am Tag. 2 Jahre vergehen und die beiden werden nach Oslo in eine Wohnung entlassen, wo sich dann der Sozialarbeiter ÅSLI kümmert.
    Aber da müssen sie sich erst mal das Vertrauen von ihm holen, und die einfachen Anweisungen von Klobesuchen bis über Einkaufen und Telefonieren ist einfach irre schwer. Dann ist es Weihnachten und was passiert ? Eine Frau liegt auf der Treppenstiege vor der Wohnung, KJELL entdeckt sie, die Chance seines Lebens scheint gekommen zu sein, und ELLING wird Schriftsteller, endlich. Nur ist das ganze Leben viel schwerer als sie sich beide vorgestellt haben. Das wirklich reale Leben.
    Das Ding da draußen im Kino wo man Popcorn auf die Leinwand schmeißt, und dann draufkommt, es war doch kein Popcorn, sondern nur die Hydrosteinchen von der Pflanze die man gerade mithatte, weil man keine Zeit hatte sie zu Hause abzuliefern, und dann muß man wiederum schnell sein, denn der Billiardeur hat dagegen etwas, wenn Leute einfach was in der Gegend herumschmeißen. Gebrauchte Kondome und Damenbinden eingeschlossen. Na ja die Gebrauchten Dinge sind halt nicht so gut zum schmeißen. Jedenfalls ist der Film fade. Er ist nicht gerade der spannendste, und ist auch nicht der beste, die Leute spielen gut, ansonsten ist das wie eine Direkt to Video Produktion, oder so ein Dogma Film halt ohne die meisten Dogma Dinger. Irgendwie sehr realistisch und gut umgesetzt, weil der übliche Pathos fehlt, und das ganze ist halt auf 90 Min. zusammengekürzt. In Norwegen ist der Film ziemlich gefeiert worden. Das ganze ist auch deswegen gut, weil die Geschichte so funktioniert, das Außenseiter einfach ins rechte Licht der Öffentlichkeit gelenkt werden, damit niemand auf die Idee kommt auf sie herabzusehen. Das ganze erinnert mich an ¿ Einer flog übers Kuckucksnest ¿ während
    ¿ Männerwirtschaft ¿ Spiegeleier kocht. Ansonsten für intelligente Leute die selten ins Kino gehen und Buchverfilmungen mögen ist der Film sicher gut geeignet. Sonst auch lustig, aber nicht so mein Fall.

    Irgendwie kriegt er doch ne gute Bewertung finde ich, da die Geschichte einfühlsam ist.

    68 von 100