Elling - Nicht ohne meine Mutter

 Norwegen 2003

Mors Elling

Komödie 13.08.2004 78 min.
5.90
Elling - Nicht ohne meine Mutter

Elling macht zum ersten Mal Urlaub. Er soll lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Aber der kauzige Klugscheißer bleibt stur: "Nicht ohne meine Mutter!"

Eines Tages wird er von der Mama mit Flugtickets nach Mallorca überrascht. Sie möchte, dass ihr Junge endlich andere Menschen kennen und auf eigenen Beinen stehen lernt.

Für den etwas seltsamen Sohn ist diese Reise jedoch eine Zumutung. Er weist das Angebot der Mutter brüsk zurück, besinnt sich aber nach einigem Nachdenken auf die möglichen Annehmlichkeiten einer solchen Abwechslung.

Aber wie von dem notorischen Schwarzseher vorausgeahnt, ist schon die Anreise eine Tortur. Der Blutfluss aus einer Rasier-Wunde lässt sich nicht stillen. Mitreisende setzen sich ungebeten an ihren Tisch. Wildfremde Menschen reden auf ihn ein. In der Passkontrolle wiederum will ihm keiner zuhören. Beim Check-In nach der Bordkarte gefragt, weiß er nicht, wovon die Rede ist.
Immerhin landet er sicher auf der Insel.

Doch auf Mallorca ergeht es ihm noch schlimmer. Erst verweigert ihm die Reiseleitung einen eigenen Zimmerschlüssel. Dann gerät er ins Visier eines besoffenen Touristen. Dessen Frau verwirrt ihn mit ihren üppigen Formen. Und als er endlich am sonnigen Strand liegt, findet er sich umzingelt von Urlauberinnen mit nackten Brüsten. Panisch stellt er fest, dass selbst die kühlen Wellen des Mittelmeers gegen die unübersehbaren Folgen in seiner Badehose nicht helfen.
Als er schließlich in dem mit der Mutter zu teilenden Hotelzimmer nur ein Doppelbett vorfindet, ist er endgültig fertig mit der Welt ...

In der Vorgeschichte zu "Elling", begleiten wir Elling und seine Mutter auf einer Reise nach Mallorca, die mehr als ungewöhnlich verläuft und für Elling eine echte Prüfung wird. Das wird sie aber auch für seine Umgebung, wenn er sie aufgrund seiner schwachen sozialen Antennen immer wieder mit seinen absurden und bisweilen brüskierenden Aktionen und Reaktionen traktiert. Wir erleben ihn hochnäsig und störrisch, hektisch und aggressiv, abweisend und unnahbar gegenüber Fremden oder Menschen, die nicht in sein Bild passen.

Details

Per Christian Ellefsen,Grethe Nordra,Helge Reiss
Eva Isaksen
Lars Lillo Stenberg
Rolv Håan
Axel Hellstenius
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Kritiken

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User Kritiken

  • habe schon besseres gesehen
    Elling


    Also da gibt¿s mal einen Roman, der ist aus Norwegen von einem Norwegischen Schriftstellerschreiberling.
    ELLING und KJELL BARNE sind Freunde. Sie sind beide in einer psychiatrischen Klinik, und die liegt am Arsch der Welt, in Brøynes dort wo die Doofen Ihr Leben fristen. ELLING ist ein Muttermauerblümchensöhnchen wie bei ¿ Tanguy ¿ und steht auf den norwegischen Ministerpräsidententypen
    Gro Harlem Bruntland und sein ganzes Leben ist danach ausgerichtet. KJELL ist wiederum der Denker, er denkt an die wichtigen Dinge des Lebens. An Fressen, an Ficken, an Bumsen, und an Vögeln, und er will endlich ne Alte flachlegen. Puff gibt¿s keinen in dem Kaff, aber seine Träume sind da. Endlich sein U ¿ Boot versenken das wäre doch was. Nun ist es halt schwer in der Psychiatrie ne Alte aufzugabeln, die nicht blöd ist, oder sich von Aliens verfolgt fühlt die Ihr ne Grille in den Anus schieben, um sie dann von Innen mit nem U ¿ Boot zu erforschen, und die was frei sind, sind entweder 80 Jahre alt und haben keine Zähne, für Oralsex also recht gut geeignet wenn man blind ist, oder sie sind einfach irre, und haben zu gute Zähne halt, auch für einige Dinge nicht so gut geeignet. Aber eine wirklich normale Frau zu finden, die nett ist, die sich um KJELL sorgt, die ihn auch liebt, denn das 1. x soll für ihn schon ne Feier sein, das ist halt ziemlich schwer. Also erzählt ELLING im dauernd von seinen Sex Erlebnissen. Die Folge ? Ein verschlossenes Klosett, 200 x am Tag. 2 Jahre vergehen und die beiden werden nach Oslo in eine Wohnung entlassen, wo sich dann der Sozialarbeiter ÅSLI kümmert.
    Aber da müssen sie sich erst mal das Vertrauen von ihm holen, und die einfachen Anweisungen von Klobesuchen bis über Einkaufen und Telefonieren ist einfach irre schwer. Dann ist es Weihnachten und was passiert ? Eine Frau liegt auf der Treppenstiege vor der Wohnung, KJELL entdeckt sie, die Chance seines Lebens scheint gekommen zu sein, und ELLING wird Schriftsteller, endlich. Nur ist das ganze Leben viel schwerer als sie sich beide vorgestellt haben. Das wirklich reale Leben.
    Das Ding da draußen im Kino wo man Popcorn auf die Leinwand schmeißt, und dann draufkommt, es war doch kein Popcorn, sondern nur die Hydrosteinchen von der Pflanze die man gerade mithatte, weil man keine Zeit hatte sie zu Hause abzuliefern, und dann muß man wiederum schnell sein, denn der Billiardeur hat dagegen etwas, wenn Leute einfach was in der Gegend herumschmeißen. Gebrauchte Kondome und Damenbinden eingeschlossen. Na ja die Gebrauchten Dinge sind halt nicht so gut zum schmeißen. Jedenfalls ist der Film fade. Er ist nicht gerade der spannendste, und ist auch nicht der beste, die Leute spielen gut, ansonsten ist das wie eine Direkt to Video Produktion, oder so ein Dogma Film halt ohne die meisten Dogma Dinger. Irgendwie sehr realistisch und gut umgesetzt, weil der übliche Pathos fehlt, und das ganze ist halt auf 90 Min. zusammengekürzt. In Norwegen ist der Film ziemlich gefeiert worden. Das ganze ist auch deswegen gut, weil die Geschichte so funktioniert, das Außenseiter einfach ins rechte Licht der Öffentlichkeit gelenkt werden, damit niemand auf die Idee kommt auf sie herabzusehen. Das ganze erinnert mich an ¿ Einer flog übers Kuckucksnest ¿ während
    ¿ Männerwirtschaft ¿ Spiegeleier kocht. Ansonsten für intelligente Leute die selten ins Kino gehen und Buchverfilmungen mögen ist der Film sicher gut geeignet. Sonst auch lustig, aber nicht so mein Fall.
    Irgendwie kriegt er doch ne gute Bewertung finde ich, da die Geschichte einfühlsam ist.

    68 von 100

    Re:habe schon besseres gesehen
    der vorliegende kommentar gilt dem film elling, und nicht elling-nicht ohne meine mutter. wenn man das nicht weiss, kann man durch die beschreibung der handlung etwas durcheinander geraten.

    für mich war elling das kinohighlight des letzten jahres. ein sensibler film der mit der thematik aussenseiter sehr gut umgegangen ist. ...keine erhobenen zeigefinger, keine überzogenen moralthesen! einfach nur zwei leute die trotz ihrer vielfältigen handicups ihr leben meistern müssen, und dies auf ihre art auch schaffen. sie feiern ihre kleinen siege und können in der welt der "anderen perfekten menschen" auch mitleben.

    ich habe mich selten so gut amüsiert und gleichzeitig soviel nachdenklichkeit verspürt.

    die zwei hauptdarsteller waren unheimlich authentisch und obwohl ich den film auf norwegisch und mit untertiteln gesehen habe hat dies dem genuss keinen abbruch getan.