Endstation Schafott

 F/I 1973

Deux hommes dans la ville / Due contro la città

Drama, Krimi 90 min.
7.40
Endstation Schafott

Verzweifelt kämpft der Sozialarbeiter Germain Cazeneuve (Jean Gabin) um das Leben eines zum Tode Verurteilten.

Der Ex-Bankräuber Gino Strabliggi (Alain Delon) wird auf Bewährung entlassen und baut sich trotz herber Rückschläge mühevoll eine neue Existenz auf.

Er lernt die hübsche Bankangestellte Lucie (Mimsy Farmer) kennen, an deren Seite die Zukunft ihm zunächst eine Chance zu geben scheint.

Doch der ehrgeizige Kriminalpolizist Goitreau (Michel Bouquet) glaubt nicht an Ginos Läuterung und lässt so lange nicht von ihm ab, bis ein provozierter Rückfall alle guten Vorsätze zunichte macht.

Verzweifelt kämpft der Sozialarbeiter Germain Cazeneuve (Jean Gabin) um das Leben des daraufhin zum Tode Verurteilten, doch die perfekt funktionierende Maschinerie der Justiz ist nicht mehr aufzuhalten.

Details

Jean Gabin, Alain Delon, Mimsy Farmer, Michel Bouquet, Ilaria Occhini, u.a.
José Giovanni
Philippe Sarde
Jean-Jacques Tarbès
José Giovanni, Gianfranco Clerici

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Oberflächlich schuldig
    Unter den zahllosen Gerichtsthrillern fällt hier die Sichtweise aus dem Rahmen: ein Ex-Knacki (Alain Delon) zwischen integrativer Sozialarbeit (Jean Gabin) und schikanöser Überwachung durch einen von Vorurteilen getriebenen Kommissar (Michel Bouquet), der ihn so heftig und so lange piesackt, bis er ausrastet. Hier gibt es nicht nur Action um der Action willen, sondern hier werden Sinnfragen gestellt. Gibt es den geborenen Verbrecher? Darf man nicht nur das Verbrechen an sich beurteilen, sondern muss man nicht auch seine Ursachen mit heranziehen? Und klafft da nicht die ewige Lücke zwischen Recht und Gerechtigkeit? Mildernde Umstände werden in ihr Gegenteil verkehrt und unmenschliche Zustände im Strafvollzug angeprangert. Zwei emotionale Tupfer beeindrucken besonders: am Anfang die ersten Schritte in die Freiheit. Da wird es dem Entlassenen fast schwindelig und am Ende der Gang zur titelgebenden Guillotine; fast wortlos und ohne Kommentar. Das System wird der Lächerlichkeit preisgegeben, wenn Geschworene einschlafen und der Richter Kreuzworträtsel löst.
    Ein Gangsterdrama, das einen von der Erzählweise her menschlich berührt und schauspielerisch überzeugt, vor allem Alain Delon und das natürlich die Todesstrafe verurteilt. Spannung mit Tiefgang also, anspruchsvoll und gut gemacht.