Ernst Thälmann - Führer seiner Klasse

 DDR 1955
139 min.
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Ein Jahr nach ERNST THÄLMANN - SOHN SEINER KLASSE legte die DEFA den zweiten Teil ihres Monumentalepos über den Führer der deutschen Kommunisten vor.

Die Handlung setzt in den frühen 1930er-Jahren ein und endet mit dem Tod Thälmanns im KZ Buchenwald 1944. In der DDR avancierte das Epos zur Pflichtveranstaltung für Millionen Arbeiter, Schüler und Funktionäre. Thälmann wurde zur Lichtgestalt des kommunistischen Widerstands stilisiert, ein Mann ohne Fehl und Tadel, der alles weiß und dem Feind trotzt. Zugleich erteilte der Film den DDR-Bürgern eine Art Generalabsolution für die Verbrechen des »Dritten Reiches«:

ERNST THÄLMANN - FÜHRER SEINER KLASSE suggeriert, dass sie, die »besseren Deutschen«, schon immer im Widerstand gewesen und an der Seite der Roten Armee gegen Hitler gekämpft hätten. Für die historische Wahrheit, dass es eine Anti-Hitler-Koalition gab, hat der Film dagegen kein Wort übrig: Die Bezwinger des Faschismus kommen hier alle aus dem Osten. - Konrad Wolf wirkte an diesem Musterbeispiel stalinistischer Geschichtsdarstellung als Regie-Assistent mit.

(Text: Filmarchiv Austria)

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Günther Simon, Karla Runkehl, Hans-Peter Minetti, Erika Dunkelmann, Erich Franz, u.a.
Kurt Maetzig, Konrad Wolf

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