Evolution der Gewalt

A, 2011

Dokumentation

Regisseur Fritz Ofner untersucht in seinem Film die Ursachen und Hintergründe, die Guatemala zu einem der Länder mit der höchsten Mordstatistik machen.

Min.77

Start04.05.2012

Die Wahrscheinlichkeit in Guatemala eines gewaltsamen Todes zu sterben ist dreimal so hoch wie im Irak. Das Land wurde 1954 Opfer eines unter anderem von wirtschaftlichen Interessen motivierten Putsches, als der demokratisch gewählte Präsident Arbenz von Militärs und mit Unterstützung der CIA gestürzt wurde.

Guatemala. Der Krieg ist lange vorbei, die Menschen wollen vergessen. Doch die Gewalt geht weiter, hat sich ausgebreitet in der Gesellschaft wie ein Krebsgeschwür. Journalisten warten auf die nächste Leiche, eine Sozialarbeiterin betreut die Angehörigen von getöteten Frauen. Ein Krieg um Bananen hat sich hier verselbstständigt, der globale Hunger nach billigen Ressourcen hat Gewalt gesät. Unter den Folgeschäden des 36-jährigen Krieges leidet die Gesellschaft noch immer. In den Bergen werden Massengräber ausgehoben, ehemalige Rebellen betrauern ihre Kameraden, und ein Kriegsverbrecher träumt nachts von all dem was er getan hat. Guatemala kommt nicht zur Ruhe.

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