Flammender Stern

 USA 1960

Flaming Star

Drama, Western 101 min.
6.60
Flammender Stern

Elvis Presley als Indianer-Halbblut in seinem anspruchsvollsten Film unter der Regie von Don Siegel.

Neddy (Dolores del Rio), die zweite Frau von Sam Burton (John McIntire), ist eine Kiowa-Indianerin, und ihr gemeinsamer Sohn Pacer (Elvis Presley) wächst als Halbblut auf. Sam hat bereits einen weißen Sohn aus erster Ehe, Clint (Steve Forrest). Als es zu Auseinandersetzungen zwischen den Weißen und den Indianern kommt, gerät die Familie ins Kreuzfeuer der Loyalitäten und driftet auseinander. Neddy und Sam werden in Kämpfen getötet, worauf Pacer endgültig die Partei der Kiowa, sein Halbbruder Clint endgültig die Partei der Weißen ergreift ...

Details

Elvis Presley, Steve Forrest, Dolores del Rio, Tom Reese, Barbara Eden, u.a.
Don Siegel
Cyril J. Mockridge
Charles G. Clarke
Clair Huffaker, Nunnally Johnson

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zwischen den Fronten
    Der einzige Western, in dem Elvis mitgespielt hat und gemessen an den übrigen sinnfreien Musikfilmen des King, hat Don Siegel schauspielerisch das menschenmögliche aus ihm herausgeholt. Auch ein minimaler musikalischer Beitrag war unumgänglich. Fällt aber nicht sonderlich ins Gewicht. Außer dem lyrischen Titel (ein Euphemismus für den nahenden Tod) steht die Rassenfrage im Vordergrund. Sie wird für 1960 relativ progressiv abgehandelt. Reine schwarz-weiß Malerei wird vermieden. Elvis ist ein Mischling und sitzt bei Auseinandersetzungen zwischen allen Stühlen. Er gehört nirgendwo richtig hin. Er fühlt sich zu seinen Roten Brüdern hingezogen, wuchs aber bei den Weißen auf, in einer Mischehe. Erstaunlich die Ausgewogenheit der Situationen: die Indianer sind zwar furchteinflößend aber nicht per se die Bösen. Auch bei den Siedlern gibt es Hitzköpfe. Elvis verliert beide Eltern. Die Weißen bringen seine Mutter um, die Indianer seinen Vater. Die Ausgewogenheit wird konsequent bis zuletzt durchgehalten, es gibt Übergriffe auf beiden Seiten. Die entscheidenden Auseinandersetzungen finden in der Dämmerung statt, wo man nicht alles genau erkennen kann. Es wird auch keine Lösung angeboten. Der schwer verwundete Elvis reitet in die Ewigen Jagdgründe. Er hat den Flammenden Stern gesehen. Für Elvis-Fans ein Must, für den Rest der Welt mittelmäßige Unterhaltung. Wie in den 60er Jahren üblich begleitet schrille Blechmusik die Handlung, wenn es besonders spannend werden soll und mancher Altstar glänzt hier in einer kleinen Rolle wie z.B. die bezaubernde Barbara-Jeannie- Eden.