Flandern

 Frankreich 2005

Flandres

Drama, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 91 min.
6.60
film.at poster

In einem kleinen Dorf in Flandern geht alles seinen gewohnten Weg, bis die Armee die jungen Männer zu einem Kampfeinsatz einberuft.

Flandern. André Demester (Samuel Boidin) verbringt seine Zeit auf seiner Farm und auf Spaziergängen mit Barbe (Adélaïde Leroux), seiner Freundin aus Kindertagen. Er liebt sie heimlich und leidend und akzeptiert gerne das Wenige, das sie ihm geben kann. Zusammen mit Gleichaltrigen geht er von zu Hause weg und zieht in einem weit entfernten Land in den Krieg. Barbarei, Kameradschaft und Angst verwandeln ihn in einen Krieger. Ein Jahr zieht ins Land und Barbe verfällt im einsamen Warten auf die Rückkehr der Soldaten. Kann Demesters intensive Liebe zu Barbe ihn retten?

Details

Adélaïde Leroux, Samuel Boidin, Henri Cretel, Jean-Marie Bruveart, David Poulain, Patrice Venant, u.a.
Bruno Dumont
Bruno Dumont

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User Kritiken


  • ’Flandern’ steht oft als Synonym für die Schlachten des 1.Weltkrieges, für Grabenkrieg und Materialschlacht, für die ’Paternoster-Kette des Todes’ oder die ’Blutpumpenstrategie’ der Heerführer. Hier sehen wir eine Landschaft, die im Matsch zu versinken droht. Meist ist es nasskalt oder Raureif überzieht die Äcker. Der Himmel ist grau, die Wolken hängen tief. Die Menschen sind wortkarg und verschlossen. Sex findet ohne Emotionen im Gebüsch statt. Wenn man von hier in den Krieg zieht, kann es eigentlich nicht schlimmer kommen. Doch weit gefehlt. In fast dokumentarischen Szenen erleben wir die Gräueltaten auf beiden Seiten der Front.
    Die über weite Strecken langgezogene, wortlose Darstellung beeindruckt durchaus, stellt jedoch eine Herausforderung an unsere Sehgewohnheiten dar. Man wird wieder daran erinnert, welche Spuren der Krieg in der menschlichen Seele hinterlässt.

  • Spuren des Krieges
    ’Flandern’ steht oft als Synonym für die Schlachten des 1.Weltkrieges, für Grabenkrieg und Materialschlacht, für die ’Paternoster-Kette des Todes’ oder die ’Blutpumpenstrategie’ der Heerführer. Hier sehen wir eine Landschaft, die im Matsch zu versinken droht. Meist ist es nasskalt oder Raureif überzieht die Äcker. Der Himmel ist grau, die Wolken hängen tief. Die Menschen sind wortkarg und verschlossen. Sex findet ohne Emotionen im Gebüsch statt. Wenn man von hier in den Krieg zieht, kann es eigentlich nicht schlimmer kommen. Doch weit gefehlt. In fast dokumentarischen Szenen erleben wir die Gräueltaten auf beiden Seiten der Front.
    Die über weite Strecken langgezogene, wortlose Darstellung beeindruckt durchaus, stellt jedoch eine Herausforderung an unsere Sehgewohnheiten dar. Man wird wieder daran erinnert, welche Spuren der Krieg in der menschlichen Seele hinterlässt.