Fleischeslust: Das Blut der Tiere

 
Dokumentation 
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Vom Schlachten: Der Tod am Fließband.

extrawurst-selbstgemacht
R: Kathrin Drechsler/Wolfgang Wendling/Michael Mähring. A. 2004. 5 min. DVD
Erstpräsentation in Anwesenheit der Gruppe Rauschundluxus, Wien

· Fleisch und Wurst woher kommen sie?
· Beef Production in Colorado
· Le Sang des bêtes [Das Blut der Tiere]
(Gesamtdauer: 53 min)
Vom Schlachten: Der Tod am Fließband.

Le Sang des Bètes (Das Blut der
Tiere):

"Georges Franju, geboren 1912, Mitorganisator der Cinèmathèque francaise, begann 1948 seine professionelle Tätigkeit beim Film mit dem Streifen ,Le sang des bètes`(Das Blut der Tiere) über den Pariser Schlachthof in La Chepelle. Das (...) war nicht nur eine Offenbarung eines neuen Talentes, sondern auch eines neuen Stils im Dokumentarfilm. Franju verhehlte nie seine Beziehung zum Surrealismus und die surrealistische Behandlung ist auch der Schlüssel zum Erfolg des Films ,Das Blut der Tiere`. Die Realität ist grausam und die erste Aufgabe des Schöpfers ist es, sie auf der Leinwand zu zeigen.
Das was Bunuels Methode in ,Las Hurdes`(Land ohne Brot, 1932). Den selben Weg beschritt Franju. In den kontrastierenden Bildern, im Kontrapunkt von gesprochenen Text und dem Bild auf der Leinwand meldet sich der Dichter zu Wort. Ohne Überspanntheit und gekünstelte Effekte, gelingt es dem Regisseur den Zuschauer anzusprechen und ihn zum Protest gegen die Grausamkeit zu entflammen. Der Film beginnt eher idyllisch, mit einer Vorortlandschaft (menschenleeren Weiten) und plötzlich, beim Öffnen der Tore zum Schlachthof, der Schock: wehrlose, dem Massaker ausgelieferte Tiere. Treffend charakterisierte Freddy Buache Franjus Methode der filmischen Erzählweise mit zwei Besonderheiten: erstens, die Annäherung in konzentrischen Kreisen, und zweitens, die lyrische Explosion die darauf folgt. Von allgemeinen Bildern, die das Schlachthaus zeigen, nähert sich er dem Moment, in dem das weiße Pferd
getötet wird. Sein Tod ist wie eine Explosion, wie ein Protestschrei." (Jerzy Toeplitz, Geschichte des Films, Henschel Verlag)

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