Four Lions

 GB 2010
Drama, Komödie 22.04.2011 97 min.
7.30
Four Lions

Eine Komödie über Terrorismus und Suizidbomber, inszeniert als absolut unwiderstehliche Mischung aus Monty Python und Ali G. - ein gnadenlos konsequenter Spaß, der im wahrsten Sinne des Wortes explosiv ist.

Vier junge britische Männer sind im Auftrag Allahs unterwegs. Meinen sie! Omar (Riz Ahmed) will sich dem Heiligen Krieg anschließen, weil er nicht länger tatenlos zuschauen will, wie das Ansehen junger Moslems auf der Welt mit Füßen getreten wird. Waj (Kayvan Novak) hält das für eine gute Idee und schließt sich an, weil er nichts Besseres zu tun hat - außerdem trifft Omar ohnehin immer alle Entscheidungen für ihn. Barry (Nigel Lindsay) ist als weißer islamischer Konvertit zwar völlig anderer Meinung, aber das macht nichts, denn das ist er grundsätzlich. Aus Prinzip. Als Bombenbauer stößt Faisal (Adeel Akhtar) zu der Truppe, der allerdings nicht als Selbstmordattentäter in Frage kommt, weil sein Vater gerade krank geworden ist. Gemeinsam sind sie fest entschlossen, die westliche Gesellschaft dort zu treffen, wo es weh tut. Fragt sich nur, ob sie ein Streichholz anzünden können, ohne sich dabei im Gesicht zu verletzen...

Ausgezeichnet mit dem BAFTA Award 2011: Bester Debütfilm +
San Diego Film Critics Society Awards: Bestes Originaldrehbuch

Details

Kayvan Novak, Nigel Lindsay, Riz Ahmed, Adeel Akhtar, Preeya Kalidas, Mohammad Aqil
Chris Morris
Lol Crawley
Jesse Armstrong, Sam Bain
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Vier Löwen
    Es ist ein unheimlich lustiger Film (inklusive Schenkelklopfer!), ein ganz wichtiger Film und auch ein mutiger Film.
    Die Komik reicht in ihren makabren Auswüchsen und den schnellen sinnfreien Dialogen an die Monty Pythons heran.
    Die Bedeutung des Films liegt wohl darin, den beiden betroffenen Kulturkreisen die Angst vor einander etwas zu nehmen. Wir sehen die angeblichen Terroristen recht menschlich in ihrer ganzen Unzulänglichkeit. Das kann vielleicht sogar über die Komik gegenseitiges Verständnis wecken. Letztenendes stellt der Film sogar ein integratives Element dar. Die deutsche Synkronisation tut mit der Kanak-Sprache ein Übriges. Selten wurden so blumige Beschimpfungen in dieser Häufigkeit aneinander gereiht wie hier.
    Und es gehört auch eine ganze Portion Mut dazu, die extremistischen Muslime lächerlich zu machen. Denken wir an die Mohammed Karikaturen und die Auswirkungen, denn es könnte die Fundamentalisten in ihrem Kampf bestärken. Die Gemäßigten unter ihnen werden allerdings hoffentlich mitlachen. Mit dem Titel, der auf das englische Wappen anspielt, wirft Chris Morris den Muslimen ja noch ein Zuckerli im doppelten Sinne hin: er lässt sie in der Überzahl: sie sind ein Löwe mehr und die Tatsache, dass sie Löwen sind, weist sie auch noch als Briten aus. Also in mehrfacher Hinsicht gelungen.