Friedrichshofer Spielfilme 1

 
Drama, Biografie 85 min.
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VINCENT erzählt Stationen der Lebensgeschichte von Vincent van Gogh aus dem Lebensgefühl der Muehl-Kommune Friedrichshof. Van Gogh wird zur Symbolfigur des anarchischen Künstlers, könnte dem Experiment dieser Gemeinschaft, freie Sexualität, Gemeinschaftseigentum, gemeinsame Kindererziehung und exzessive Selbstdarstellung als Vorbild gedient haben. Licht und Sonne, die leuchtenden Farben der Kornfelder und Sonnenblumen strömen ein in die filmische Bilderwelt, aus der uns der Laienprediger Vincent entgegentritt. Exzentrisch, fordernd und spielerisch wie ein Kind überschreitet er die Geschlechtergrenzen. Nach einer depressiven Phase schlägt er sich als Maler durch, arbeitet exzessiv in Arles, bis er sich in einem Anfall das Ohrläppchen abschneidet und mit Gurkerl und Ei als Materialaktion serviert. Befreiung und Selbstdarstellung in der künstlerischen Malaktion schreiten voran, explodieren in der Selbsttötung und lassen ihn als Kunstwerk mit der Landschaft verschmelzen. Der Film lebt Improvisation, den Möglichkeitssinn des Daseins, preisgegeben seiner faunhaften Übersteigerung. (bm/mf)

VINCENT, A 1984, 85 Minuten
REGIE Terese Panoutsopoulos-Schulmeister
KAMERA/SCHNITT Werner Hertel
MIT Theo Altenberg, Günter Brus, Francesco Conz, Philipp Corner, Desiato/Erich Fischer, Johannes Gachnang, Pierive Gabioud, Friedrich Geyrhofer, Friedrich Götz, Judith Goldblat, Joachim Goppelt, Al Hansen, Emmi Hudzinsky, Kurt Kalb, Robert Koch, Klaus Kossian, Fatma Lootah, Otto Muehl, Erika/Gigi/Silvestre Micheli, Hans Niederbacher, Hermann Nitsch, Oswald/Rosemarie/Nikolaus/Raphael Oberhuber, Janis Panoutsopoulos, Orlan/Ruth Rausch, Francesco/Violaine Roussies, Rudi Schmutz, Berta/Schlomo Skopik, Herbert/Lucie Spiewok, Pauli Steiner, Herbert Stumpfl, Walter Weissensteiner

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Terese Panoutsopoulos-Schulmeister

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