Friendship!

 2009 2009
Komödie 15.01.2010 ab 6 108 min.
6.60
Friendship!

Eine Ost-West-Annäherung der etwas anderen Art, in der Matthias Schweighöfer ("Keinohrhasen") als Tom und Newcomer Friedrich Mücke als Veit zur absoluten Höchstform auflaufen.

Deutschland, 1989: Die Mauer fällt, die Menschen jubeln, David Hasselhoff singt am Brandenburger Tor - und ganz Berlin ist eine einzige Party. Auch Veit (FRIEDRICH MÜCKE) freut sich: Mit seinem Begrüßungsgeld will er nach San Francisco, zum westlichsten Punkt der Welt. Zumindest erzählt er das seinem besten Freund Tom (MATTHIAS SCHWEIGHÖFER), der prompt das große Abenteuer wittert und unbedingt mitkommen will. Doch in Wahrheit sucht Veit seinen Vater, der in die Staaten ausgewandert ist, als Veit noch ein Kind war. Nur ein Bündel Postkarten, abgestempelt an Veits Geburtstag in einem Postamt in San Francisco, zeugen noch von dessen Existenz - Veit möchte unbedingt an seinem Geburtstag in 3 Wochen dort sein! Doch das Geld reicht nur bis New York - es ist bitterkalter Winter, und die Jungs kommen mit "Friendship!", dem einzigen Wort auf Englisch, das sie beherrschen, auch nicht wirklich weiter...

Details

Matthias Schweighofer, Friedrich Mücke u.a.
Markus Goller
Martin Probst
Ueli Steiger
Oliver Ziegenbalg
Sony Pictures
ab 6

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Große Erwartung ...
    ... große Enttäuschung!

    Hab den Film in der Vorschau gesehen, gelacht und mir einen lustigen deutsch-amerikanischen Roadmovie vorgestellt. Weit gefehlt! Wer meint, dass der Film wesentlich über die in der Vorschau gezeigten gelungenen Szenen hinausgeht, der irrt im Wesentlichen.

    Was hätte man aus dieser Thematik nicht alles machen können! Es hätte ein überzeichneter lustiger Film werden können, bei dem mit Klischees - die Europäer nun mal von Amerikanern haben und umgekehrt - kabarettistisch jongliert wird, bei dem sprachliche Barierren in vielfältigen guten Dialogen ein Lachfeuerwerk auslösen. Es hätte ein Film werden können, der den ernsten Hintergrund mit gut verarbeiteter Ironie dem Zuschauer näherbringt, amüsiert und vielleicht auch zum Denken anregt. Es hätte auch einfach eine gute Mischung aus übertriebenen Spaß und DDR-Historie werden können.

    Stattdessen wird zwar das faszinierende Spiel mit Klischees aufgegriffen und daraus Szenen erschaffen, die aus der Feder von Schülern für eine Unterstufentheatervorführung stammen könnten oder vielleicht noch einer ORF-Produktion zuzutrauen wäre.

    Es ist schwer den Film richtig einzuordnen. Er ist weder besonders lustig noch besonders ironisch noch hebt er in dramatischer Weise die Themen Freundschaft - immerhin Titel des Films - oder DDR-Thematik hervor. Er versucht es, erreicht es aber nur stellenweise.

    Man konnte sich offensichtlich nicht entscheiden, in welche Richtung es gehen solle, ging vielleicht zu viele Kompromisse ein oder wollte einfach nur die USA kennen lernen. Vielleicht liegt darin auch der Grund, dass man auf eher ausdruckslose Schauspieler griff. Ständig verabschiedet man sich vom realitätsnahen Abenteuer und vergreift sich in die Kiste des Absurden. Dazu zeichnet sich der Film noch durch unglaubliche Lücken aus, ist in sich szenentechnisch unvollständig und lässt einen sehr bald auf die Uhr blicken.

    Das Unglaubliche: bei der misslungenen Szene, in der eine ostdeutsche Kumpel den anderen mit einem elektrisch verstellbaren Bett so nervt, wie auch mich als Zuseher, gab es ein solches Gekichere und Gelächter im Publikum, das ich mir nur aus der Verzweiflung der Langeweile und der Spannung des "es muss doch noch was kommen" erklären kann.

    Fazit: Ziemlich an der Grenze zu "ich habs bereut für den Film Geld ausgegeben zu haben". Nicht ganz so wild vielleicht, aber ziemlich schnöder deutscher Humor.

  • Große Erwartung ...
    ... große Enttäuschung!

    Hab den Film in der Vorschau gesehen, gelacht und mir einen lustigen deutsch-amerikanischen Roadmovie vorgestellt. Weit gefehlt! Wer meint, dass der Film wesentlich über die in der Vorschau gezeigten gelungenen Szenen hinausgeht, der irrt im Wesentlichen.

    Was hätte man aus dieser Thematik nicht alles machen können! Es hätte ein überzeichneter lustiger Film werden können, bei dem mit Klischees - die Europäer nun mal von Amerikanern haben und umgekehrt - kabarettistisch jongliert wird, bei dem sprachliche Barierren in vielfältigen guten Dialogen ein Lachfeuerwerk auslösen. Es hätte ein Film werden können, der den ernsten Hintergrund mit gut verarbeiteter Ironie dem Zuschauer näherbringt, amüsiert und vielleicht auch zum Denken anregt. Es hätte auch einfach eine gute Mischung aus übertriebenen Spaß und DDR-Historie werden können.

    Stattdessen wird zwar das faszinierende Spiel mit Klischees aufgegriffen und daraus Szenen erschaffen, die aus der Feder von Schülern für eine Unterstufentheatervorführung stammen könnten oder vielleicht noch einer ORF-Produktion zuzutrauen wäre.

    Es ist schwer den Film richtig einzuordnen. Er ist weder besonders lustig noch besonders ironisch noch hebt er in dramatischer Weise die Themen Freundschaft - immerhin Titel des Films - oder DDR-Thematik hervor. Er versucht es, erreicht es aber nur stellenweise.

    Man konnte sich offensichtlich nicht entscheiden, in welche Richtung es gehen solle, ging vielleicht zu viele Kompromisse ein oder wollte einfach nur die USA kennen lernen. Vielleicht liegt darin auch der Grund, dass man auf eher ausdruckslose Schauspieler griff. Ständig verabschiedet man sich vom realitätsnahen Abenteuer und vergreift sich in die Kiste des Absurden. Dazu zeichnet sich der Film noch durch unglaubliche Lücken aus, ist in sich szenentechnisch unvollständig und lässt einen sehr bald auf die Uhr blicken.

    Das Unglaubliche: bei der misslungenen Szene, in der eine ostdeutsche Kumpel den anderen mit einem elektrisch verstellbaren Bett so nervt, wie auch mich als Zuseher, gab es ein solches Gekichere und Gelächter im Publikum, das ich mir nur aus der Verzweiflung der Langeweile und der Spannung des "es muss doch noch was kommen" erklären kann.

    Fazit: Ziemlich an der Grenze zu "ich habs bereut für den Film Geld ausgegeben zu haben". Nicht ganz so wild vielleicht, aber ziemlich schnöder deutscher Humor.

  • ein genuss, dieser film :)
    und zwar vom anfang bis zum ende
    spannung, witz, berührende schauspielerInnen ...
    habe von herzen gelacht und auch geweint ...