Fritz the Cat

 USA 1972
Kultfilme, Animation 78 min.
6.30
Fritz the Cat

Gelungene Trickfilmversion von Crumbs Kult-Comics über den lasterhaft-lüsternen Anarcho-Streuner.

Hippie-Kater Fritz liebt das wilde Leben. Ständig auf der Suche nach dem ultimativen Kick, begegnet er desöfteren reizenden Kätzchen, die er dann in der Badewanne verführt, aber auch seinen größten Feinden, den finsteren Hunde-Polizisten, die ihn immer verhaften wollen, weil er ständig Joints raucht. Ansonsten ist Fritz stets bemüht, jeder Anstrengung aus dem Wege zu gehen, bevorzugt indem er mit seinen Kater-Freunden auf der zerschlissenen Couch rumhängt und große Reden über Gott und die Welt schwingt.

Details

Ralph Bakshi
Ed Bogas, Ray Shanklin
Ted C. Bemiller, Gene Borghi
Ralph Bakshi nach Robert Crumb

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Tierische Menschen
    Ralph Bakshi hat vor langer Zeit einen Mega-Cartoon zeichnen lassen. In den 70er Jahren verboten, zumindest nicht jugendfrei, ist es heute ein Riesenspaß. Zugegeben manche werden den Film auch heute noch etwas obszön und vulgär finden oder zumindest recht anzüglich und sehr freizügig. Robert Crumb hat darin die Grenzen des bürgerlichen Anstands mit seinen Zeichnungen bewusst überschritten. Das geht aber eben nur im Cartoon, in echt nicht. Für die Kids ist es heute History für die 68er Nostalgie: ein Zeitdokument. Die Dialoge sind gespickt mit dem gängigen Fachjargon von damals und federn die prallen Sexszenen, in denen es Fritz tierisch wild treibt, etwas ab. Es gibt Friedensmärsche, Sit-ins und Basisgruppen. Man fragt nach dem politischen Bewusstsein und verkündet den ’Sprung nach vorn für Amerikas soziale Revolution’. Und es gibt Gruppensex als Suche nach der Wahrheit getarnt. Natürlich darf der obligatorische Trip nach Westen (Kalifornien) nicht fehlen mit all den Hippies und Hasch und psychodelischen Effekten. Unvergesslich der Hase auf der Harley mit Hakenkreuz. ( Easy Rider!) Selbst die Beatles werden zitiert „And in the end, the love you make is equal to the love you take.“ Muss man gesehen haben, um das Verständnis für jene Zeit zu überprüfen oder eine Bildungslücke zu schließen.