Geboren am 4. Juli

 USA 1989

Born on the Fourth of July

Drama, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 145 min.
7.20
Geboren am 4. Juli

Der junge Sunnyboy Ron Kovic meldet sich voller Enthusiasmus bei der Elite Truppe der US Marines, um an vorderster Front in Vietnam zu kämpfen.

Der junge Sunnyboy Ron Kovic (Tom Cruise) meldet sich voller Enthusiasmus bei der Elite Truppe der US Marines, um an vorderster Front in Vietnam zu kämpfen. Dort muss er erkennen, dass seine verträumte Vorstellung vom Krieg nichts mit der grausamen Realität zu tun hat. Querschnittgelähmt und desillusioniert kommt er in die Vereinigten Staaten zurück, wo er mit der Ignoranz seiner eigenen Landsleute konfrontiert wird. In einem mexikanischen Veteranencamp schafft es Ron nach Alkoholsucht und Depressionen schließlich, ein neues Leben zu beginnen. Als engagierter Vietnamgegner zieht er noch einmal aus, um die Schlacht seines Lebens zu schlagen.

Oliver Stones Antikriegsdrama wurde mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet, Tom Cruise erhielt für seine Darstellung eine Nominierung als bester Hauptdarsteller.

Details

Tom Cruise, Kyra Sedgwick, Caroline Kava, Raymond J. Barry, Willem Dafoe, Bryan Larkin, Tom Berenger, Tom Sizmore, uva.
Oliver Stone
John Williams
Robert Richardson
Oliver Stone

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Nationalfeiertag
    Der letzte große Vietnam-Film aus den 80er Jahren. Nach klassischem Aufbau erzählt Oliver Stone in 5 Kapiteln wie Ron ein junger Amerikaner (ganz großartig Tom Cruise) vom Freiwilligen zum Kriegsgegner wird.
    Im ersten Teil versteht man durch Elternhaus und Atmosphäre der 60er Jahre warum Ron in den Krieg zieht. Seine Umgebung ist religiös, konservativ, militaristisch und nationalistisch. Im Soundtrack hören wir Mancinis ‘Moon River‘ und Bill Haleys ‘Rock around the Clock‘.
    Es folgt der Kriegseinsatz mit Querschnittslähmung und Lazarettaufenthalt mit Reha. Hier herrscht eine unmenschliche Routine beim Personal. Braucht er einen Arzt oder einen Priester?
    Im dritten Kapitel ist Ron wieder zu Hause und hält Reden für den Krieg. Mit seinen Haaren wächst auch seine Einsicht: ‘der Krieg da drüben ist falsch‘. Der Streit mit seiner Mutter (Caroline Kava) ist das erste Highlight. Hier werden die ganz persönlichen Vorstellungen überprüft, die beide genau kennen. (4.) Jugendfreundin Donna (Kyra Sedgwick) gibt weitere Denkanstöße. Gewalttägige Auseinandersetzungen mit der Polizei und einem Leidensgenossen (Willem Dafoe) tun ein Übriges, um Ron zum Umdenken zu bringen. Ein zweiter Höhepunkt. Jetzt geht es ums Selbstmitleid.
    Und quasi als Epilog sucht Ron die Eltern eines gefallenen Kameraden auf und macht ihnen ein furchtbares Geständnis (drittes Highlight).
    Die Regie bezieht klar Position. Tränengas und Polizeiknüppel können die Demonstranten nicht stoppen. Ron fühlt sich entlastet und ist angekommen. Dazu den Antikriegssong ‘Johnny I hardly knew ye.‘ Das ist pragmatisches Kino, das anklagt, aber auch aufklärt.