Gilda

 USA 1946
Romanze, Krimi 111 min.
7.80
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Gangster, Nazis und ein Glücksspieler, der schon einmal alles riskiert und natürlich alles verloren hat. Inklusive der schönen Gilda - mehr gutes böses Mädchen als Femme fatale.

Gilda, eine temperamentvolle Frau, hat es sich zum Ziel gesetzt, so viele Männer wie nur möglich zu verführen. Eines Tages lernt sie Ballin Mundson, Boss eines illegalen Spielcasinos in Buenos Aires, kennen. Sie heiratet ihn und wird von ihm in seine argentinische Heimat mitgenommen. In der Welt des Glückspiels, der Schmuggler und der Killer trifft Gilda auf Mundsons rechte Hand, Johnny Farrell, mit dem sie früher eine Affäre hatte. Ausgerechnet Johnny, der als hartgesottener Spieler gilt, erhält von Mundson den Auftrag, auf Gilda, aufzupassen. Alles an Gilda ist falsch die Personen, die Bauten, selbst die Absichten der Protagonisten. Buenos Aires, so wie Hollywood es sich vorstellt: anziehend und gefährlich gleichzeitig, so wie die Frau, die verführt und für das ganze Schlamassel verantwortlich ist. «Statistisch gesehen gibt es mehr Frauen auf der Welt als alles andere», blafft der zynische Held Johnny Farrell und ergänzt verächtlich: «außer Insekten!» Dabei steht dem Frauenfeind in Charles Vidors Film die herrliche Gilda persönlich gegenüber gleichzeitig große Unbekannte und meisterhafte Ironikerin. Ihre Visitenkarte ist der Song «Put the Blame on Mame», eine treffende Darlegung, wie Frauen verantwortlich gemacht werden für alles Unheil, das die von ihnen besessenen Männer anrichten. (Kim Newman)

(Text: Viennale 2005)

Details

Rita Hayworth (Gilda), Glenn Ford (Johnny Farrell), George Macready (Ballin Mundson), Steven Geray (Onkel Pio), Joseph Calleia (Obregon), Joseph Sawyer (Casey), Donald Douglas (Thomas Langford), Robert Scott (Gabe Evans)
Charles Vidor
Doris Fisher, Allan Roberts «Put the Blame on Mame», «Amado Mio» gesungen von Rita Hayworth Hugo Friedhofer (ungenannt)
Rudolph Maté
Marion Parsonnet, Jo Eisinger, nach einer Erzählung von E. A. Ellington

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