Happy-Go-Lucky

 GB 2008
Komödie 04.07.2008 ab 6 118 min.
7.00
Happy-Go-Lucky

Poppys Dauerflirt mit dem Leben führt zu den absurdesten Situationen, deren Komik nicht selten in anarchischer Auflösung gipfelt.

Poppy arbeitet als Grundschullehrerin im Norden Londons und ist das, was man eine wahre Frohnatur nennt: stets gut gelaunt, offenherzig, hilfsbereit und ihren Mitmenschen gegenüber unvoreingenommen. Kurzum: Poppy muss man einfach gern haben. Mit der großen Liebe hat es allerdings noch nicht so richtig geklappt - ist aber auch halb so wild. Schließlich hat Poppy ja ihre Mitbewohnerin Zoe, ihre Schwester Suzy und noch einen ganzen Haufen bester Freundinnen, mit denen sie um die Häuser ziehen kann. Poppys unbeschwerte Art löst in ihrer oft etwas missgelaunten Umwelt allerdings auch Befremden und Erstaunen aus. Manche halten sie für ein wenig schlicht, einige sogar für verrückt. Auf jeden Fall aber führt Poppys Dauerflirt mit dem Leben zu den absurdesten Situationen, deren Komik nicht selten in anarchischer Auflösung gipfelt.

Details

Sally Hawkins, Alexis Zegerman, Andrea Riseborough, Samuel Roukin, Sinead Matthews
Mike Leigh
Gary Yershon
Dick Pope
Mike Leigh
Tobis
ab 6

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Grenzenlose Frohnatur
    Selten war ein Film so total reine Ansichtssache wie der hier. Man kann verständlicherweise der Ansicht sein, dass Poppy (Sally Hawkins) beneidenswert in ihrem grenzenlosen Optimismus ist, andere meinen sie sei bemitleidenswert in ihrer Naivität. Wie dem auch sei, es ist kein toller Film. Mike Leigh hat sich an eine Art Komödie gewagt, die bisher erst einmal sein Metier war.
    Poppy kann einem ganz schön auf den Senkel gehen mit ihrer affigen Albernheit. Sie zelebriert das Chaos um sich herum, weil sie doch wohl etwas schlicht ist. Und so plätschert ihr Geplapper ohne Witz und Charme so vor uns hin. Eine Dreißigjährige benimmt sich eigentlich nicht so infantil. Es wird zunehmend langatmiger und bleibt eindimensional, denn die Handlung dreht sich im Kreise (Fahrstunde, Flamencokurs Pennergespräch). Gäbe es keinen One-Night-Stand mit einem Sozialarbeiter, wäre die Männerwelt völlig außen vor geblieben. Und selbst dabei benimmt sich Poppy etwas doof und keineswegs sexy.
    Und dann bricht als dramatischer Höhepunkt völlig unvorbereitet eine sinnfreie aber handgreifliche Auseinandersetzung mit ihrem Fahrlehrer aus. Kurz und heftig - ergebnisoffen!
    Die Message: ’Poppy will die ganze Welt glücklich machen!’ So einfach ist das. Na wer’s glaubt!?

  • Anfang gut, dann schnarrch
    Der Anfang war erfrischend. Auch dass mit dem eigenwilligen Fahrlehrer. Aber ab dem Zeitpunkt als der Fahrlehrer entblösst wurde, dass war nicht gut. Ich bin ein Mann und vielleicht schlafen Frauen, danach nicht ein. Ich bin auf jedenfall eingeschlafen.


  • ich bin noch nie aus einem film gegangen. aber hier war es nötig. der film langweilt mit öden, schlecht ausgearbeiteten dialogen. was nicht verwundert, da der film über weite strecken improvisiert ist. das ist grundsätzlich kein problem. leider erzählt der film jedoch keine geschichte. sondern reiht alltägliche erlebnisse aneinander, ohne einen roten faden zu legen.

    da der film jede dramaturgie vermissen lässt, wird der zuschauer in echtzeit durch das leben einer alternden grundschullehrerin geschleift. man wird zeuge davon, wie "poppy" nach mittelmäßigen parties mit ihren alkoholisierten freundinnen bedeutungsschwangeren unsinn daherredet und ungefähr jedem menschen in ihrer heimatstadt unheimlich auf die nerven geht mit altklugen sprüchen.

    daran ist nichts lustiges und vor allem nichts positives oder optimistisches. wer eine britische "amelie" erwartet, wird enttäuscht werden und sollte den film meiden, wer auf gute dialoge steht, auch!


  • Enorm spannender Abend... der Film war weniger Amüsement, eher ein Qual für die innere Ruhe und den Sehnerv sowie eine das Publikum betreffende soziologische Studie. Wer DEN Film wirklich lustig findet bzw. die Hauptdarstellerin für eine "Frohnatur" hält, stellt damit eigentlich nur unter Beweis, dass auch ihm selbst das Gespühr für die eigene Mitte fehlt! Erschreckend, wie wenig Leute - und es bleibt zu befürchten, dass es auf die Filmemacher selbst auch zutrifft - erkennen, dass das, was da dargestellt wird, mit Lebensfreude, Glück und Leichtigkeit überhaupt nicht zu tun hat sondern eher eine massive Dissoziation und Persönlichkeitsstörung.

  • Einzigartig
    Der Film hat mir noch besser gefallen als ich mir erwartet habe. Ich liebe positive Filme die jedoch nie die Realität verlieren, für mich zumindest.

    cool
    Am anfang hab ich mich schon gefragt was da auf mich zukommt aber der Film war superwitzig.! Und hat mir sehr gut gefallen...auch zum nachdenken gegeben =)