Helen

GB, Irland, 2008

DramaThriller

Min.79

Ein 18-jähriges Mädchen namens Joy wird vermisst. Daraufhin bittet die Polizei ein anderes Mädchen, Helen, die Vermisste in einer Rekonstruktion zu «spielen», um die letzten bekannten Handlungen der Verschwundenen zurückzuverfolgen. Joy hatte alles, was man sich wünschen kann: eine liebevolle Familie, einen Freund, eine viel versprechende Zukunft. Die elternlose Helen hingegen verbrachte ihr ganzes Leben lang in Heimen und hatte nie eine innige Beziehung. Helen beginnt sich allmählich in Joys Rolle zu versetzen, besucht die Menschen und Orte, die Joy kannte, und bahnt sich dabei vorsichtig ihren Weg in das Leben des vermissten Mädchens. Die Ausgangsbasis für Helen waren einige Ideen, die wir für den Kurzfilm Daydream hatten. Anfangs waren wir an einer Ermittlung im Fall einer jungen Frau, die verschwunden ist, und an Spekulationen, was mit ihr passiert sein könnte, interessiert. Als wir diese Idee weiterentwickelten, fühlten wir uns von der Idee einer Polizei-Rekonstruktion angezogen, und während wir diese Art von Untersuchung verfolgten, hatten wir zunehmendes Interesse daran, wie diese Rekonstruktionen besetzt werden, also wer welche Rolle spielt und wie die Darsteller ausgewählt werden. Wir bezeichnen Helen als einen philosophischen Thriller - als einen Film, der an Fragen und am Mysteriösen von Identität interessiert ist, sowie an Vorstellungen über bedingungslose Liebe und dem Verständnis, wer wir sind. (Christine Molloy)

(Text: Viennale 2009)

  • Regie:Christine Molloy, Joe Lawlor

  • Kamera:Ole Birkeland

  • Autor:Joe Lawlor, Christine Molloy, Ben Slater

  • Musik:Dennis McNulty

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