Bal - Honig

 TK 2010

Bal

Drama 03.09.2010 103 min.
7.20
Bal - Honig

Der Abschluss von Semih Kaplanoglus Yusuf-Trilogie: der sechsjährige Junge lebt bei seinen Eltern in einer abgelegenen anatolischen Berggegend.

Seit kurzem besucht Yusuf, 6, die Grundschule, wo er Lesen und Schreiben lernt. Sein Vater Yakup ist Bienenzüchter. Seinem Beruf geht er tief im Wald nach, wo er seine Bienenkörbe in die obersten Wipfel der größten Bäume hängt. Der Bergwald ist für Yusuf ein Ort großer Geheimnisse; seinen Vater dorthin zu begleiten, bereitet ihm großes Vergnügen. Eines Morgens erzählt Yusuf seinem Vater den Traum, den er in der Nacht zuvor hatte. Yakup reagiert barsch: Niemals solle er anderen Leuten seine Träume erzählen. Am selben Tag soll Yusuf vor der Klasse einen Text vorlesen. Plötzlich beginnt er dabei zu stottern und wird dafür von den Mitschülern ausgelacht.

Als die Bienen überraschend aus der Gegend verschwinden, ist die Lebensgrundlage der Familie in Frage gestellt. Yakup bricht deshalb ins entfernte Gebirge auf. Yusuf stellt daraufhin das Sprechen ein. Seine Mutter Zehra, die auf einer Teeplantage arbeitet, leidet sehr unter dem Sprachverlust des Jungen, aber auch sie kann ihn nicht zum Reden bewegen. Die Tage vergehen, ohne dass Yakup zurückkommt. Mutter und Sohn bereitet das Sorge. Die magische Nacht, in der die Ankunft des Propheten gefeiert wird, verbringt Yusuf bei seiner Großmutter in einem Nachbardorf. Als er die Geschichte des Propheten vernimmt, ist er überzeugt, dass der Vater, den er in dem heiligen Mann wiedererkennt, zurückkommen wird. Als Yusuf und die Mutter sich jedoch vergeblich auf die Suche nach Spuren seines Verbleibs machen, entschließt sich Yusuf, die Suche nach seinem Vater allein fortzusetzen. Es ist eine Reise ins Unbekannte. Wird der Traum, den er hatte, Wirklichkeit werden?
(Berlinale-Katalog 2010)

Details

Bora Altaþ, Erdal Beþikçioðlu, Tülin Özen
Semih Kaplanoglu
Tobias Fleig
Baris Ozbicer
Semih Kaplanoðlu, Orçun Köksal
Stadtkino Filmverleih

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Fernab
    Dass der Regisseur der in den Fluten eines Staudammes verschwundenen Berglandschaft ein Denkmal setzen wollte ist äußerst ehrenhaft. Er führt uns in die Abgeschiedenheit eines kleinen Dorfes, das zwischen steilen, stark bewaldeten Hängen vor sich hin döst. Ein erhellender Blick in die Weite ist hier unmöglich. Wir schauen nur auf Haus und Hof eingebettet in eine wunderschöne Natur. Hier sehen wir eine archaische Gesellschaft, die recht wortkarg den Dingen des täglichen Lebens nachgeht. Die Monotonie des Alltags wird durch die Wiederholung vieler Szenen verdeutlicht. So hat der stille Film wenig Handlung. Die Schnittfolge mancher Szenen schafft etwas Verwirrung. Die Personen wirken gewollt eindimensional, fast etwas holzschnittartig. So ist es auch nicht möglich, ihnen echtes Leben einzuhauchen. Das wird noch verstärkt durch die endlos langen Bildeinstellungen. Der Honig spielt zwar eine Rolle, aber der eigentliche Protagonist ist der kleine Junge mit dem Handicap. Beide Handlungsstränge laufen eigentlich neben einander her, denn sie haben nichts miteinander zu tun. Ein kleines Handikap also hat der Film schon.

  • sprachlos
    Tolle Landschaftsaufnahmen. Der Film ist allerdings genauso sprachlos wie seine Figuren. In 115 Minuten wird das dann ein bisserl fad. Immerhin kann man beruhigt schlafen, man verpasst nichts.


  • ein ganz stiller ergreifender film mit wunderbr>aren kameraeinstellungen -die die 115minuten wie im fluge vergehen lassen , ich habe den film in istanbul gesehen und ich freue mich auf den filmstart hier in österreich !