Wiedersehen in Howards End

 GB 1992

Howards End

Drama 140 min.
7.50
film.at poster

England zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Auf Howards End, dem Landsitz der neureichen Industriellenfamilie Wilcox, verliebt sich die impulsive Helen Schlegel (Helena Bonham Carter) in den jüngsten Sohn der Familie. Nach einer kurzen Romanze müssen die Beiden einsehen, dass ihre Einstellung zum Leben zu unterschiedlich ist. Während Paul (Joseph Bennett) in der Tradition seiner nüchternen Familie steht, ist Helen die feinfühlige Tochter eines Idealisten. Die Beziehung zerbricht und Paul heiratet eine andere - aber Helen ist bereits schwanger ...

Details

Anthony Hopkins, Emma Thompson, Vanessa Redgrave, Helena Bonham Carter, Joseph Bennett, u.a.
James Ivory

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Howards End ein Anfang
    Der Titel dieses Films ist eine Aufforderung. Man kann ihn sich immer wieder mal anschauen und dann ist es wie bei einem Wiedersehen mit alten Freunden. James Ivory hat den Roman von E.M. Forster genial umgesetzt. Er hat ihn in unvergessliche Bilder gefasst, dabei eine Reihe von Leinwandlegenden vor die Kamera geholt und hier den Zauber der Romane von Jane Austin, George Eliot oder den BronteM6;s zum Leuchten gebracht. Er versteht es sogar dem Tod den Stachel zu nehmen. Hier finden wir die großen Themen, die die Menschheit bewegen wie Freundschaft, Erbschaft und Eigentumsrecht oder Verzeihen und Standesdünkel. Es entsteht ein Gesellschaftsbild von einer Zeit, als es noch echte Eklats gab und standesgemäße Ehen geschlossen oder verleugnet wurden.
    Beherrscht wird die Szene vom Multimillionär Henry Wilcox (Anthony Hopkins). Seine Ehefrau Margaret (Emma Thompson) ist die couragierte Vermittlerin zwischen ihrem Mann und ihrer Schwester Helen (Helena Bonham Carter), die die Speerspitze des sozialen Ausgleichs ist und die in ihrer Hilfsbereitschaft so weit geht, dass sie nach neun Monaten selber Hilfe braucht. Das Ehepaar Wilcox liefert sich geschliffene, aber auch warmherzige Dialoge. Sogar ein Totschlag in der Familie kann nicht verhindert werden.
    Nicht nur für Fans des Genres ist es ein echter Genuss zu verfolgen, wie nach zahlreichen Irrungen und Wirrungen das titelgebende Haus langfristig doch an den rechten Erben fällt. So wie es seiner Zeit von der totkranken ersten Mrs. Wilcox (Vanessa Redgrave) bestimmt worden war. Ein Klassiker, bei dem die Zeit still zu stehen scheint.