I'm About Winning - Der Filmtycoon Eric Pleskow

 A 2006
Dokumentation 60 min.
film.at poster

Nur wenige Menschen außerhalb des Filmgeschäfts wissen, wer Eric Pleskow ist, aber Millionen von Menschen kennen Filme, für die er mitverantwortlich zeichnet: Rocky, One Flew Over the Cuckoo's Nest, Annie Hall, Mississippi Burning, Amadeus, Dances with Wolves, The Silence of the Lambs, und viele andere. Eric Pleskow hat als Präsident der amerikanischen Filmstudios United Artists und Orion Pictures Corporation mit seinen Entscheidungen die Geschichte des Films in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend mitbestimmt. Im April 1924 in Wien geboren, flüchtete Eric Pleskow drei Tage vor Kriegsausbruch mit seiner Familie und nichts als zehn Reichsmark in der Tasche über Frankreich in die USA. Ein Zufall brachte ihn zum Film, und der Zweite Weltkrieg den erst 21-Jährigen als US-Soldat nach München, wo ihn General McLure mit der Leitung der Bavaria Filmstudios betraute. Vom Europa-Vertriebschef für United Artists arbeitete er sich bis zum Präsidenten des bekannten Filmstudios hinauf. Von 1973-78 leitete er als erster Europäer nach Charlie Chaplin erfolgreich das Studio, um nach der Übernahme des Studios durch Transamerica das Filmstudio Orion Pictures zu gründen. In einem sehr persönlichen Porträt zeigt Andrea Eckert den Lebensweg eines der erfolgreichsten Männer der US-Filmindustrie und beleuchtet sein Leben für den Film hinter dem Glamour Hollywoods. Auf dem Weg von Wien nach Straßburg und weiter in die USA rekapituliert Eric Pleskow seinen Lebensweg vom Wiener Jungen, Flüchtling, Einwanderer, US-Soldaten bis hin zum erfolgreichen Filmemacher, Familien- und Großvater. Eric Pleskow lebt mit seiner Frau, seinen Kindern, Enkelkindern und vierzehn Oscars in Connecticut/USA. Als Präsident der VIENNALE und Jurymitglied des Filmfonds Wien ist Eric Pleskow weiterhin dem Film, seiner großen Leidenschaft, verbunden.

(Text: Viennale 2006)

Details

Eric Pleskow
Andrea Eckert
Robert Winkler
Andrea Eckert

Kritiken

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User Kritiken

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    Ich hatte einmal bei einer Viennale Eröffnungsgala das Vergnügen, Herrn Pleskow beim Halten einer Rede zu lauschen. Nichts für ungut, liebe Viennaledirektoren, Stadträte und sonstige Redner, aber so hört sich das an, wenn ein Meister spricht. Die Kombination von Intelligenz und rasiermesserscharfem Witz, gepaart mit einem gewissen altösterreichischem Charme und vor allem dem genauen Gespür, wann man genug gesagt hat...
    Danke, Herr Pleskow, Ihre Rede war damals der Höhepunkt des Abends, inklusive des Films übrigens ;o)

    Also: Hingehen, Doku anschauen, und dann wundern, dass Leute dieses Kalibers vor 70 Jahren bei uns rausgeworfen worden sind... von dieser Art von "brain drain" hat sich Schnitzelland nicht erholt, was man am weitgehenden Fehlen einer "qualifizierten Öffentlichkeit" noch immer sieht...