Die rote Wüste

 I 1964

Il deserto rosso

Drama 120 min.
7.70
Die rote Wüste

Antonionis erster und bereits meisterlicher Versuch mit Farbe.

Ein Feuerstoß zerreißt den Himmel, ein Klagelied wird umtost von verfremdeter elektronischer Musik, als würde Pierre Henry für Fabrikmaschinen komponieren. Die Welt, wie sie sich Monica Vitti präsentiert: eine unendliche, futuristische Abfolge zerstörter oder zerstörender Industrielandschaften und unwohnlicher Innenräume: fauliges Rostrot und klinisches Weiß. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, läßt Antonioni Häuser neu streichen, das Gras in einen anderen Grünton färben. In die gewohnte Kühle seiner Isolationsstudie dringt ein delirierendes, subjektives Bewußtsein, das die Fassung verliert, als es sich einmal im undurchsichtigen Antonioni-Nebel allein findet: Während der Regisseur aus der Gegenwart eine Anti-Utopie macht, darf Vitti eine Phantasie erzählen, die mit ungeahnter Schönheit von einer unschuldigen Welt berichtet. Alles habe dort gesungen, sagt sie danach ganz fassungslos, alles. (Text: filmmuseum)

Details

Monica Vitti, Richard Harris, Carlo Chionetti, Xenia Valderi, Rita Renoir.
Michelangelo Antonioni
Giovanni Fusco, Vittorio Gelmetti
Carlo Di Palma
Michelangelo Antonioni, Tonino Guerra

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