In den Tag hinein

 Deutschland 2001
Independent 
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Die 22-jährige Lynn lebt in Berlin bei der Familie ihres Bruders Ben und genießt die Annehmlichkeiten des Familienlebens, ohne selbst Verpflichtungen einzugehen. Sie hat kein klares Ziel vor Augen, fasziniert aber andere Menschen durch ihre direkte und spontane Art. Ihr Freund David dagegen ist diszipliniert und ehrgeizig. Er trainiert für die Schwimmweltmeisterschaft und möchte sich von einer schwierigen Beziehung nicht einschränken lassen. Als Lynn den japanischen Studenten Koij kennen lernt, ist sie hin- und hergerissen. Immer mehr fasziniert sie die Beziehung, die fast ohne Worte auskommt, doch auch auf David will sie nicht verzichten.Die Handlung des Films lässt sich mit wenigen Worten beschreiben, nicht aber deren optische Umsetzung. Wie die ziellosen Helden in den City-Balladen Wong Kar-wais streift Maria Speths Protagonistin durch ein neonbeleuchtetes Berlin, das sich - dank Reinhold Vorschneiders Kameraarbeit - endlich einmal in einem Film als die aufregende Stadt präsentiert, die es auch sein kann. So aufregend, dass man verstehen kann, warum Lynn sich die Nächte um die Ohren schlägt und in den Tag hinein lebt.Auch die verquere Komik, die sich aus der Unmöglichkeit einer verbalen Kommunikation zwischen der deutschen Nachtschwärmerin und dem japanischen Studenten ergibt, hat etwas von Wongs Filmen. Das soll aber nicht heißen, dass In den Tag hinein kein eigenständiger Film ist. Schon lange nicht hat sich ein Regiedebüt aus Deutschland als visuell ausgesprochen eigenständig präsentiert. Dazu kommen präzise entworfene und glaubhafte Figuren. Der besondere Reiz von Maria Speths Film liegt aber in der Interpretation der Hauptrolle durch die junge Sabine Timoteo, die den immerhin 120 Minuten langen Film fast alleine und scheinbar mühelos trägt. Ihre Präsenz, ihre Vielseitigkeit und ihr Gesicht würden allein schon ausreichen, um In den Tag hinein sehenswert zu machen. (Konrad Markel)

Details

Sabine Timoteo (Lynn), Hiroki Mano (Koji), Florian Müller-Mohrungen (David), Sabine Riedel (Marie), Nicole Marischka (Antonia), Guntram Brattia (Ben), Kim Andrzejewski (Lilly), Saima Ahmad (Wilma)
Maria Speth
Johannes Grehl
Reinhold Vorschneider
Maria Speth
November Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • schöner film
    wie im titel - schöner film :)

    tolle schauspielerische leistung der jungen dame. wie so oft leisten hier sog. "jungschauspieler" bessere leistungen als die meisten hollywood sternchen.

    das einzige was mich ein klein wenig gestört hat, waren die kameraperspektiven. bin kein freund von nicht vollständigen bildern, sprich in manchen szenen zB fehlte ein teil des gesichts o.ä. aber das regt den zuschauer ja auch an.

    zum ende:
    nein, gestorben ist sie nicht. der film hat sozusagen garkein richtiges ende, so wie ich das sehe :) die letzte szene war doch, wie sie nackt im bett lag & er daneben saß, oder?

  • ich mag solche filme
    hi! der film zeigt schöne farben, formen und orte, alles ist ein bisschen anders. lynn betont die wörter, als wenn sie von einer anderen galaxie kommen würde. lynn hat austrahlung, sie ist keine 0815tussi. der film zeigt ein bisschen die wirklichkeit, nichts ist dramatisiert oder übertrieben

    Re:ich mag solche filme
    Hi fand den Film echt cool. Muss jedoch zugeben, dass ich das Ende nicht verstanden habe. Ist sie gestorben? Wegen dem Autounfall?