In the Beginning Was the Image: Conversations with Peter Whitehead

 GB 2006
Dokumentation 200 min.
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Wovon sein Film denn handeln solle, möchte Michael Caine von dem jungen Filmemacher wissen, der mit der Kamera auf der Schulter durch London läuft. Von dem was zu sehen sei, entgegnet dieser, und zu sehen sei doch mehr als genug. Dieser kurze Dialog zwischen dem Schauspieler und dem Mann mit der Kamera verdeutlicht eindrucksvoll den Zugang von Peter Whitehead zum politischen, sozialen und kulturellen Geschehen - nicht nur in bewegten Zeiten wie im London der 60er Jahre. Dass am Anfang das Bild steht, von dem sich alles andere heraus entwickelt, diesen Zugang hat auch Paul Cronin für seinen Dokumentarfilm über Whitehead gewählt: In the Beginning Was the Image nennt Cronin denn auch folgerichtig seine mehr als dreistündige filmische Annäherung, die das Werk Whiteheads sozusagen von innen heraus verfolgt. Der Karriere Whiteheads wird zwar chronologisch gefolgt, dennoch kommt es immer wieder zu Rück- und Querverweisen in Form von produktiven «Interventionen» durch Filmausschnitte, Dokumente, Interviewpassagen oder Archivmaterial, während die Bilder dabei auf beinahe wundersame Weise wie von selbst miteinander zu kommunizieren beginnen. Paul Cronin, den Besuchern der VIENNALE durch seine schöne, persönliche Dokumentation über den aus Wien stammenden Autor Amos Vogel bekannt, ist in diesem Jahr nicht nur der Vermittler des zu Ehren von Peter Whitehead ausgerichteten Tributes, sondern präsentiert mit In the Beginning Was the Image das Porträt eines großen Künstlers - und macht die Bedeutung der Arbeiten Whiteheads nicht nur für nachfolgende Dokumentarfilmemacher auf eindrucksvolle Weise ersichtlich.

(Text: Viennale 2006)

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Peter Whitehead
Paul Cronin
Gavin Syevens

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