Indochine

 F 1992
Drama 148 min.
7.00
Indochine

Französisch-Indochina in den 30er Jahren: Die Aufstände gegen die französischen Besatzer erfassen auch die Kautschukplantage von Eliane (Catherine Deneuve).

Französisch-Indochina im Jahr 1930: Mit strenger Hand leitet Eliane Devries (Catherine Deneuve) die väterliche Kautschukplantage. Eliane war noch nie in Frankreich. Sie wuchs ohne Liebe auf, und der einzige Mensch, dem sie sich verbunden fühlt, ist die 16-jährige Waise Camille (Linh Dan Pham), eine ehemalige Prinzessin, die Eliane adoptiert hat. Die beiden jungen Frauen sind so unzertrennlich wie Schwestern.

Elianes und Camilles Leben wird durch die Ankunft des jungen Marineoffiziers Jean-Baptiste Le Guen (Vincent Perez) in Saigon auf den Kopf gestellt: Beide Frauen verlieben sich in ihn. Unterdessen keimen in der einheimischen Bevölkerung nationalistische Bestrebungen auf. Unter dem Schutz des Sicherheitschefs Guy Asselin übersteht Eliane die ersten Anschläge, die sich gegen die französische Kolonialmacht und ihre Plantage richten. Sie entfernt sich von Jean-Baptiste, doch Camille, die inzwischen gegen ihren Willen mit ihrem Cousin Tanh verheiratet wurde, liebt ihn noch immer.

Camille entflieht der Welt der Kolonialherren und durchquert das Land in Richtung Norden. Auf ihrer Flucht sieht sie das Leid ihres unterdrückten Volkes. In der Halong-Bucht trifft sie Jean-Baptiste wieder, der hierher strafversetzt wurde. Das Schicksal der Liebenden ändert sich radikal, als Camille einen Soldaten tötet und untertauchen muss. Aus Camille wird die legendäre "rote Prinzessin".

Details

Catherine Deneuve, Vincent Perez, Linh Dan Pham, Jean Yanne, Dominique Blanc, u.a.
Régis Wargnier
Erik Orsenna, Louis Gardel, Catherine Cohen, Régis Wargnier

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zurück nach Frankreich
    Es ist ein breit angelegtes Epos, das in der Endphase der Kolonialherrschaft der Franzosen in Vietnam angesiedelt ist. Man sieht das Lotterleben der herrschenden Kaste mit allem was dazugehört: z. B. Bootswetten und Opiumhöhlen.
    Vor diesem Hintergrund spielt sich ein Familiedrama ab, dessen Ausgangspunkt die Liebe von Mutter und Adoptivtochter zum selben Mann ist. Die omnipresente Catherine Deneuve spielt die zentrale Figur als emanzipierte Frau, die mit echten Gefühlen zu kämpfen hat: der Liebe zu einem Mann und der Liebe zu ihrer Tochter. Obwohl die politische Lage eine wichtige Rolle spielt, bleiben die Ereignisse im Hintergrund, sie haben nur marginale Bedeutung. Es ist vielmehr von Interesse, wie sich die Franzosen mit dem Abschied von einstiger Größe abfinden. Wenn es im Ausland nicht klappt, kann man ja immer noch zurück nach Frankreich – und genau da treffen sich die beiden Handlungsstränge: die Heimgekehrten und die, die von nun an in Vietnam Verantwortung übernehmen.