Insider

 USA 1999

The Insider

Drama, Thriller 157 min.
7.90
film.at poster

Jeffrey Wigand (Russell Crowe), Führungskraft in der US-Tabakindustrie, will an die Öffentlichkeit gehen, um bekannt zu machen, dass die Tabakkonzerne die Gesundheitsgefahren des Rauchens vertuschen.

Jeffrey Wigand (Russell Crowe), Führungskraft in der US-Tabakindustrie, will an die Öffentlichkeit gehen, um bekannt zu machen, dass die Tabakkonzerne die Gesundheitsgefahren des Rauchens vertuschen. In einem Interview für eine TV-Show gibt Wigand sein Insiderwissen preis. Lowell Bergman (Al Pacino), der Produzent der Show, darf den Beitrag jedoch nicht senden.

Nachdem Wigand sich an die Medien gewandt hat, wird er entlassen und muss mit einer Verleumdungskampagne und Morddrohungen fertig werden.

Details

Al Pacino, Russell Crowe, Christopher Plummer, Diane Venora, Philip Baker Hall, Lindsay Crouse, u.a.
Michael Mann
Eric Roth

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Insider
    Ihr könnt Euch diesen tollen Film noch vom Internet herunterladen. Aber es ist eine Schande, dass er in Österreich so rasch unterdrückt und nie im TV gezeigt wurde. Wir sollten alle an wunsch@orf.at schreiben, dass sie ihn ins Programm nehmen sollen, wenn sich unser freier Journalismus nicht vor der Tabakindustrie fürchtet !

  • Naja
    Naja, so gut wie alle schreiben fand ich den Film wirklich nicht. Das Thema ist zwar sehr interessant, aber das wars auch schon. Ein hochbrisantes Thema so langweilig rüberzubringen, dazu gehört schon einiges. Oder hat einer von euch geglaubt, daß der Film kein Happy-End hat?

    Re:Naja
    wo baumi recht hat hat er recht, wollen wir mal fair bleiben und jedem seine meinung lassen liebster alpha 3!!!

  • Helden sehen anders aus
    Wie weit ist ein Mensch bereit zu gehen, wenn die Wahrheit auf dem Spiel steht? Wo liegt die Macht der Medien und wo findet sie ihre Grenze? Lassen der Einfluß der Konzerne und deren internationale Kapitalverflechtungen überhaupt noch eine kritische Berichterstattung zu, oder, wie es der ¿Insider¿ nahelegt, sind wir heute einem System der Meinungsbildung ausgesetzt, welches die Medialisierung von Information im wesentlichen als unterhaltsames Spektakel begreift? Michael Mann`s Insider ist weniger ein Film über die üblen Machenschaften allmächtiger Wirtschaftskonzerne, sondern eine psychologisch fein gezeichnete Studie über die Ohnmacht und Erpressbarkeit des Einzelnen und der Medien angesichts der übermächtigen Gegnerschaft von Wirtschaft und Staat. Konnte Bob Woodward in den Siebzigern noch mit dem Rückhalt seiner Zeitung rechnen, als er daran ging, den Watergate-Skandal aufzudecken, scheinen jetzt, Anfang des neuen Jahrtausends, die Karten neu gemischt: nur durch den äußersten persönlichen Einsatz des Journalisten (hervorragend: Al Pacino) gelingt es, das inkriminierende Interview mit dem Quer-Aussteiger auf Sendung zu bringen. Mit feiner Ironie macht der Film deutlich, daß es gerade nicht die heute so gern als übermächtig stilisierten elektronischen Medien sind, die der Darstellung der Wahrheit Platz einzuräumen gewillt sind: erst ein Vorabdruck des Interviews in einem Print-Medium macht über den Umweg des Zitats die TV-Sendung möglich. Treffende Seitenhiebe auf die kafkaesken Absurditäten des amerikanischenRechtssystems garnieren darüberhinaus die durch und durch spannende Handlung abseits modischer Gewalt-Epen. Fazit: Helden sehen eigentlich anders aus. (****)

  • Längen mit Hirn
    Ich muß mich den bisherigen Kritiken anschließen. Der Film ist packend, die Schauspieler brilliant.
    Leider hab ich so meine Probleme mit Superlativen. Wenn jemand einen Film, als den... aller Zeiten, dieses Jahres,... bezeichnet, dann hat er das Langzeitgedächnis eines Goldfisches.
    Die Längen des Films würd ich nicht unbedingt als Schwächen bezeichnen. Ok ich hab mich im 1. Drittel auch dabei ertappt, wie ich auf die Uhr geschaut habe.
    Aber gerade aufgrund der gegensätzlichen und sehr vielschichtigen Charaktere, müssen diese am Anfang zuerst aufgebaut werden. Die sogenannten "Längen" (mit ausgezeichneter Musik unterlegt Sequenzen der handelnden Personen) bieten dem Zuschauer dabei die Möglichkeit, über die Charaktere nachzudenken, ihre Situation zu erfassen.
    Interessant ist, daß diese ruhigen Szenen, auf schwierge Situationen für die Handelnden folgen, als ob man dem Zuschauer Zeit geben will, sich sich in die handelnde Person hineinzuversetzen.
    Alles in allem ein Film mit Hirn, wobei man sein eigenes tatsächlich nicht an der Kassa abgeben sollte.

  • WAHHNSINNNN!
    Wer diesen Film verpasst, ist wirklich selber schuld. Für mich eindeutig einer der besten Film des letzten Jahres.
    Selten gelingt es einem Regisseur einen DOKU Film über eine Länge von 2,5 Stunden dermaßen spannend und packend zu gestalten.
    Mein Kompliment an Michael Mann, über Russell Crowe und Al Pacino braucht man ohnedies nicht viel sagen.
    Der Soundtrack vom Feinsten, immer der Situation perfekt angepasst, aber sicher nicht zu konventionell. Mit einem Wort, cih war schwer beeindruckt.
    Finde es echt schade, das Film wie THE INSIDER auf so wenig Reaktion beim Publikum stossen. Das lässt wirklich traurige Rückschlüsse zu auf
    den filmischen Geschmacks des durchschnittlichen Herrn und Frau Österreicher.
    Mein Tip, im Original ansehen (sowieso immer!). THE INSIDER, being John Malkovich und Man on the Moon sind eindeutig das beste, was zur Zeit im Kino zu sehen ist!

    Re:WAHHNSINNNN!
    Das "geringe Publikumsinteresse" lag wahrscheinlich nur an der guten Kooperation
    der Tabakindustrie mit der Werbeindustrie in Österreich. Aber wir sollten alle dem
    ORF schreiben, damit er den Film ins Hauptabendprogramm nimmt!

    Re:Re:WAHHNSINNNN!
    War echt ein guter Film, der da in Österreich viele Monate gelaufen ist. Und der Gladiator hat dort ganz anders ausgschaut. Viel älter. Komisch. Jetzt ist der Gladiator schon wieder für den Oscar nominiert. Noch komischer!

    Nicht Vergessen
    "The Insider","Being John Malkovich" und "Man on the Moon" sind ja vielleicht momentan sehr gute Filme. Aber Du kannst doch nicht auf "DOGMA" vergessen. Das ist nämlich auch einer der besten Filme der gerade im Kino läuft!
    Einmal verzeihen Loki und ich dir noch, aber beim nächsten Mal wird unsere Strafe vurchtbar sein. Und wenn Du vielleicht Dogma noch gar nicht gesehen hast - Dann aber sofort ins Kino. Oder wir holen dich.

  • Guter Durchschnitt!
    Ich kann mich den anderen Kritiken nicht ganz anschliessen. Sicher war der Film nicht schlecht. Und ich bin jetzt noch dankbar, dass mir das Drehbuch den Tugendterror, (Rauchen - USA) den ich erwartet habe, erspart hat. Trotzdem war der Film für mich nicht so toll oder gar genial wie für die Anderen. Zu Al Pacino und Russel Crowe (warum spielt der Mann in einem Schinken wie "Gladiator" mit)muß man sowieso nichts sagen. Der Film war auch, gerade gegen Ende hin, recht Spannend.(Vorallem wenn man bedenkt, dass es sich um eine True-Story handelt) Mir waren aber die Ideen im Drehbuch ein wenig zu einfallslos. Auch wenn die Wendungen in der Handlung nicht gerade vorhersebar waren, hätten sie doch origineller sein können.
    Alles in Allem ist "The Insider" aber sicher ein ganz guter Film. Und es war, wenn man vorher "Being John Malkovich" und "Dogma" gesehen hat, sicher keine vergeudete Zeit.

  • Info als Ersatz für den Film??
    Ich finde, eine kurze Information über den Film würde vollkommen genügen. 1. ist
    es angenehmer, sich etwas weniger durchlesen zu müssen, und 2. braucht man sich den
    Film ja echt nicht mehr ansehen, nach der extrem "ausführlichen" Information. Wollt
    Ihr allen den Spaß am Kino-gehen verderben??

  • Ein Wahnsinnsfilm!..
    ... und dann sitzen am Montagabend gerade mal 16 Leute im Kniosaal! Das ist echt deprimierend, denn der Film ist wirklich toll: Stilistisch, musikalisch und schauspielerisch!
    Vor allem ist erfreulich, daß er wirklich vielschichtig ist und alle möglichen Argumente pro und contra im Thema "Pressefreiheit gegen Verschwiegenheitsklausel" und den Preis der Wahrheit gegen den Verlust der Existenz aufwirft. Russell Crowe ist großartig in dem Film - ich mag Kevin Spacey ja wirklich sehr, aber wenn schon einer von den 5 Nominierten, dann hätte Crowe den Oscar bekommen sollen! Auch der Rest der Besetzung ist erstklassig.
    Bitte Leutln, nehmt´s euer Hirn mit und schaut´s euch den Film an!!!

    Re:Ein
    Leider ist der Insider in Österreich nur mehr über Internet zu sehen. Offenbar hat ihn
    die Tabakindustrie (in Zusammenarbeit mit der Werbeindustrie) erfolgreich boykottiert.
    Vielleicht könnten wir unsere Freunde per Internet-Schneeballsystem bitten, mails an
    den ORF zu schreiben, damit der Insider doch noch ins Programm aufgenommen
    und damit einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird?

    Re:Re:Ein
    ???? Kenn mich nicht aus. Oder ist das ein Scherz und ich versteh ihn halt nicht. Der Film war vor einem Jahr überall in Österreich im Kino zu sehen????? Verwirrung ????

    Re:Re:Re:Ein
    Du schreibst selbst von der tollen Darstellung des Machtmissbrauchs und seiner Opfer.
    Was glaubst Du werden die im Insider angegriffenen mächtigen Gruppen tun, damit
    der Film wirklich in "allen Kinos" oder gar im TV läuft ? Noch dazu wo er den Opfern
    Hoffnung macht, dass Widerstand nicht völlig zwecklos ist. Man kann einen Film auch
    ohne Promotion laufen lassen und dafür sorgen, daß er rasch wieder vom Spielplan
    verschwindet. Durch die Diskussion um strengere Tabakwerbeverbote sind Tabak-
    und Werbeindustrie näher zusammengerückt. Da werden sie doch gemeinsam mit
    einem solchen Film fertig werden, im ahnungslosen Österreich.

    ´the insider´ - ein kraftwerk
    ´the insider´ ist kein perfekter film. als klischeebeladene schon oft erzählte ´david und goliath´ geschichte schien ein scheitern unvermeidbar. so sind z.b. beziehungen teils naiv gezeichnet und dialoge oft flach geführt. aber ´the insider´ ist troz seiner schwachstellen ein echtes kraftwerk. al pacino und russell crowe liefern sich ein unheimliches schauspielduell als zwei figuren die am gleichen strang ziehen, aber aus unterschiedlicher perspektive agieren. russell crowe spielt dr. jeffrey wigand. als ehemals führender mitarbeiter der wissenschaftsabteilung eines tabakkonzerns hat er sich zu sehr um das wohl der konsumenten sorgen gemacht, und wurde gekündigt. aber er ist ein echter ´insider´ und mitwisser trauriger firmenpolitik und stellt eine gefahr für den mächtigen konzern da. dass nicht nur tabakkonzerne machtmißbrauch betreiben muß auch noch al pacino lernen, der als journalist bei einem tv-nachrichtenriesen auch nichts zu lachen hat. also: die medien und die tabakindustrie sind die bösen - nichts neues. michael manns aufwühlende art uns die ausweglosigkeit und machtlosigkeit in die unser held dr. wigand getrieben wird zu zeigen ist große kunst. geniale schauspielführung, kamera und musik tuen ihr übriges. selten zuvor
    wurde man als zuschauer von einer atmosphäre so gefangen die in der ersten sekunde des films beginnt und erst mit dem abspann endet. wenn die gewaltwalzen von macht(=geld?) und korruption auf einen geschwächten mann zurollen, dann beben die seele und der kinosaal. dr. wigand verliert fast alles - seine familie, seinen besitz und seinen lebenswillen. die zerbrechlichkeit dieses einzelnen menschlichen wesens zu zeigen ist der echte triumpf dieses filmes. ein film aus amerika, an der oberfläche polierter hollywoodmainstream, aber insgesamt so viel mehr. toll!

  • Genialer Film
    Endlich mal wieder ein realistischer Film, packend erzählt, hochklassige Schauspieler, geniale Dialoge. Sehr positiv überrscht war ich von Russel Crowe, der Großmeister Al Pacino schauspielerisch fast noch übertrifft! Sehr empfehlenswert für alle die ihr Gehirn nicht an der Kinokasse abgeben! :-)

    Re:Genialer
    Warum darf dieser Film in Österreich nicht mehr gezeigt werden?
    Hat die Tabakindustrie seine Aufnahme ins TV-Programm verhindert oder ein Politiker,
    dem der Verkaufspreis der ATW-Aktie wichtiger ist als die Wahrheit?

    verständinslos
    Wo liegt das Problem, liebe Danja? Der Film ist vor nicht einmal einem Jahr in allen möglichen Kinos in Österreich "ganz normal" gelaufen. Die Frage ist eher, warum er jetzt schon wieder in film.at steht, obwohl er nirgends gezeigt wird. Und daß er noch (!) nicht im Fernsehen zu sehen war, ist doch auch klar. Das dauert doch immer mindestens zwei, drei Jahre.

    Re:Re:verständinslos
    Danke schön! Es war wirklich nicht einfach, "Nein" zu sagen, als diese nach Havanna-Zigarren riechenden Typen mit Sonnenbrillen in unserer Redaktion aufgetaucht sind und uns einen Koffer voll Geld präsentiert haben. Ich hätte ihn eh angenommen, aber der Markus, der überzeugter Nichtraucher ist, hat gesagt, wir sollens nicht machen. Die Wochen danach waren auch nicht gerade einfach, als täglich diese anonymen Drohanrufe hereingekommen sind. Und dann erst die Flamings im film.at Forum! Aus lauter Nervosität ist mein Zigarettenkonsum auf eineinhalb Packerl pro Tag gestiegen. Inzwischen bin ich aber wieder auf fünf pro Tag herunten. Und stolz sind wir schon, dass wir uns nicht haben einschüchtern oder kaufen lassen! ;-)

    P.S.: In den Niederlanden gibts demnächst ein totales Tabakwerbeverbot.

  • TOLL
    Ein toller Film, der zwar für 7 Oscars nominiert wurde, aber keinen erhalten hat. Schade darum, den der Film ist besser als manche "Oskarfilme"! Ein muss für jeden, der Spannung erleben will und dabei nicht allzuweit von der Realität im Film abkommen möchte! Al Pacino glänzt in einer Rolle, die wie auf ihn zugeschnitten scheint!

    Re:TOLL
    Daß dieser Film in Österreich bisher nur über Internet zu sehen ist, dürfte an den ATW liegen, die über ihren politischen und finanziellen Einfluß eine Aufnahme ins Programm von Kino oder TV bisher erfolgreich verhindert haben. Haben wir noch Freiheit in Kunst und Film?

    Re:Re:Re:Re:TOLL
    Das der Film in Österreich nicht so viel Anklang gefunden hat, liegt wohl eher daran, dass er nahezu zeitgleich mit "Erin Brockovich" ins Kino gekommen ist. Und da
    diese beiden Filme doch so ziemlich den selben Inhalt hatten (Kampf gegen Giganten), und der Film mit Julia Roberts doch massentauglicher war, ist es mmn
    nachvollziehbar warum "Insider" gefloppt ist. Ich habe "Insider" damals in der Sneak gesehen und muss leider sagen, dass es einer der schwächsten Sneak-Filme
    war, die ich je gesehen habe. Russel Crowe hin, Al Pacino her, der Film war einfach nur langweilig. Und das es nicht heißt, ich versteh nichts vom Film (und wenn es
    das heißt, so ist es mir auch egal): Etliche Besucher standen mitten im Film auf und gingen, bei anderen hörte man recht überdeutlich einen Seufzer der Erleichterung
    als der Film endlich aus war. Man kann Missstände natürlich auch so darstellen, wie sie in "Insider" dargestellt werden: Ziemlich realistisch. Aber auch wenn es die
    sogenannten Cineasten verteufeln: Missstände zeigt man deutlicher in publikumswirksamen Filmen wie "Erin Brockovich", "Eine Frage der Ehre" oder "Remember
    the Titans" auf.