Irrational Man

 USA 2015
Drama, Krimi 13.11.2015 95 min.
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6.80
Irrational Man

Ein depressiver Philosophie-Superstar gerät in eine doppelbödige Crime-Story.

Woody Allens enorme Produktivität war in den letzten Jahren beachtlich. Und seinen neuen Film macht vor allem die schauspielerische Großleistung von Joaquin Phoenix zu einem lichten und souveränen Moment in seinem Werk. Mit subtiler Selbstironie und verzweifelter Coolness spielt Phoenix den schäbigen und depressiven Philosophie-Superstar, der auf einer amerikanischen Elite-Uni zu Besuch ist und dem die Frauen hysterisch verfallen sind. Doch nicht alle. Und es wäre nicht der alte Fuchs Allen, wenn die simple Geschichte nicht unversehens zu einer spannenden und doppelbödigen Crime-Story geriete.

Details

Joaquin Phoenix, Emma Stone, Parker Posey, Nancy Carroll, Allison Gallerani, Brigette Lundy-Paine, u.a.
Woody Allen
Darius Khondji
Woody Allen
Warner Bros.

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mord mit Folgen
    Der Titelheld Abe Lucas (Joaquin Phoenix), ein Philosophieprofessor, ist alles anders als irrational. Er drückt sich vor der Verantwortung an einem Mord und versteckt sich verbal hinter philosophischen Barrikaden. Folglich gibt es langatmige Diskussionen über Moral und Freiheit. In echter Woody Allen Manier geht das einher mit Blockade im Kopf, was auch zu Blockade im Bett führt.
    Erst die überbordende Liebe der Studentin (sic!) Jill (Emma Stone) und die Ausführung eines Mordes erwecken im depressiven Prof wieder die Lebensgeister.
    Statt polizeilicher Ermittlungen gibt es nur Pressemitteilungen und so reimen sich Jill und Rita (Parker Posey), Abes andere Bettgenossin, eins und eins zusammen. Das ist nicht sehr spannend, weil der Zuschauer die Vorbereitung und die Ausführung des Mordes gesehen hat. Man fragt sich auch nicht mehr, ob man Abe draufkommt oder nicht. Was bei ‘Matchball‘ noch dramaturgisch und optisch in der Schwebe gehalten wurde, löst hier ein missglückter Mordversuch vor der offenen Fahrstuhltür, wobei eine Taschenlampe, die der Zuschauer kennt, einem rollenden Einsatz hat.
    In den Diskussionen überzeugt nur Emma Stone wegen ihrer Emotionalität, Joaquin Phoenix streichelt mehr sein aufkommendes Bäuchlein und tarnt das mit viel Kirkegaard und Sartre. Für dem Vielfilmer Woody Allen ein ganz passables Produkt.