I Loved You - Three Romances

 Russland/D 2000

Ja was ljubil - Tri Romansa

Dokumentation 
film.at poster

Sicher hat sein Kurzfilm Pavel and Lyalya (1998) Wiktor Kossakovskij zu dieser Trilogie angeregt, in der er von der Liebe in den verschiedenen Lebensabschnitten erzählt. Da ist zunächst das Alter, der Lebensabend, und die bedingungslose, aufopfernde Liebe Lyalyas für Pavel, den Mann ihres Lebens. Trotz der Bedrohung durch Krankheit und Tod, trotz der gelegentlichen Auflehnung Lyalyas und ihrer Erschöpfung erstrahlt dieser ernste und ergreifende erste Teil im Sanftmut seiner Figuren. Pavel und Lyalya waren einst in St. Petersburg die Lehrer von Kossakowskij, die nun ihren Lebensabend in Jerusalem verbringen.Dann ist es für Sergej und Natascha an der Zeit zu heiraten. In diesem zweiten und kürzesten Film der Trilogie richtet sich das Interesse des Filmemachers auf die Vorbereitungen, die Trauung, das Ritual des Festmahls und das Auspacken der Geschenke. Man fragt sich jedoch, ob sich die beiden diesen Schritt reiflich überlegt haben. Denn was hier erschüttert, ist die Inhaltslosigkeit einer materialistischen Welt, in der die Liebe leicht, aber zerbrechlich erscheint.Zuletzt ergründet Kossakowskij das Phänomen in dem Lebensabschnitt, in dem die Zeit scheinbar am langsamsten verrinnt. In einem Kindergarten finden wir schon die ersten Freuden der Liebe, die Hoffnung auf Zweisamkeit, Freundschaft, aber auch die ersten Enttäuschungen und Trennungen. Die Liebesbezeugungen sind wie Pfeile, die ihr Ziel verfehlen und die kindliche Liebe erweist sich als ebenso liebreizend wie grausam. Inmitten des ganz normalen Tumults wird der Kummer der untröstlichen kleinen Katja, zum Symbol unglücklicher Liebe schlechthin. Katjas Tränen erinnern daran, dass niemand, egal welches Alter er hat, vor Liebeskummer gefeit ist.Der Filmemacher lässt weder den besitzergreifenden Aspekt, noch die Abhängigkeit von Konventionen oder die Leidenschaft in Beziehungen aus. Aber er zeigt auch, wie sich die Liebe im Laufe der Jahre festsetzt, läutert und einfacher wird, als ob ein ganzes Leben nötig wäre, damit Bindungen ihre ganze Bedeutung entfalten. (Bertrand Bacqué)

Details

Wiktor Kossakowskij
Iwan Koslowskij
Wladimir Morosow, Wiktor Kossakowskij
Wiktor Kosssakowskij nach Gedichten von Aleksandr Puschkin
Viola Stephan Filmproduktion

Kritiken

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