Jean-Pierre Melville (Portrait en 9 Poses)

 1971
Dokumentation 52 min.
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Ein dunkler Dokumentarfilm über eine alte schwarze Metropole ­namens Paris und einen alten „weißen“ Clown namens Béby, den „letzten“, „größten“ seines Fachs. Danach: ein Porträt Melvilles, einziger Regisseur vermutlich, dessen Wohnstatt Teil seines Filmateliers und im Stil amerikanischer Filmdekors eingerichtet war, so wie der Stil seiner Filme sich am Kanon des klassischen Holly­woodkinos orientierte - was ihn nicht hinderte, mit Anwendung dieses Kanons rigide Melville-Filme und rigorose Melville-Tragödien zu destillieren. Er hat sein Leben, die Vision davon und generell das Bild jenes tragischen Lebewesens, das Gewissheit hegt, dass es sterben wird, film-geträumt oder den Traum dieses Lebens in Film übersetzt. In Godards À bout de souffle spielt er den Dichter, der auf die Frage nach der essentiellen Ambition seiner Existenz sardonisch antwortet: „Unsterblich werden ... dann sterben.“ Beides hat sich, jedes gemäß seiner Art, vollzogen. (H.T.)

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André S. Labarthe

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