Jeder stirbt für sich allein (1975)

 BRD 1975
Drama 102 min.
6.80
Jeder stirbt für sich allein (1975)

Carl Raddatz und Hildegard Knef spielen die Hauptrollen in dieser eindrucksvollen Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hans Fallada.

Als 1940 der einzige Sohn von Otto und Anna Quangel in Frankreich fällt, engagiert sich das bis dahin unpolitische Berliner Handwerkerehepaar gegen das Nazi-Regime. Sie beginnen eine Postkarten-Aktion gegen Hitler. Schon bald kommt die Gestapo ihnen auf die Spur und sie müssen ihren Mut mit dem Leben bezahlen.

Details

Anna Quangel, Otto Quangel, Martin Hirthe, Gerd Böckmann, Sylvia Manas, Peter Matic, Brigitte Mira, u.v.a.
Alfred Vohrer
Miodrag Cubelic, Anton Czerwik

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mut zum Widerstand
    Die Romane von Hans Fallada sind stets zu Unrecht an den Rand dieser literarischen Gattung gedrängt worden. Wer diese Verfilmung zu rührselig findet, übersieht ihren Lerneffekt auf die nachfolgenden Generationen. In einer Zeit, in der viele die Stasi ins 3. Reich verdeuten und Zivilcourage immer noch ein Fremdwort ist, sind solche Filme unheimlich wichtig. Weil der grosse historische Zusammenhang an individuellen Schicksalen deutlich wird. Man sieht, wie Opportunismus und Denunziantentum grassieren und wie im Nationalsozialismus der gesellschaftliche Abschaum an die Oberfläche geschwemmt worden ist. Gewissenlose Mörder beherrschen die Szene, der Großteil der Bevölkerung lebt in Angst. Manche versuchen Schlimmes zu verhindern, trauen sich aber nicht aus der Deckung. Nicht jeder ist halt zum Helden geboren. Aber jeder sollte sich diesen Film anschauen.