Karin Månsdotter

 SWE 1954
Drama, Geschichtsfilm 106 min.
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Ein formal besonders ausgefeiltes, fast experimentelles Werk Sjöbergs, gleich Fröken Julie auf einem Strindberg-Stück basierend, das hier jedoch relativ frei verarbeitet wird. In drei gestalterisch sehr unterschiedlichen Teilen erzählt Karin Månsdotter die Geschichte einer jungen Frau aus dem Volke, in welche sich Erik XIV, König von Schweden verliebt; auf Betreiben seines demokratisch gesonnenen Beraters Persson ehelicht er Karin – nach einigem Hin und Her mit dem Hause Tudor und sehr zum Missfallen des Adels. Am Ende, nach allerhand Kabalen, krank an Körper und Seele, wird erst Persson hingerichtet, dann Erik ermordet, während Karin gnädigerweise ans Ende des Reiches, nach Finnland, verbannt wird. Der Anfang hat einen balladesken Volksstückcharme; die Mitte erinnert an einen arg frostigen Politthriller im Kostüm; das Ende wirkt streng und trist – Käfig folgt auf Käfig, mal sind sie dreckig, mal golden, aber stets verriegelt und bewacht. (R.H.)

Details

Ulla Jacobsson, Jarl Kulle, Ulf Palme, Olof Widgren, Stig Järrel
Alf Sjöberg
Alf Sjöberg, August Strindberg

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