Ken Park

 USA/NL/F 2002
Drama, Independent 31.01.2003 
film.at poster

Eine Gruppe von Jugendlichen stehen mit ihrem familiären Alltag im Mittelpunkt von Larry Clarks neuesten Werk.

Der Film spielt in Visalia, Kalifornien, einer kleinen isolierten Stadt zwischen Los Angeles und Fresno. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Jugendlichen mit ihrem familiären Alltag. Wir sehen drei Jungen und ein Mädchen, alle miteinander befreundet, wir sehen häusliche Gewalt, Liebe und Sinnlichkeit. Ken Park besitzt einen Humor, der bisher in den Filmen Larry Clarks nicht zu finden war: Er räumt auf mit erotischen Zwängen und stellt Verworfenheit und Gewalt in ein neues Licht. Wenn der Film auch mit einem Selbstmord beginnt und Inzest, kranke Religiosität, Mord und Leere darin eine große Rolle spielen, bekommt der Sex dennoch eine viel positivere Dimension als noch in Kids oder Bully. Ken Park ist Clarks ausgereiftestes Werk und sein filmisch gelungenstes. Jede Einstellung ist von atemberaubender Schönheit und entspringt intimen und fiebrigen, aufregenden und hässlichen Einblicken in die Welt der Teenager, diesen anmutigen Helden eines halb mentalen, halb soziologischen Traumreichs voller unbestimmbarer Laszivität. Dass der Film kontrovers diskutiert werden wird, ist mehr als wahrscheinlich. (Didier Péron) Harmony Korine schrieb Ken Park 1995, noch bevor Kids produziert wurde. Das erklärt, warum der Film wesentlich mehr mit Kids zu tun hat als mit den beiden Filmen, die Clark inzwischen drehte. Er ist eine Art «Kids 2», ohne die harten Drogen, dafür mit Eltern, Großeltern und Sex und noch mehr Sex. Das männliche Geschlechtsorgan, dieses scheue Wesen des kinematografischen Dschungels, wird auf eine Lichtung getrieben und gezwungen, auf und ab zu springen, erregt zu sein und übererregt, bis ins kleinste Detail. Und die Begattungszeremonie dreier Highschool-Freunde (zwei Jungen, ein Mädchen) wird mit einer exemplarischen Deutlichkeit und Eindeutigkeit gezeigt, als sei dies ein Dokumentarfilm von National Geographic. (Lee Marshalbp(Steve Gravestock)

Details

James Ransone (Tate), Tiffany Limos (Peaches), Stephen Jasso (Claude), James Bullard (Shawn), Mike Apaletegui (Curtis), Adam Chubbuck (Ken Park), Wade Andrew Williams (Claudes Vater), Amanda Plummer (Claudes Mutter)
Larry Clark
Howard Paar, Matt Clark
Ed Lachman, Larry Clark
Harmony Korine
in Österreich: Stadtkino; internat.: Fortissimo Film Sales

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • schlichtweg genial
    ken park ist ein film für reife menschen. er zeigt das leben dieser jungen menschen von allen relevanten seiten. so manche szene könnte aus einem sexfilm, andere wieder aus einem gewaltfilm stammen. der unterschied ist, daß der film weder auf sexfilmliebhaber noch auf gewaltbegeisterte abzielt. er zielt auf menschen ab, die sich mit dem leben mit allen seinen sonnen- und schattenseiten beschäftigen. und es ist endlich ein film, der die dinge ZEIGT, wie sie sind und damit beweist, daß der spruch "man muß nicht alles zeigen, man kann es sich ohnehin vorstellen", grober unsinn ist. ken park ist kein film, den man danach gleich wieder vergessen kann.

  • lary clarks tiefpunkt
    lary clarks filme werden immer schlechter. ken park ist wohl der bisherige tiefpunkt. saudumme charaktere, unsympathisch explizite gewaltszenen, ... der mann sollte doch lieber bei der fotografie bleiben

  • Ganz gut, etwas überschätzt
    Ja,
    die Blumenau-Rede war eigentlich überflüssig, so Premieren-Show.

    Mir hat der Film "gefallen", obwohl er sicherlich ein wenig überschätzt wird.

    Re: Ganz gut, etwas überschätzt
    der ganze blumenau is überflüssig!!!
    ich finds sch....., daß er auf fm4 so viel redezeit hat :-( der is sooooo sauarrogant!

    Re: Re: Ganz gut, etwas überschätzt
    wer sich beschwert, daß blumenau auf fm4 zuviel redezeit hat, und arrogant sei, der/die hat das konzept dahinter nicht verstanden.... - eben moderation der anderen art - ist dir hari raithofer denn lieber?

  • tja
    Der einführenden Worte bei der Premiere im Gartenbau waren ja schon mal nicht so toll...
    2 Kameraleute, die sich in Graz bei irgendnem Festl kennen gelernt haben machen zusammen nen Film... da hab ich schon mal ernste Zweifel gehegt !

    Der Film ist so beschäftigt damit aufzuregen & zu schockieren, das er vergisst was er überhaupt erzählen möchte... Es gibt theoretisch gute Geschichten - der religiöse Vater zb. Doch das wird alles nur halbherzig angeschnitten, und zudem durch viele unnötig lange (und wenig überwältigende) Sexszenen gestört.
    Viele Charaktere kommen gar nicht zur Geltung bzw. bleiben leer. Warum müßen es denn immer soviele Schicksale sein ? Reicht es denn nicht ein Schicksal herauszuarbeiten (siehe "American Beauty") ?? Ich lass die Frage mal im Raum stehen.
    Wer Hundstage gesehen hat wird auch Parallelen finden - nur, wenn man so etwas einmal gesehen hat, reichts völlig.