Kikujiros Sommer

 J 1999

Kikujiro no natsu

Independent 25.02.2000 121 min.
Kikujiros Sommer

Die Freundschaft zwischen einem großmäuligen Misanthropen und einem kleinen Buben auf der Suche nach seiner Mutter

Ein großmäuliger Nichtsnutz begleitet einen kleinen Buben auf der Suche nach dessen Mutter. Nach allerlei anfänglichen Mißverständnissen werden aus den beiden ungleichen Weggefährten doch noch Freunde. Takeshi Kitano glänzt diesmal vor allem als Komiker.

Details

Takeshi Kitano, Yusuke Sekiguchi, Great Gidayu, Fumie Hosokwa, Rakkyo Ide, Makoto Inamiya, Kayoko Kishimoto, Akaji Maro, Hisahiko Murasawa, Yusuke Sekiguchi, Daigaku Sekine, Yoji Tanaka, Kazuko Yoshiyuki
Takeshi Kitano
Jô Hisaishi
Katsumi Yahigishima
Takeshi Kitano

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Masaos Ferien
    Regisseur Kitano hatte wohl richtig Lust, diesen ausgelassenen Film zu drehen. Er übernahm auch gleich die Hauptrolle und zeigt sich hier von seiner humoristischen Seite. Wir erfahren erst ganz am Ende, dass er Kikujiro heißt, der mit dem kleinen Masao (Yusuke Sekiguchi) wunderbare Ferien verbracht hatte. Beide sind auf eine abenteuerliche Reise zu Masaos Mutter gegangen. Dabei kommt es nicht auf das Zusammentreffen von Mutter und Sohn an, denn der Weg ist das Ziel.
    Die beiden unterschiedlichen Figuren durchleben ungewöhnliche Situationen mit skurrilen Gestalten. Manche davon sind so unwirklich abgehoben, dass sie nur der Fantasie eines Kindes entsprungen sein könnten. Kikujiro geriert sich als eine Mischung aus Simplizissimus und einer etwas verschlankten und deswegen auch geschwächten Ausgabe von Bud Spencer. Begleitet von einem eigenartigen Witz der ebenso wie der versteckte Charme des Ganzen etwas gewöhnungsbedürftig ist, fallen beide mehrmals aus dem Rahmen der üblichen Erwartungen, weil ihr Verhalten nicht den herkömmlichen Denkschemata entspricht. Wir sehen bisweilen eine verkehrte Welt.
    Ein Ferienspaß der etwas sonderbaren Art.

  • kikujiro
    als japanologiestudentin war dieser film sowieso ein must für mich....
    ich kann jedem nur empfehlen, sich diesen film in der OmU anzusehen, um wirklich etwas von dem feeling mitzukriegen das durch die synchronisation bestimmt verschwindet!!!!
    traumhaft: das immerwiederkehrende klavierthema!!!

  • Poetischer Sommer
    Ein nie erwachsen gewordener Erwachsener als grantiger Ungustl mit Herz, Motorradrocker als Weicheier, Kinderschänder, Angepaßte, Unangepaßte und haufenweise unbewältigte Vergangenheiten. Elegisch verträumte Szenen an weißen Stränden mit Hochspannungsmasten und das alles getragen von einer ruhigen Kameraführung und einem Soundtrack, der versöhnlich dem Prinzip Hoffnung huldigt. Darin eingebettet die Suche eines kleinen Buben nach seiner Mutter, die zugleich auch als Suche nach der Wahrheit und deren Bewältigung den ersten Schritt zum Erwachsenwerden markiert. Ein kleines Ereignis, abseits vom Mainstream, welches, diesem zum Trotz, den Nachweis führt, daß sich die Welt, wenn überhaupt, besser im Kleinen retten läßt, als im interstellar Großen. (****)

  • Magie
    Ich habe diesen Film schon letzten November in Belgien gesehen. Er ist zweifellos der schönste Film des Jahres 1999. Reines, pures, magisches Kino. Einen wesentlichen Beitrag leistet dazu die wirklich zauberhafte Musik. Man verläßt den Kinosaal beschwingt, glücklich und mit einem strahlenden Lächeln. Man freut sich wirklich mit den Helden dieses Films. Echtes, wahres Kino. Möge dem Film in Österreich eine bessere Vermarktung und damit mehr Zuschauer als in Deutschland (nur 16 000)vergönnt sein.

    Re:Magie
    Dem kann ich nur zustimmen!Dieser Film ist einfach, poetisch, witzig und sehr positiv - ganz im Gegensatz zum Blood, Sex & Suspension-Mainstream.Hier geht es vor allem um die Athmosphäre, und die kommt sehr gut rüber - ein Film zum Öftersehen!Schade, das man so etwas nur im Tuchlauben o.ä. zu sehen bekommt...

    Re:Re:Magie
    Stimmt, ich bin auch Deiner Meinung, Rosso. Ich verstehe nicht, warum diesem Film praktisch keine Werbung zuteil wurde, denn er hat wirklich etwas zu bieten. Ein herrlicher Film. Eine wunderschöne Musik. Gemeinsam ein Kunstwerk.