Kiss, Kiss, Bang, Bang

 USA 2005
Komödie, Thriller 21.10.2005 102 min.
7.60
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Witziges aus der Traumfabrik: Ein Kleinganove landet im Haifischteich der Huren, Gauner, Loser und ewigen Träumer - in Hollywood.

Harry Lockhart (ROBERT DOWNEY JR.) ist im Grunde ein anständiger Typ. Gut, er ist ein Kleinganove, der mit einem Cocktail aus zerzaustem Charme und schlitzohrigem Optimismus durchs Leben schliddert, aber im Grunde will er sauber bleiben. Er weiß nur nicht recht, wie.
Doch eines Tages hat Harrys ewige Pechsträhne ein Ende. Gerade macht er mit seinem Partner nach Ladenschluss Weihnachts-"Einkäufe" in einem New Yorker Spielwarengeschäft, als die beiden von der Alarmanlage unterbrochen werden. Auf seiner hektischen Flucht vor den Cops stolpert Harry zufällig in den Casting-Termin für einen Hollywood-Krimi, und ehe er sich's versieht, sitzt er schon im Flugzeug nach Los Angeles, um Probeaufnahmen zu machen.
Dort landet Harry im Haifischteich der Huren, Gauner, Loser und ewigen Träumer.
Als Vorbereitung auf die Testaufnahmen soll er beim ruppigen Privatschnüffler Perry van Shrike (VAL KILMER), dem "schwulen Perry", in die Lehre gehen.

Details

Deanne Dozier, Val Kilmer, Robert Downey Jr. u.a.
Shane Black
Shane Black
Warner Bros.

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • zum einschlafen - Teil 1
    Handlung:

    So jetzt mal die komplexe Handlung:

    Da gibt es einen JOHNNY GOSSAMER, der ist so was wie Billy the Kid aus den Romanheften, nur er ist ein Privatdetektiv. Immer das gleiche, er schießt, gewinnt, hat Sex mit geilen Blonden, und schafft jeden Fall. Ein Held. Und den liebt HARMONY FAITH LANE. Die ist wirklich süchtig danach, wie alte Leute nach Bergromanen die sich um das Matterhorn drehen.

    HARMONY will Schauspielerin werden, Ihre Schwester wurde früher vergewaltigt, sie ist von zu Hause geflohen, und sie will so werden wie JOHNNY. Eine Kämpferin für das Gute.

    Szenenwechsel: HARRY LOCKHART (Robert Downey Jr. ¿ in einer sehr guten Rolle), ist eine Art Pechvogel.
    Er will mal ein ganz großer Gauner werden, aber das schafft er wohl eh nicht. Er ist nur deswegen so erfolgreich weil er eben charmant ist. Erfolglos in Dingen die Grips erfordern. Er ist nett, blöd, er hätte Politiker werden können. Er kann gut reden. Er will zu Weihnachten nen Shop ausrauben mit so einem Deppen, aber dann kommt die Polizei und er flüchtet.

    Er rast herum und landet bei einem Casting für einen Kriminalfilm. Die Typen finden ihn gut, und schicken ihn nach Hollywood. Er träumt davon groß und berühmt zu werden, und viel auszurauben, irgendwie halt, aber er träumt davon das er der größte Ganove wird, oder einer der größten.

    Wieder Ortswechsel. Dieses Mal geht es nach L.A. PERRY van SHRIKE (Val Kilmer) ist ein Privatdetektiv. Er ist ein Macho, glaubt er sei der Beste, und er hat einen Revolver, der sehr teuer war. Sein Spitzname ist, Der schwule Perry. Und er wird beauftragt. Er soll HARRY helfen ein guter Detektiv zu werden, denn er ist ja Schauspieler, und er schafft es sogar, ein bißchen halt. Als sie so auf Tour sind, lernen die beiden HARMONY kennen. HARRY kennt sie noch als er ein Kind war, Zauberer war und sie das Mädchen war das er gerne gesehen hat, und auch in der Highschool hat er sie gerne gesehen, und er war der einzige der nicht mit Ihr Sex hatte. Aber sie ist keine Hure.

    Die Schwester von HARMONY begeht angeblich Selbstmord, die Schwester, die damals HARMONY zurückgelassen hat, als Ihr Vater sie immer vergewaltigt hat, und nun hat PERRY einen Fall wo er eben HARRY reinzieht, und auch HARMONY mitmacht. PERRY zieht HARRY nämlich in die Geschehnisse mit ein, denn so kann er gleich alles lernen, vom Echten Privatdetektivleben, und während des Filmgeschehens, geht es um Leichen, Sex und Liebe, Gute Laune, nette Witzelchen, wer was machte, Machomäßiges Gehabe und was weiß ich.

    2 Fragen sind in dem Film wichtig. Wieso engagiert die Schwester von HARMONY einen Privatdetektiv, sie ist ja tot, und sie ist über ein Mordkomplott gestolpert, und HARRY hat wem töten müssen.


    Informationen zum Film und Rundherum:

    So mal zum Regisseur: Anfang der 90er-Jahre war Shane Black der bestbezahlte Drehbuchautor Hollywoods. Nach den Scripts für Filme wie "Lethal Weapon", "Last Boy Scout" und "Last Man Standing" verschwand er 1996/97 in der Versenkung. Was er in der Zeit gemacht hat, außer eine zehnjährige Party zu feiern, ist nicht so ganz klar. Unter anderem aber plante er seinen ersten Film, bei dem er eben nicht nur das Script schreiben wollte, sondern auch Regie führen.

    Der Film ist eigentlich so was wie ein Erstverfilmungswerk eines Dreigroschenromanes, und die Film Noir Einspielungen sind recht gut gelungen. Denn in den Jahren 1930 ¿ 1950 waren diese deswegen berühmt weil meistens der Held durch widrige Umstände, durch die High Society, durch den untersten Mob herumgeschnüffelt hat, und dann mit etwas Gesellschaftswitz und Spannung, und Intelligenz einen Mordfall aufgelöst hat.


    Meine Meinung:

    Irgendwie kam mir der Film anfangs vor als hätte ich ¿Eine Nacht bei McCools¿ gesehen, und geht weiter ein bißchen wie ¿Keine halben Sachen¿ und zwar nur in einigen Fragmenten, und ist ein bißchen wie ¿Schnappt Shorty¿. Und schon wieder wird geschossen. Nett war die ständige Stimme im Off, die war etwas anfangs störe

    irre langweilig - Teil 2
    die war etwas anfangs störend, aber dann gewöhnte man sich an die Stimme. Obwohl sie ein bißchen hätte so reden sollen das man sich viel vorstellen kann. Da war was von der Geschichte vom Roboter, einer geilen Frau, einem Mädchen dessen Schwester vom Vater missbraucht wurde, und die ganzen aneinander gereihten Erzählungen mit verfilmten Gedanken der Darsteller im Film war recht nett aber viel zu kurz und teilweise so das man sich gar nicht darauf konzentrieren konnte. Als dann der Roboter aufgetaucht wurde dachte ich mir, He was ist da los? Man hört zwar wieso der Schauspieler sich als Roboter verkleidet hat und wieso ihn Harmony umgebracht hat, er brauchte Geld, und im Roboterkostüm hat man ihn nicht erkannt, aber das ganze war viel zu kurz, wie viele Sachen im Film. Will sagen, auf Charaktere oder auf Zwischenmenschliche Beziehungen wird nicht so richtig eingegangen.

    Wenn man denkt, 100 Minuten Film, über 4 Tage in L.A. Und ein Buddy Movie das mit der Zeit romantisch wirkt. Nette Geschichte, aber jetzt das Aber, dauernd Rückblenden, Erzählungen mit Rückblenden, Gedanken über Erzählungen mit Rückblenden und ohne Rückblenden aber dafür mit Erzählungen in Gedankenschüben, und dazu noch Gedanken über die Vergangenheit und Zukunftschancen, und Witze im High Society Stil, und was weiß ich, das war etwas störend und langweilig.

    Der Film ist so üppig dialoglastig. Lustig wird es, was mich wieder an ¿Immer Ärger mit Harry¿ erinnerte, als die 2 die Leiche wegschaffen mussten, und Harry z.B. auf die Leiche pinkelt die im Klo liegt, und mit Gay die Leiche entsorgt. Die landet dann einfach im Mist. Die Geschichte um den Tod der Schwester von Harmony ist nett, aber nichts besonderes, das Gekeife dauernd von Ihr ist nervend, die Dialoge sind Dialoglastig, passieren tut eigentlich gar nichts, das Mimikspiel von Robert Downey ist hervorragend, Val Kilmer spielt den Privatdetektiv nicht so gut wie Mickey Rourke in ¿Angel Heart¿ aber er paßt trotzdem gut, weil er einfach so ein Schlitzer Drogen Gesicht hat, und wirklich aussieht wie ein Ganove.

    Irgendwie ist der Film wie ein Film Noir aus den 30 und 40 er Jahren des vorigen Jahrhunderts, zudem ist er in einige Kapitel eingeteilt, wie schon bei ¿Manderlay¿ oder ¿Kill Bill¿ was ich unnötig finde, denn die Story ist halt nicht so geradlinig sondern eher verwirrend cineastisch. Also ein Film wo man mit der Konzentration dabei bleiben muß. Wenn man sich die Kritiken durchliest, über den Film, dessen Handlung einfach langweilig ist, die CGI Effekte fehlen genauso wie geile Zeitlupenaufnahmen was wahrscheinlich daran liegt das es kein Bumm, Bumm Film ist, dann denkt man sich, das der Film der auf dem Fantasy Film Festival 2005 lief, im Kino einer der besten war, doch ich finde er ist langweilig.

    Es ist zwar schön wenn man sich Cineast nennt, dann gefällt einem der Film aber für die breite Masse ist der Film zu vergessen. Und ich habe nicht verstanden wieso der Film eigentlich ein lustiger Film ist, Vielleicht ist er lustig wenn man 10 Kg Marihuana zu sich genommen hat.

    2 Wendungen fallen mir im Film ein. Als Harry wem erschießt und über sein Leben nachdenkt, er weiß er ist ein Depp, und als er zu Harmony sagt, das er nie was fertig gebracht hat, da er immer ein Looser ist, und das stimmte auch. Und der Rest vom Film war einschläfernd.

    50 von 100

  • pipi-fein
    dieser film ist spitze - nicht länger überlegen: REINGEHEN! der film strotzt nur so vor schwarzem humor und sätze wie zb. am ende des films: "keine angst ich hab auch herr der ringe gesehen, es gibt jetzt keine siebzehn enden" lassen den zuschauer, sich wohlig grinsend, in den kinosessel schmiegen :)

  • Schwach
    Mann, war das nervig! Von wegen Spaß! Einige gute Szenen (z.B. die, in der Perry sagt "Stirb", oder die mit der elektrischen Folter) können nicht darüber hinwegtäuschen, daß man sich die ganze Zeit mehr oder weniger verarscht vorkommt. Ich meine, wenn ich veräppelt werden will, dann schaue ich mir im Fernsehen irgendwelche Comedys an, aber gehe dafür nicht ins Kino.
    Dieses ewige dumme Geplapper aus dem Off. Und die Story besteht aus lächerlich zusammengewürfelten Fetzen einer Handlung, der man nur mühsam folgen kann. Anstrengend und pseudo-witzig.

  • Delirierend - ein Vergnügen!
    Wenn die Viennale vorbei ist und man sich fragt: Und jetzt? Was soll ich mir jetzt ansehen? Wie überstehe ich diese Flaute?
    Dann kann man sich getrost in KISS, KISS, BANG, BANG begeben. Wie das gelungen ist, weiß ich nicht, aber: Es gibt noch Hollywood-Mainstreamfilme, von denen man sich zu einem Kinoabenteuer verführen lässt. Die alles haben, womit man sich abends, nachts oder auch tagsüber vergnügen möchte. Und die dennoch das Hirn nicht unterfordern. Es gibt noch Filme, von denen man denkt, dass sie bleiben werden. Die vielleicht in fünf oder zehn Jahren noch besser sein werden als jetzt, wie guter Wein.
    Dieser Film ist ein delirierendes Schlingern durch die Traumfabrik Hollywood, bei dem einem klar wird, wie notwendig hier manchen das Nehmen von Drogen erscheint (Robert Downey jr. spielt wohl nicht zufällig mit). Los Angeles wird in Pop-Farben getaucht und ist viel schöner als in Wirklichkeit. Oder so schön, wie diese Stadt zuletzt in den großen Noir-Filmen oder jüngst in COLLATERAL war, nur nicht so grau-blau-schwarz.
    Noir ist überhaupt das Stichwort schlechthin: So chaotisch wie die Geschichten der klassischen Schwarzen Serie ist auch diese hier. Es fällt gelegentlich schwer, den Girlanden der Handlung zu folgen. Vielleicht ist auch nicht alles vollkommen logisch. Aber es ist hinreißend, sich in den Strudel des Erzählten zu begeben und sich darin zu verlieren.
    Hollwood sei in der Krise, hört man. Die überteuren, digital aufgemotzten, seelenlosen Schinken lassen an Zugkraft immer mehr zu wünschen übrig. Warum, das zeigt dieser Film. Weil er eine Geschichte erzählt, die sich nicht in einem Satz mit einem Subjekt und einem Prädikat nacherzählen lässt, sondern eben ein bisschen kompliziert ist (wie das Leben auch, oder?). Weil in ihm das Menschliche noch vorhanden ist. Weil da Charaktere sind, die nicht nur bloße Schablonen sind. Weil in den Augen von Michelle Monaghan mehr Sex und Erotik sind als in jenen von Angelina Jolie oder Halle Berry, von TV-Tussis wie Eva Longoria ganz abgesehen (die überlasse ich gerne frustriert-spießigen, beziehungsgeschädigten 30plus-jährigen). Und weil dieser Film ganz sicher keinen Gastauftritt von Kleiderständer Paris Hilton oder Dicknase Jennifer Aniston nötig hat, um interessant zu sein. Oder hip. Oder cool. Oder angesagt. Oder witzig.
    Wie in den glorreichen 1970ern oder 1980ern glaubt man noch, zwei Männer ins Zentrum einer Handlung rücken zu können. Man braucht keine Quotenfrau. Dabei sind es gebrochene Männerfiguren: Der Starke ist schwul, und der Hetero neigt ist ein Schwächling. Und Downey sieht auch ein bisschen geschlaucht aus (Entzug, I suppose). Nein, keine männlichen Models mit leeren Gesichtern. Sondern Menschen, die vom Leben ein bisschen gezeichnet sind. Und wer Brad-Pitt-Romantik will: Bitte andere Baustelle suchen. (Mit Grauen fällt mir hier MR. & MRS. SMITH ein, der eigentlich exakt das dumme Gegenstück zu KISS, KISS, BANG, BANG ist.)
    Dieser Film bietet all die schönen Standardsituationen von Action-Komödien, löst sie aber intelligent und überraschend auf. Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Und drittens ist das Leben oft nicht so wie in nobler Krimiliteratur, sondern ein bisschen verkommen wie in Groschenromanen. Wo man einen Kater hat, der nicht enden will. Weil man weiß, dass Bitterkeit dazu gehört.
    Aaahhh, was für ein Vergnügen ist dieser Film, den ich mir sofort noch einmal ansehen möchte... Die DVD werde ich mir zulegen. Weil dieser unterhaltsam-leichte, aber höchst intelligente Film bleiben wird.

    Re:Delirierend - ein Vergnügen!
    Toller Film, tolle Kritik.

    Nur ein Wermutstropfen bleibt: Der Film führt einem drastisch vor Augen, wie vergleichsweise pein- und dümmlich der ganze Rest ist, der derzeit in den Kinos landet. Von Plastilinfiguren einmal abgesehen.

    Re:Delirierend - ein Vergnügen!
    Dieser Kritik ist nichts hinzuzufügen.
    Für mich der Film des Jahres, vielleicht sogar mehr. Witzig, spannend, unterhaltsam, originell, überrschend, super-Schauspieler, jetzt schon Kult.
    9 von 10 Punkte (die 10 heb ich mir für das neue Pulp Fiction oder Matrix auf).

    Re:ROBERT DOWNEY JR.
    Das Robert Downey jr. mitspielt und deine Kritik- DAS sind zwei Faktoren die mich diesen Film auf jeden Fall anschauen werden lassen- i frei mi scho :)