Kontakt: Jugend im Dorf

 A 1971
Dokumentation 27 min.
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JUGEND IM DORF ist eine tendenziöse Untersuchung. Am Anfang stehen die Fragen, wie leben junge Menschen in der Provinz, was denken sie? Die KONTAKT-Redaktion begibt sich aufs Land, um dort ihre Theorien über das Landleben - hinter denen zum Teil die Klischeevorstellungen linker Studentinnen und Studenten aus der Stadt stehen - bestätigt zu finden. Schauplatz des Versuchs ist Puch, ein kleiner Ort in der Gemeinde Waidhofen an der Thaya, im nördlichen Waldviertel, an der Grenze zum heutigen Tschechien. 1971 hieß der angrenzende Staat noch Tschechoslowakei - und Puch stand gewissermaßen paradigmatisch für die destruktiven Auswirkungen des so genannten Eisernen Vorhangs auf österreichische Grenzregionen. Das Gebiet galt als »wirtschaftlich benachteiligt«. JUGEND IM DORF ist gespickt mit Statistiken zum Problem - und vielen suggestiven Fragen aus dem Off an Jugendliche aus Puch, warum sie freiwillig bleiben wollen. Fazit des Berichts: Noch schlimmer als die exponierte Lage des Dorfes sind die internen Hierarchien. JUGEND IM DORF will in einfachen, stringenten Bildern dokumentieren, wie der Mangel an Bildung und Information die Jugendlichen sozusagen von sich selbst fern hält; darüber hinaus arbeitet der Beitrag aber auch an der Demaskierung des Mythos der Natürlichkeit - und der Gottgegebenheit.
(Sylvia Szely)

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