Krabat

 D 2007
Fantasy, Literaturverfilmung 28.11.2008 120 min.
6.20
Krabat

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges gerät der 14-jährige Krabat in eine als Mühle getarnte Zauberschule, wo schwarze Magie gelehrt wird.

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verliert der 14-jährige Krabat seine Mutter an die Pest. Maskierte Männer holen ihre Leiche ab, zünden das Haus an und wollen Krabat mitnehmen, doch der flieht.

Er schließt sich zwei vagabundierenden Jungen an und zieht mit ihnen bettelnd durch die Lande. Eines Nachts wird Krabat von einer inneren Stimme, die ihn zu einer geheimnisvollen Mühle lockt, aus dem Schlaf gerissen. Dort angekommen bietet ihm der Müllermeister an, bei ihm in die Lehre zu gehen. Krabat willigt freudig ein.

Die Aufgaben sind hart, der Meister unerbittlich mit den Gesellen. Doch Krabat packt tatkräftig an. Schließlich will er dem Meister seine Dankbarkeit beweisen. Schon bald lernt Krabat das Geheimnis der Mühle kennen: Sie ist eine Zauberschule, die der "Dunklen Seite" angehört, ein Hort der unseligen Schwarzen Magie.

Details

David Kross, Daniel Brühl, Christian Redl, Robert Stadlober, Anna Thalbach u.a.
Marco Kreuzpaintner
Annette Focks
Daniel Gottschalk
Michael Gutmann und Marco Kreuzpaintner nach Otfried Preußler
Centfox

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Kleiner Geheimtipp - Teil 1
    Was wäre wenn Harry Potter ins Altertum reiste, wenn Aschenbrödel mit seinen 3 Nüssen aus der Tschechoslowakei mit Graf Dracula zusammen sitzt, was wäre wenn Die Vampire von Lifeforce in den 30 Jährigen Krieg per Zeitmaschine versetzt werden da käme dann der Film raus. 115 Minuten, ja eine herrliche Musik, muss ich gleich zu Beginn sagen. Ich hätte nie gedacht dass es mal einen Film gibt wo ich auf die Musik achte.

    Was kann man besonderes über das Buch sagen?:

    Übersetzung in 31 Sprachen, zahlreiche Auszeichnungen sowohl für Roman als auch Autor (unter anderem Jugendbuchpreise, Bundesverdienstkreuz), etablierte Schul-Lektüre - so liest sich die Erfolgs-Story von Otfried Preußlers "Krabat" (1971), der Adaption einer sorbischen Sage, die in der Lausitz spielt und von einem 14-jährigen Waisenjungen erzählt, der in die Fänge der Schwarzen Magie gerät. Bereits 1977 ist ein auf dem Roman basierender tschechischer Trickfilm entstanden, gut 30 Jahre später erscheint nun die erste Real-Verfilmung. Während Sage und Roman um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert spielen, wurde die Handlung für den Film um mehr als ein halbes Jahrhundert vorgezogen. Regie führt Marco Kreuzpaintner, der durch "Sommersturm" einem größeren (deutschen) Publikum bekannt wurde.

    Ist dass nicht ein Grund einen Film zu drehen? Doch ich finde schon und deshalb gleich mal die Handlung:

    1618 – 1648, der 30 Jährige Krieg. KRABAT (David Kross) verliert seine Mutter an der Pest. Dauernd denke ich daran dass es eigentlich der Robert Stadlober ist, nein ist er nicht, ich hätte dass nicht gedacht. O.K. weiter in der Handlung. Sie ziehen als Bettelmönche durch das Land, 3 Jungen, KRBAT, LOBOSCH und noch einer. Sie frieren es ist Winter, sie betteln, geben die heiligen 3 Könige ab. Es ist kurz nach Weihnachten. Da erreicht den Jungen KRABAT eine Vision, es ist dieselbe die er schon oft hatte. Eine Stimme eines Mannes, ein MEISTER, ein Mann ohne Namen so hässlich und grässlich wie die Stimme, so hoffnungsvoll wie der Tod, so stark wie die Furcht. KRABAT verlässt seine Hütte wo er übernachtet und sucht die Stimme. Er findet sie mit 11 anderen in der Mühle Konselbach.

    Die einzige Aufgabe, er dient als Lehrjunge dem Meister bei der Mühle, die 11 anderen verspotten ihn oft man sieht auf ihn herab, er ist der Neuling. Der einzige der sich um KRABAT kümmert ist TONDA (Daniel Brühl) und ich kann nur noch sagen dass Daniel die Rolle herrlich spielt. Nach der Rolle kann ich nur bestärken dass Daniel der deutsche Brad Pitt ist. Der Mann hat eine sehr starke und gute Ausstrahlung, er könnte Dartagnan von den 4 Musketieren spielen er ist einfach ein sehr starker Charakter und wenn ich meiner Alten Glauben kann auch ein sehr hübscher Mann.

    KRABAT und TONDA freunden sich an, was er noch nicht weiß, TONDA ist der Führer der Schar, der Älteste, dass KRABAT hier seinem Meister ein lebenslanges Ja Wort gab. Jedes Jahr zu Silvester wird alles wilder und gefährlicher, die Arbeit schneller und härter und einer muss sterben damit der Meister leben kann.

    Ein bisschen rund um den Film, von den Schauspielern und alles Mögliche und meine Meinung:

    Hier mal die Besetzungscouch der Typen die da spielen. Die Namen dauernd aufzuzählen ist mühsam, in der Handlungsbeschreibung ist sie nicht drinnen aber ich packe sie hier mal in einen Haufen. Was ich wirklich witzig fand, ich kenne ja den Robert Stadlober und ich mag seine Filme wo er spielt, er ist ein verdammt, verdammt guter Charakterdarsteller, er hat in vielen Filmen gespielt, leider ist sein Talent bis jetzt untergegangen, in Amerika wäre er und Daniel Brühl ein Method Acting Superstar wie Edward Norton oder Kevin Spacey, nur hier in Europa leider nicht. Und ich habe die ganze Zeit den Robert Stadlober mit dem Krabat verwechselt, wieso auch immer ich dachte, der Typ spielt die Hauptrolle. Nicht dass ich was gegen David Kross hätte, aber Robert Stadlober wäre mir lieber gewesen.

    Leider nicht perfekt - Teil 4
    Der Meister stirbt in der Silvesternacht und die Mühle geht in Flammen auf – die Liebe hat das Böse überwunden.

    Otfried Preußler schrieb – mit Unterbrechungen – zehn Jahre an Krabat. Als Vorlage diente ihm die sorbische Volkssage von Krabat, die Ende des 17. Jahrhunderts nahe dem Ort Schwarzkollm in der Oberlausitz zwischen Hoyerswerda (Wojerecy) und Kamenz (Kamjenc) spielt. Die Geschichte des Lehrlings, der sich gegen seinen Meister behaupten muss und ihn zum Kampf herausfordert, findet sich auch in vielen anderen Sagen, ebenso wie das Motiv der Erlösung durch die Liebe.

    Nein ich vermache dem Film meine 90 von 100 Punkten.

    wirklich gut gemacht - Teil 3
    Was auch nicht ganz durchsichtig war, nie hat man verstanden wieso ist Krabat dort geblieben, die Faszination zur schwarzen Magie und dem hässlichen Alten Meister kann es nicht gewesen sein, die schaurigen Düsteren Erlebnisse waren zu wenig, die Faszination was zu lernen wurde im Film gar nicht gezeigt, und die Düsternis vom Anfang des Filmes, war auch am Ende etwas zu spüren. Es fehlte aber so richtig das Know How.

    Ein bisschen zum Roman für Enthusiasten:

    Krabat ist ein 1971 erschienenes Jugendbuch von Otfried Preußler. Es basiert auf einer sorbischen Volkssage und erzählt die Geschichte des gleichnamigen Jungen, der Lehrling eines Zaubermeisters wird und sich gegen diesen behaupten muss. Am Ende siegt die Liebe über die dunklen Mächte.

    Der Roman spielt in der Lausitz (sorbisch heißt er £užica) während des Großen Nordischen Kriegs. Er handelt von dem 14-jährigen Waisenjungen Krabat, der Lehrling in einer Mühle im Koselbruch bei Schwarzkollm wird. Die Mühle stellt sich jedoch schon nach kurzer Zeit als eine „Schwarze Schule“ heraus, in der der Müllermeister Krabat und elf weitere Mühlknappen in der Schwarzen Kunst unterrichtet.

    Krabat gefällt die Lehrzeit in der Mühle und der Schwarzen Schule. Die Macht, die man mittels Magie über andere Menschen ausüben kann, fasziniert ihn. Er freundet sich auch mit den Gesellen an. Eine besondere Freundschaft entsteht zu Tonda, dem Altgesellen, der ihm zum Vorbild wird. Doch nicht einmal ein Jahr währt diese Freundschaft, denn Tonda stirbt am Ende des ersten der drei Jahre, die Krabat in der Mühle verbringt – angeblich durch einen Unfall – , und ein neuer Lehrjunge nimmt zu Jahresbeginn seinen Platz ein. Auch nach Ablauf des zweiten Jahres stirbt ein weiterer Geselle auf mysteriöse Art und Weise – und wird wiederum durch einen Neuling ersetzt. Krabat durchschaut erst nach und nach dieses furchtbare Spiel, dessen Teil er geworden ist: Der Meister, der sich dem Bösen verschrieben hat, muss am Ende eines jeden Jahres einen seiner Schüler dem Herrn Gevatter zum Opfer bringen. Andernfalls würde er selbst sterben müssen.

    Um seinen Freund Tonda und die anderen getöteten Gesellen zu rächen, übt Krabat sich in der Schwarzen Kunst und wird schließlich zum besten Schüler. Kraft gibt ihm die Liebe zu einem Mädchen, der „Kantorka“ (so die sorbische Bezeichnung für die Vorsängerin der Ostergesänge), mit der er sich heimlich trifft, deren Namen er aber nicht kennt.

    Einer der Gesellen, Juro, vertraut Krabat schließlich an, dass es einen Weg gibt, den Meister zu besiegen: Das Mädchen, das ihn liebt, muss ihn beim Meister frei bitten. Die anschließende Probe entscheidet darüber, wer sterben muss: Der Meister oder die Liebenden. Gewinnen die Liebenden, sind auch alle anderen Gesellen vom Fluch der Schwarzen Mühle befreit. Mit dem Ende des Fluchs verlieren sie jedoch ihre magischen Fähigkeiten und sind nur noch gewöhnliche Müllerburschen.

    Der Meister eröffnet Krabat schließlich eine weitere Alternative: Krabat kann die Nachfolge des Meisters antreten, jedoch muss er dann den Kontrakt mit dem „Herrn Gevatter“ übernehmen und einen der anderen Gesellen an seiner Statt opfern, in diesem und in den folgenden Jahren. Krabat lehnt dieses Angebot jedoch mit Entschiedenheit ab: Er will sich nicht schuldig oder mitschuldig machen am Tode eines Mitgesellen. So wählt er zusammen mit seinem Mädchen den Weg der Liebe. Das Mädchen bittet beim Meister um Krabats Freiheit und der Meister stellt sie auf die Probe: Die Kantorka muss mit verbundenen Augen Krabat unter seinen elf Mitgesellen herausfinden. In dieser scheinbar hoffungslosen Situation bekommt er Angst um seine Geliebte: Er fühlt sich schuldig, dass sie sterben muss. Doch die Kantorka spürt, dass Krabat Angst um ihr Leben – und nicht um sein eigenes – hat, erkennt ihn daran und besteht die Probe. Krabat und die anderen Mitgesellen sind frei.

    Etwas zu wenig Action - Teil 2
    David Kross ... Krabat
    Daniel Brühl ... Tonda
    Christian Redl ... Meister
    Robert Stadlober ... Lyschko
    Paula Kalenberg ... Kantorka
    Anna Thalbach ... Worschula
    Hanno Koffler ... Juro
    Charly Hübner ... Michal
    Moritz Grove ... Merten
    Tom Wlaschiha ... Hanzo
    Sven Hönig ... Andrusch
    Stefan Haschke ... Staschko
    Tom Lass ... Kubo
    Daniel Fripan ... Kito
    Daniel Steiner ... Petar

    Zum Soundtrack möchte ich folgendes beisteuern. Die Newcomern Annette Focks (Krabat ist ihr dritter Kinofilm) scheint sowohl die Thematik als auch den historischen Kontext der Geschichte meiner Meinung nach gut getroffen zu haben. Sicher wird geklaut na und? Auch unverblümte Anleihen bei Howard Shores "Herr der Ringe" – Titellied und Hans Zimmer-typische Musiksequenzen sind zu genießen aber dass stört mich gar nicht, Geschichte hin oder her, der Soundtrack hat 27 Lieder oben und ich finde sie allesamt gut auch wenn ich mich nur an ein Lied oder 2,3 erinnere.

    Wer den Film gesehen hat wird auch dazu stehen, als die Brut der 12 in das Dorf ausrücken, um die Bewohner mit ihren Fähigkeiten vor übel gesonnenen Eindringlingen zu schützen, die Soldaten greifen dass Dorf Schwarzkollm an, driftet das Geschehen leicht ins Lächerliche ab. Es ist zwar lobenswert, dass die Jungs nicht plötzlich überdimensionierte Superkräfte aus dem Hut zaubern, aber das, was sich als ihre Taktik herausstellt, verdient eher die Bezeichnung "hat sich halt so ergeben". Ich hätte mehr Kampf gerne gesehen und sowieso mehr Horror, und Suspense, das hat er leider verpasst, und außerdem mich hat es geärgert, ich habe den halben Film nicht verstanden also ich meine es waren sehr viele Rätsel da und die wüsste ich gerne gelöst.

    Was nicht so gut rüberkam ist die Liebe von Krabat zu Kantorka, die sieht meiner Meinung nach aus wie Schneewittchen. Also wenn die überirdisch schöne und echt gut aussehende, nur wenn sie geschminkt ist, Cosma Shiva Hagen mal vom Schneewittchen Podest abtritt, dann muss die Olle Hübsche unbedingt Schneewittchen spielen. 1977 gab es übrigens von Karel Zeman schon eine Verfilmung zu der Story, und wer die alten Märchenfilme kennt aus den Tschechischen Landen der weiß dass sie gut sind und so ungefähr ist der Film zu sehen mit ein bisschen zu wenig Zauberei für meinen Geschmack.

    Trotzdem ging ich wie benebelt vor Freude aus dem Kino, meine Holde erst. Was mir nicht gefiel ist dass Finale, da hätte man mehr machen können Otto Sanders als Erzähler den fand ich super, alleine schon von der Stimme her, und leider hat der Film zu wenig Action gehabt, leider, aber dass macht nichts, in den wenigen Szenen war auch was zu sehen, dafür hat sich der Film mehr auf die Mystik konzentriert, und was auch gut war, der Film war so dass man nicht weiß, wie geht es nun weiter, und wie wird der Film ausgehen, echt ganz toll, denn er war so richtig dass man nicht wusste, was kommt jetzt für eine Szene.

    Man kann auch sage - Marco Kreuzpaintners aktueller Film ist souverän inszenierte, überraschend düstere und sehr stimmungsvolle Fantasy-Unterhaltung, die zwar nicht mit großen Schlachten à la "Herr der Ringe" aufwartet oder sich überhaupt an einer epischen Geschichte versucht. Das ist aber auch gar nicht von Nöten, denn dieses kleine, klar abgesteckte Szenario gibt genügend Stoff für zwei volle Stunden her und hält so einige (böse) Überraschungen bereit. Ein Fantasy-Film, der zu den wirklich nennenswerten Vertretern seines Genres zählt, ist es aber eben nicht geworden. Dazu hätte "Krabat" zu einem vernünftigen Ende finden müssen, was leider nicht mal im Ansatz der Fall ist. Otfried Preußler hat sich übrigens vollends zufrieden über die Umsetzung seines Romans geäußert. Wäre ja auch sehr merkwürdig gewesen, wenn ihm der Schluss ebenfalls so gar nicht gefallen hätte. Schließlich ist es seiner.